06.05.2012
"Nur“ ein Remis gegen Tabellenführer Stahle
SVK – FC Stahle 2:2
(svk) Schade, schade! Eine ganze Stunde lang hatte es so gut ausgesehen mit dem ersten, richtigen Fleck auf der weißen Weste des FC Stahle. 2:0 für den SV Kollerbeck hatte es da noch gestanden, und die Hoffnungen waren groß gewesen. Doch zwei Eckbälle später stand es schon 2:2 und es wurde nichts mehr mit diesem ersehnten Dreier. Dass dann schlussendlich doch noch wenigstens der eine Punkt zu Buche stand, das darf beileibe nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen werden. Dementsprechend warm fiel dann auch nach Abpfiff der Applaus der Kollerbecker Anhänger aus. Die Tore für den SVK erzielten Lukas Meyer und Pascal Ewers.

Und als eines, bei dem der SV Kollerbeck in Halbzeit Nummer eins ganz klar den Ton angab. Grund hierfür war die massive Präsenz des Kollerbecker Mittelfeldes um die beiden 6er Marc Neumann und Christian Föst auf der einen Seite und Michael Meyer auf der anderen Seite im Offensivbereich.
Dementsprechend dauerte es auch nicht lange bis zum ersehnten Torerfolg für die Grün-Weißen. Michael Meyer hatte eine Ecke vor das gegnerische Tor gebracht, wo der Stahler Keeper etwas zu optimistisch sein Eingreifen ankündigte. Er segelte jedoch sauber unter dem Ball hindurch. Christian Föst konnte den Ball zurück vor das Tor bringen und Lukas Meyer hatte relativ wenig Probleme mit dem viel umjubelten Torabschluss zum 1:0.
Der FC Stahle indes blieb über die komplette erste Halbzeit unter seinen Möglichkeiten. Kaum, dass es einmal gefährlich wurde für das Tor von Sascha Niemeier. Und wenn die Schwarz-Weißen dann doch einmal am Kollerbecker Sechzehner zum Abschluss kamen, dann schmissen sich beispielsweise in der 30. Spielminute Marc Neumann und Christian Föst mit allem, was sie haben und möglicherweise noch einmal brauchen wollen, in die fliegenden Bälle.
In der 35. Spielminute dann das 2:0 für den SV Kollerbeck. Vorausgegangen war eine schöne Kombination im Mittelfeld, in deren Anschluss Michael Meyer den Ball punktgenau auf Pascal Ewers Kopf servierte. Dieser ließ dem Gästekeeper mit seinem Kopfballaufsetzer keinerlei Abwehrchance.
Mit diesem Resultat ging es in die Kabine, wo Norbert Dölitzsch seine Mannen bei aller Euphorie zu bremsen versuchte: „Leute, hier ist leider noch nichts entschieden. Stahle kann jederzeit zwei Tore machen. Zwar sind sie es wahrscheinlich nicht gewohnt, mit einem Zwei-Tore-Rückstand in der Kabine zu sitzen, aber die werden jetzt noch einmal kommen. Wichtig ist, dass wir die Ruhe und damit die Ordnung bewahren können.“
Das allerdings wollte in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr so richtig gelingen. Zwar wurden noch immer die Zweikämpfe ebenso leidenschaftlich wie in der ersten Halbzeit geführt. Jedoch blieben die gefährlichen Aktionen nach Vorne fast über die komplette Distanz des zweiten Durchgangs hinweg absolute Mangelware. So war es auch nicht verwunderlich, dass der SV Kollerbeck nun mehr und mehr unter Druck geriet und die Weserdörfler im Gegenzug Oberwasser bekamen. Schlussendlich war es dann eine Frage der Zeit, bis die Dämme und Tore fielen. So schrieb das Spiel die 60. und 68. Spielminute, als zwei Ecken die Gegentore brachten. Klar kann man nun über mangelhafte Zuordnung sprechen, doch andererseits waren die beiden Standards auch einfach sehr gut ausgeführt worden. Punkt.
Schlussendlich reichte es immerhin noch für einen Punkt. Das hätte auch anders ausgehen können. Doch insbesondere in der 75. Spielminute waren es Sascha Niemeier und Alexander Rheker, die in letzter Sekunde den Einschlag verhindern konnten.
Was am Ende bleibt, ist die Erinnerung an ein sehr unterhaltsames Spiel und die Frage, wie das Geschehen auf dem Platz und drum herum wohl ausgesehen hätte, wenn es wirklich noch um etwas gegangen wäre. Immerhin haben die gut zweihundert Zuschauer auch so schon jede Menge Stimmung verbreitet. Schade, schade, dass wir es nie erfahren werden…
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Schölzel, Mikael Grunwaldt, Martin Rheker, Alexander Rheker, Pascal Ewers, Michael Meyer, Stefan Klocke (83. Torben Rheker), Lukas Meyer (67. Mario Mugabe), Christian Föst, Marc Neumann
War extra zum Spitzenspiel eingeflogen worden: Auf Mikael Grunwaldt ist einfach immer Verlass