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05.08.2012

Doppelter Föst ist nicht genug

Kreispokal: SVK unterliegt VfB Beverungen 2:4

(svk) Der SV Kollerbeck verliert in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen verdienten Sieger aus Beverungen mit 2:4. Nach einem 0:4-Rückstand waren es am Ende Christian Föst und sein als einer von sechs Neuen zum Team gestoßenen Bruder Rafael Föst, die die Niederlage mit ihren zwei Toren noch einigermaßen erträglich machten. Ansonsten blieb leider vieles grün-weißes Stückwerk. Wenn also vor dem Spiel gegen den Bezirksligisten von einer Standortbestimmung und einem ersten Prüfstein die Rede war, dann dürfte vor Norbert Dölitzsch noch etwas Arbeit liegen, bis es dann in zwei Wochen endlich mit der Saison 2012/2013 losgeht.

„Sollen wir noch eine Bank dabei stellen?“ Das sind nun also die Probleme, mit denen sich die Wechselspieler vor dem Spiel beschäftigen. Doch die Frage hat Berechtigung. Obwohl Pascal Ewers wegen einer Bänderverletzung pausieren musste und Torben Rheker im Kurzurlaub weilte, war die Ersatzbank bzw. waren die Ersatzbänke immerhin mit sechs Spielern prall gefüllt. Möglich machte dies die fulminante Verstärkung beim SV Kollerbeck. Jetzt heißt es für viele Kollerbecker erst einmal, Namen zu lernen und Gesichtern zuordnen. Fangen wir einmal an: In der Startelf standen Sven Abitz im Sturm, Rafael Föst auf der rechten Außenbahn und Andreas Koch im defensiven Mittelfeld. Und bereits in der 20. Spielminute beorderte der Trainer auch Dominik Abitz auf das Spielfeld. Marc Neumann hatte sich im Nacken verletzt und musste passen. Das allein war schon blöde. Viel blöder war allerdings die Tatsache, dass es in dieser 20. Spielminute schon 0:3 aus Kollerbecker Sicht stand. Dabei hatten die Grün-Weißen gar nicht mal so schlecht angefangen. Ganz im Gegenteil. Die ersten zehn Minuten wirkte der SVK sehr engagiert und wach.
 
Dann allerdings ging es Schlag auf Schlag und der VfB Beverungen zog mit einer beeindruckenden Chancenauswertung von „3 aus 3“ davon. Dass der SVK dabei ordentlich Schützenhilfe gewährte, kann jedoch bei aller Cleverness des Gastes an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Insbesondere die Tore zum 0:2, bei dem Torwart Jens Schölzel nicht allzu glücklich, und zum 0:3, bei dem nahezu die gesamte Defensive schlecht aussah, müssen in die Kategorie „unbedingt vermeidbar“ eingestuft werden. 
 
So aber stand es 0:3 und die Spannung war schon wieder aus dem Spiel raus, bevor sie überhaupt so richtig drin war. Schade, denn auf einen packenden Pokalfight hatten sich viele der etwa 100 Kollerbecker Anhänger gefreut. So wurde es zu einem Spiel, von dem Norbert Dölitzsch bereits in der Halbzeitpause sagen sollte: „Leute, wenn wir hier schon nicht gewinnen, dann nehmen wir wenigstens die Lektionen mit!“ Wie gesagt, Spannung geht irgendwie anders.
 
Apropos Spannung: Kurz vor der Halbzeit kam noch mal so etwas wie die kleine Schwester der Aufregung auf, als sich endlich einmal Jens Schölzel zweimal prächtig bewähren konnte – zuvor hatte er den Ball ja nur drei Mal aus dem Netz holen dürfen – und der SVK auf der anderen Seite auch mal zu so etwas wie Torgelegenheiten kam. Insbesondere war es in der 43. Spielminute Martin Rheker, der mit seinem Kopfstoß im Anschluss an eine Ecke das Tor nur knapp verfehlte, und zwei Minuten später Rafael Först, dessen Torschuss aus aussichtsreicher Position ein wenig mehr Präzision statt Geschwindigkeit gut zu Gesicht gestanden hätte.
 
So aber ging es mit einem 0:3 in die Pause, in der Norbert Dölitzsch seiner Mannschaft zunächst eine gewisse Naivität bescheinigte, sie dann aber aufforderte, die Köpfe wieder hoch zu bekommen. 
 
Wenn dies gelungen ist, dann war der Erfolg allenfalls von kurzer Dauer und nicht nachhaltig. Denn nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff lag der Ball tatsächlich schon wieder im Tor. Dieses Mal war es eine Ecke und ein anschließendes Gewühl gewesen, das die Gäste von der Weser mehr oder weniger eiskalt zum 4:0 nutzten.
 
Woran es nun lag, dass das Spiel nicht zum befürchteten Debakel wurde, mag einmal mehr dahin gestellt bleiben. Ob die Beverunger nun einen oder auch zwei Gänge zurück schalteten oder der SVK nun einfach besseren Zugriff fand, ist ohnehin schwer zu beurteilen. Vielleicht trifft beides ein Stück weit zu. Fakt ist, dass da am Ende doch noch zwei Tore für die Grün-Weißen zu Buche standen, die hoffentlich ein bisschen Mut machen für all die Aufgaben, die auf diese neu zusammen gesetzte Mannschaft warten. Dass einer der beiden Torschützen Rafael Föst und einer der beiden Torvorbereiter Dominik Abitz hießen, ist allemal ein sehr positives Zeichen. Von daher dürfen wir gespannt sein auf eine Saison, auf die sich fortan die gesamten Kräfte fokussieren können. Das ist doch traditionell die positive Umdeutung eines Erstpokal-Aus, oder?
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Martin Rheker, Martin Skatulla, Alexander Rheker, Michael Meyer, Stefan Klocke, Christian Föst, Marc Neumann (20. Dominik Abitz), Rafael Föst (77. Psacl Wegener), Sven Abitz (65. Lukas Meyer)

Zum Namen lernen (hoffentlich ist alles richtig?!): (o.v.l.) Jan Dyballa, Sven Abitz, Andre Eilbrecht, (u.v.l.) Rafael Föst, Dominik Abitz und Andreas Koch