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23.09.2012

Kollerbeck dominiert im Nachbarschaftsderby beim SV Bredenborn

5:0-Sieg hätte sogar noch deutlicher ausfallen können

(svk) Bredenborn (krü). Mit der spielerisch besten Leistung der noch jungen Saison fertigte der SV Kollerbeck die Bredenborner „Germanen“ im Nachbarschaftsderby mit sage und schreibe 5:0 Toren ab. Und ganz nebenbei schlossen die Kollerbecker jetzt auch nach Punkten zu Brenkhausen/Bosseborn auf, die beim starken SV Altenbergen/Vörden nicht über ein 1:1-Remis hinweg kamen. Der Sieg der Dölitzsch-Jungs hätte mindestens 7:0 ausgehen müssen, wenn nicht sogar noch höher. Die Tore vor gut 300 Zuschauern (davon mindestens die Hälfte aus Kollerbeck) erzielten Pascal Ewers (2), Michael Meyer, Sven Abitz und Raphael Föst. 

Nach den ersten eher schwerfälligen Spielen scheinen die Kollerbecker punktgenau vor dem Spiel gegen die starken Brenkhausen/Bosseborner ihren Rhythmus gefunden zu haben. Was die Grün-Weißen im Bredenborner Eichenwald boten, war schon nahe an der 100 Prozent-Marke. Da lief endlich mal der Ball, da wurde technisch versiert und vor allem durchdacht gespielt. Bis auf einige wenige Unaufmerksamkeiten hatte der SVK das Spiel jederzeit im Griff.
 
Anfangs begannen beide Teams mit einer gehörigen Portion gegenseitigen Respekts voreinander. Kollerbeck hatte aufgrund der spielerischen Überlegenheit zwar optisch ein Übergewicht. Aber wenn es in Richtung Tor gehen sollte, war man doch zu verhalten, um sich bloß keine Blöße nach hinten zu erlauben. Als dann aber Christian Föst in der zehnten Spielminute den ersten Warnschuss volley in Richtung Schwarz-Gelb abgab, war der Bann gebrochen. Ab dieser Aktion wurde das Spiel mit Minute zu Minute besser und ab jetzt ergaben sich auch recht viele Torchancen.
 
So war es zunächst Stefan Klocke, der etwa acht Meter vor dem Tor zu lange brauchte, um zum Abschluss zu kommen (11. Minute). Aber als dann Pascal Ewers einen cleveren Freistoß von Stefan Klocke mit einem sehenswerten Flugkopfball zum 1:0 in die Bredenborner Maschen versenkte, avancierte das Derby zu einem wirklich klasse A-Liga-Spiel. Obwohl Kollerbeck gefühlt 70 Prozent Spielanteile besaß, hielten die Gastgeber zumindest im ersten Durchgang durch den schnellen Denis Altmiks auf links und den souverän lenkenden Cengiz Kücüker im Mittelfeld immer wieder dagegen. 
 
So kamen die Germanen in der 19. Minute fast auch zum Ausgleich, als SVK-Keeper Jens Schölzel einen Schritt zu kurz kam. Doch Kollerbeck sorgte immer wieder durch dicke Chancen dafür, dass den Bredenbornern der Offensivgeist schnell verging. So war es in der 23. Minute Lukas Meyer, der einen Konter fast zum 2:0 abschließen konnte. Doch sein Spurt über den halben Platz hatte wohl zuviel Kraft gekostet, um platziert am Keeper vorbei einzunetzen.  Die nun folgende Viertelstunde wurde dann zu einem Kollerbecker Schaulaufen. Erst war es Pascal Ewers, der nach seiner langwierigen Verletzung immer stärker wird, der einen Schritt zu spät kam (25. Minute) und dann setzte Michael Meyer einen Fernschuss nach herrlichem Konter direkt neben den Pfosten (26.).
 
Und erneut war es Michael Meyer, der in der 32. Spielminute für etwas Beruhigung sorgte. Einen Freistoß hämmerte der SVK-Spielmacher zum 2:0 ins linke untere Eck. Doch so schnell wollte sich Bredenborn nicht geschlagen geben. Nur eine Minute nach dem 2:0 war es Cengiz Kücüker, der das Leder an die Latte donnerte und niemand hätte sich in der 43. Minute beschweren dürfen., wenn der aufgerückte Julian Middeke erfolgreich gewesen wäre. Der SVB-Kapitän verpasste einen Freistoß nur denkbar knapp.
 
Nach dem Wechsel kam es dann so, wie es nicht wenige der zahlreichen und gut unterhaltenen Zuschauer erahnt hatten. Bredenborn musste dem hohen Tempo aus dem ersten Durchgang Tribut zollen und somit ergaben sich für die Truppe von Norbert Dölitzsch Chancen, das Ergebnis in Brenkhausen-Dimensionen zu schrauben. Kollerbeck kam es allerdings auch zu gute, dass der vorentscheidende Treffer zum 3:0 gleich nach dem Wechsel fiel. Nachdem Pascal Ewers zweimal noch ganz knapp über und neben dass Tor zielte (47. und 48. Minute), schloss der wohl wichtigste Mann im Kollerbecker Offensivspiel in der 51. Minute eine Traumkombination aus rechtem Winkel zum 3:0 ab.
 
Und wer weiß, wie das klasse Derby ausgegangen wäre, hätte Pascal Ewers in der 68. Spielminute seinen dritten Treffer gemacht. Nach Foul an Michael Meyer zeigte der insgesamt gut leitende Unparteiische sofort auf den Punkt. Doch Pascal Ewers’ Hammer sprang vom Innnenpfosten ins Feld zurück und so dauerte es doch noch bis zu den Schlussminuten, ehe Kollerbeck auch ein wenig fürs Torverhältnis tat. 
Aber auch ohne zählbaren Erfolg präsentierte sich Grün-Weiß in blendender Verfassung. Stefan Klocke (55.), Dominik Abitz (57.) und erneut Pascal Ewers (83. Spielminute) hätten mindestens noch drei weitere Treffer markieren können, wenn nicht sogar müssen. Nicht vergessen werden darf aber auch, dass Dominik Abitz in der 76. Spielminute den Ball von der eigenen Linie kratzen musste.
 
Aber auch so wurde es am Ende noch sehr deutlich. Die eingewechselten Sven Abitz (in der 89. Minute super freigespielt von Christian Föst) und Raphael Föst (90. + 3 aus kurzer Entfernung) beweisen, dass Kollerbeck immer besser in Fahrt kommt und vor allem auch in der Breite sehr gut aufgestellt ist. Ohne vorschnell vom Abschluss der Eingewöhnungsphase sprechen zu wollen, aber so deutlich und überlegen gewinnt nicht jede Mannschaft beim SV Bredenborn.
 
Die beiden nächsten Spiele gegen die Türken aus Steinheim und gegen die TIG Brakel stehen trotz dieser tollen Leistung allerdings unter einem gänzlich anderen Stern. Waren doch beide Teams in den letzten Jahren immer wieder so etwas wie Angstgegner. Und da herrschen nun einmal völlig andere Gesetze. Aber mit der Leistung vom Eichenwald kann man zumindest mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in diese Zitterpartien gehen.
 
Der SVK siegte mit: Jens Schölzel, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Stefan Klocke (70. Raphael Föst), Michael Meyer, Christian Föst, Martin Skatulla,  Pascal Ewers (85. Jan Dyballa), Lukas Meyer (77. Sven Abitz)

Schön, dass er wieder an Bord ist: Goalgetter und Rechtsaußen Pascal Ewers