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25.03.2012

Tor des Monats entscheidet Derby

Michael Meyer ist Matchwinner in Altenbergen

(svk) Altenbergen (krü). Hochverdient und trotzdem glücklich gewann der SV Kollerbeck sein Auswärtsspiel beim Ortsnachbarn SV Altenbergen/Vörden mit 2:1 Toren. Die beiden Meyer-Brüder Lukas (49. Spielminute) und Michael (89.) drehten die überraschende Führung der Gastgeber aus der 47. Minute durch Mittelstürmer Samuel Weidler noch in einen knappen Sieg um. Altenbergen erwies sich über die komplette Spielzeit als der erwartet starke Gegner und trotz optischer Überlegenheit drohte ständig eine Überraschung durch die Viellain-Elf. Das 0:6-Hinspielergebnis war auf jeden Fall völlig aus den Köpfen der Bergdörfler gelöscht.

Vor dem Spiel sah es auf Kollerbecker Seite recht viel versprechend aus. Mit Mikael Grunwaldt und Marc Neumann waren die wohl wichtigsten Stabilisatoren in der Defensive wieder an Bord und bis auf Martin Rheker konnte Trainer Norbert Dölitzsch quasi aus dem Vollen schöpfen. Beim Gegner dagegen fielen zwei sehr wichtige Stützen aus. Doch wer gedacht hatte, dass diese Konstellation ein klares Ergebnis ähnlich wie in der Vorwoche bedeuten würde, musste sich schnell eines Besseren belehren lassen. 
 
Die mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 21 Jahren angetretenen Kicker aus Altenbergen und Vörden bewiesen über die volle Distanz, dass die Punktgewinne gegen Stahle kein Zufallsprodukt waren. Und wenn diese Truppe so zusammen gehalten werden kann, wie sie sich am Sonntag gegen Kollerbeck präsentierte, dann muss mit den Jungs in den nächsten Spieljahren verstärkt gerechnet werden.
 
Kollerbeck begann die Partie gewohnt überzeugend und dominant, doch mehr als eine spielerische Überlegenheit war im ersten Durchgang nicht zu verzeichnen. Die Grün-Weißen bestimmten das Spiel bis 20 Meter hinter die Mittellinie, doch wenn es in die Nähe des gegnerischen Strafraums ging, stand Altenbergen/Vörden sehr sicher. Unkonventionell mit Libero und Vorstopper spielend, kauften die Rot-Weißen den favorisierten Kollerbeckern oftmals den Schneid ab.
 
Die erste erwähnenswerte Chance war denn auch erst in der 17. Minute zu verzeichnen, als der 4-Tore-Mittelstürmer vom letzten Wochenende mit einem Kopfball gegen den Wind knapp scheiterte. Stefan Klocke hatte das Leder im Nachsetzen erobert, aber als Lukas Meyer dann einnetzen wollte, drückte eine starke Böe das Leder wieder Richtung Strafraumgrenze zurück.
 
Anschließend kam der SVK zu mehr oder weniger wagen Einschussmöglichkeiten durch Christian Föst (19.), Michael Meyer (27.) und Pascal Ewers (37. Minute), aber so richtig zwingend war das ganze Angriffsspiel nicht. Sicherlich wird hier auch der recht böige Gegenwind mit zu beigetragen haben. Aber nichtsdestotrotz hätte der SV Kollerbeck hier souveräner und vor allen Dingen druckvoller auftreten müssen. Und wer dann geglaubt hatte, mit dem Wind im Rücken könnte Altenbergen/Vörden in den zweiten 45 Minuten überrollt werden, der sah sich sehr schnell eines Besseren belehrt.
 
Nur zwei Minuten nach dem Wechsel zeigte sich die SVK-Abwehr recht unsicher und so stand Mittelstürmer Samuel Weidler urplötzlich nach einem Konter frei vor dem wohl zu weit aus dem Tor geeilten Keeper Jens Schölzel. In abgeklärter Manier netzte der einzige gefährliche Stürmer des Gastgebers zum völlig überraschenden 1:0 ein. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre und vor allem, welchen Lautstärkepegel die Kollerbecker Betreuerseite erreicht hätte, wenn nicht sehr schnell der Ausgleich gelungen wäre. Nach einer Ecke war es Lukas Meyer, der postwendend nach dem 1:0-Rückstand zum 1:1-Ausgleich egalisierte.
 
Danach entwickelte sich phasenweise ein Spiel auf ein Tor. Kollerbeck rannte ständig und ständig gegen das Gastgebertor, doch entweder vergab man aus besten Situationen oder der sehr gute Keeper der Heimmannschaft parierte die jetzt zahlreicheren Chancen des Tabellenzweiten. 
 
Pascal Ewers (52. Minute), Michael Meyer (58.), Stefan Klocke (Pfostenschuss in der 60. Minute) und erneut Pascal Ewers in der 87. Minute hatten mehr als einmal die Führung des SVK auf dem Fuß. Aber in der 89. Minute war dann doch der Widerstand der sehr stark aufspielenden Gastgeber gebrochen. Ein Tor des Monats (O-Ton von Dauerfan Erhard Neumann) ließ dann eine Minute vor dem Spielende die Kollerbecker überglücklich auf dem Rasen wälzen.
 
Michael Meyer nahm einen abprallenden Ball volley etwa 30 Meter halblinks vor dem Heimtor und drosch das Leder gegen den Innenpfosten, von wo das Leder dann in die Maschen sprang. In der grün-weißen Spielertraube konnte man förmlich so manch dicken Brocken plumpsen hören.
 
Kollerbeck hat mit dem Sieg in Altenbergen den zweiten Tabellenplatz auf Dauer gefestigt und die zumindest theoretischen Ambitionen nach ganz oben aufrecht erhalten können. Gegen Altenbergen/Vörden werden es garantiert noch andere Mannschaften mehr als schwer haben, die Punkte mit nach Hause zu nehmen.
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Pasccal Wegener (72. Mario Mugabe), Torben Rheker, Mikael Grunwald (84. Benedict Lange), Christian Föst, Michael Meyer, Lukas Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers, Stefan Klocke

Ließ in der 89. Spielminute seine Gegenspieler staunend stehen: Matchwinner Michael Meyer