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29.04.2012

Vinsebeck um ein Tor engagierter als Kollerbeck

Unnötige 0:1-Niederlage ist kein Beinbruch

(svk) Vinsebeck (krü). Steinheim ist kein gutes Pflaster für den SV Kollerbeck. Nachdem die Dölitzsch-Jungs vor wenigen Wochen schon beim TSC Steinheim in eine 1:3-Niederlage einwilligen mussten, gab es jetzt im benachbarten Vinsebeck eine unnötige 0:1 Schlappe. Mann des Tages auf Seiten der Gastgeber war Mittelstürmer Johannes Meilenbrock in der 55. Spielminute. Die Kollerbecker Grün-Weißen taten insgesamt zu wenig für den Erfolg. Der Gegentreffer hatte den Tabellenzweiten zwar aufgeweckt, aber trotz mehrerer guter Chancen wollte einfach kein Treffer mehr fallen.

Vor der Partie sah es eigentlich recht vielversprechend für die Kollerbecker aus. Auf dem Notizblock waren die noch zur Verfügung stehenden Stammspieler allesamt einsatzbereit. So mussten zunächst die am letzten Wochenende fehlenden Alexander Rheker, Mario Mugabe und Benedict Lange auf der Ersatzbank Platz nehmen. Getreu dem Motto „never change a winning team“ wollte es Norbert Dölitzsch mit der gleichen Elf wie beim klaren 5:1 gegen TIG Brakel am Vorsonntag versuchen.
 
Die erste Spielhälfte kann getrost als verschlafen abgehakt werden. Beide Teams behakten sich 20 Meter vor und hinter der Mittellinie, ohne zu entscheidenden Torgelegenheiten zu kommen. So hatte jedes Team auch nur zwei Gelegenheiten, die es verdienten, auf dem Notizblock festgehalten zu werden. In der 7. Spielminute konnte sich Sascha Niemeier nach einem Vinsebecker Torschuss auszeichnen und in der 13. Minute hatte dann Kollerbeck die beste Gelegenheit. Jens Schölzel setzte sich mit einem schönen Solo auf rechts durch und zwang den wohl besten Vinsebecker am Sonntag, Torhüter Heiko Elvers, zu einer Glanzparade. Die anschließende Ecke setzte der aufgerückte Christian Föst mit dem Kopf auf die Latte. Die beiden restlichen Chancen entsprangen mehr aus Zufallsaktionen und unter dem Strich brachten sie auch nichts.
 
Nach dem Wechsel setzte sich das eher gemächliche Frühsommerspielchen zunächst fort. Bis zur 55. Minute. Hier kam es zu einer für das Spiel und für Kollerbecks Defensivmann Martin Rheker folgenschweren Aktion. Genau im Mittelkreis rappelten Martin Rheker und ein Vinsebecker Mittelfeldakteur so unglücklich mit den Köpfen zusammen, dass Martin Rheker sofort, nachdem er wieder auf den Beinen war, schnurstracks in die Kabine rannte. Zwei gebrochene Zähne waren das Resultat dieses Unfalls.
 
Doch damit hatte es sich immer noch nicht. Den Freistoß nutzte Vinsebeck bei Kollerbecker Unterzahl zum am Ende alles entscheidenden Siegtreffer. Mittelstürmer Johannes Meilenbrock nutzte die Verwirrung und Lücke in der SVK-Abwehr und schob links unten zum umjubelten 1:0 ein.
 
Kollerbeck war durch diese Aktion sichtlich geschockt und brachte gut eine Viertel Stunde nichts auf die Reihe. Erst als Vinsebeck sich in der 71. Spielminute fast einen Querschläger in die eigenen Maschen bugsierte, kam doch noch Feuer unters Dach. Nun kämpften und rannten die Grün-Weißen und jetzt gab es auch trotz fehlender spielerischer Linie noch einige dicke Einschussmöglichkeiten. In der 74. Minute scheiterte Pascal Ewers mit einem noch abgefälschten Konter am glänzend reagierenden Vinsebecker Keeper und drei Minuten darauf war es Michael Meyer mit einem 25-Meterschuß, der an Elvers scheiterte. Und mit dem nächsten Angriff hätte der eingewechselte Alex Rheker fast den Ausgleich gemacht. Frei vor dem TuS-Torsteher drückte er diesem das Leder in die Arme.
 
Die letzten Minuten samt Nachspielzeit waren dann ein offener Schlagabtausch. Kollerbeck warf alles nach vorne und kam auch noch durch Christian Föst freistehend zu einer glasklaren Kopfballchance. Aber auch Vinsebeck kam durch Konter gegen die offene SVK-Deckung  noch zu zwei Torchancen, die aber Sascha Niemeier bravourös zu Nichte machte. Am Ende reichte es dann doch nicht mehr zum Ausgleich. 
 
Auffällig beim SV waren am Sonntag die vielen Stockfehler, die zu unbekannt vielen Annahmeproblemen führten und recht viele Bälle landeten statt im Fuß des Mitspielers auch direkt im Aus. Darüber hinaus ließ Kollerbeck über weite Phasen den nötigen Einsatz und das noch gegen TIG Brakel so dominante Druckspiel vermissen.
 
Wahrscheinlich ist nach einer so langen Spielzeit und bei so klaren Verhältnissen auch so langsam die Motivation am Anschlag. Nach oben hin ist es praktisch aussichtslos und den zweiten Tabellenplatz kann man angesichts von gut 20 Punkten Vorsprung auch nicht mehr vergeben. Es ist schon ein verrücktes Jahr, wenn man sich die Tabellenkonstellation so ansieht. Und wenn dann der Gegner noch so heiß wie am Sonntag Vinsebeck ist, kann es ruckzuck auch mal ne Niederlage auf des Gegners Platz geben.
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Jens Schölzel, Martin Rheker (58. Alexander Rheker),  Christian Föst, Pascal Wegener (78. Benedict Lange), Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers, Lukas Meyer (58. Mario Mugabe), Stefan Klocke und Torben Rheker

Immer mit vollem Körpereinsatz dabei: Martin Rheker