13.11.2011
SVK gewinnt Verfolgerduell
SVK vs. FC Aa-Nethetal 2:1
(svk) In einer packenden Schlacht gewinnt der SV Kollerbeck am Ende ebenso verdient wie glücklich gegen den Verfolger von Aa und Nethe. Verdient ist der Sieg deswegen, weil sich der SVK insbesondere in der zweiten Halbzeit ein deutliches Chancenplus mit insgesamt vier Aluminiumtreffern erspielen konnte. Glücklich war er deswegen, weil die Nerven der vielen Kollerbecker Anhänger tatsächlich bis in die Nachspielzeit der zweiten Hälfte auf eine harte Probe gestellt wurde, ehe der Siegtreffer fiel. Das Spiel schrieb nämlich bereits die 92. Spielminute, als der gegnerische Torwart und Spielertrainer „Torwart!“ rief, ihn aber gleichzeitig locker fünf bis sechs Meter vom Spielgerät trennte. So bot sich Christian Föst die Gelegenheit, doch noch die drei Punkte klar zu machen. Und der ließ sich nicht zwei Mal bitten

Die Kollerbecker Aufstellung war die gleiche wie in der Vorwoche gegen Bergheim. Lange einspielen brauchte sich die Dölitzsch-Elf also nicht. Und tatsächlich sollte es auch nur drei Minuten dauern, bis das Leder das erste Mal Aluminiumkontakt an diesem Tag erleben durfte. Michael Meyer ist es gewesen, der im Anschluss an eine Ecke den Ball nur ganz knapp nicht im Tor unterbringen konnte.
Und auch Pascal Ewers scheiterte in der 26. Spielminute bei seinem Versuch des Torabschlusses aus 16 Metern. Unmittelbar vor seinem Schuss versprang der Ball noch einmal auf dem Grün und aus dem Schuss wurde ein Schüsschen.
Insgesamt war die erste Halbzeit geprägt von vielen Zweikämpfen und dem Versuch beider Mannschaften, den Ball mal über ein paar Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Und weil das nicht allzu oft gelang, sprangen zunächst einmal nicht ganz so viele Tormöglichkeiten heraus. Erst zum Ende des ersten Durchgangs sollte es das ein oder andere Mal gefährlich werden in den beiden Sechzehnern. In der 37. Spielminute versuchte sich einmal Torben Rheker mit einem Schuss aus 18 Metern, wird aber vom Torwart am Torerfolg gehindert. Nur eine Minute später war es aber auch schon wieder die Querlatte, die das Kollerbecker Glück verhinderte. Wieder Pascal Ewers war der Schütze gewesen.
Im Gegenzug dann der Aufreger und gleichzeitig der erleichterte Lacher der ersten Halbzeit. Pascal Wegener versuchte eine Rückgabe per Kopf auf Keeper Jens Schölzel. Der war aber schon aus seinem Kasten geeilt und konnte dem Ball nur noch auf seinem Weg Richtung Kollerbecker Tor hinterher sehen. Nur einer gehörigen Portion Dusel ist es zu verdanken, dass der Nethetaler Stürmer den Ball trotzdem nicht im Tor unterbringen konnte. Wie genau das passieren konnte, das können vermutlich nur Schütze und die Zuschauer erklären, die sich das Schauspiel aus nächster Nähe anschauen konnten.
Und auch die anschließende Ecke brachte noch einmal allerhöchste Gefahr. Doch dieses Mal war Jens Schölzel auf dem Posten und rettete zwei Mal in letzter Sekunde und mit dem Glück des Tüchtigen.
So konnte man zu dem Zeitpunkt mit dem Remis zur Halbzeit ganz gut leben aus Kollerbecker Sicht. Und dies sollte auch noch kurz nach der Pause gelten. Denn die erste Chance des zweiten Durchgangs hatten wieder die Gäste. Dieses Mal war der Pfosten jedoch ein Grün-Weißer und es blieb beim 0:0.
Als sei dies ein Wachruf gewesen, spielte in der Folgezeit aber mehr und mehr der SV Kollerbeck. Das 1:0 in der 55. Spielminute durch Mario Mugabe war dann fast schon die zwangsläufige Folge. Wenn auch dieses Tor eher ein Gastgeschenk war. Denn warum der Gästekeeper den Freistoß von Michael Meyer nicht runter pflückte, das wird wohl sein Geheimnis bleiben.
Apropos Geschenk: Auch der SVK ließ sich nun nicht lange bitten und überreichte ebenfalls ein solches. Wieder war es ein Missverständnis zwischen Jens Schölzel und Pascal Wegener, das zum zweiten Mal an diesem Tag für Gefahr und in der 62. Spielminute auch für das Gegentor führte. Mit ein bisschen Pech hätte es in der 70. Spielminute auch 1:2 heißen können. Doch dann folgte die bärenstarke Schlussphase des SV Kollerbeck.
Zunächst hatte in der 71. Spielminute aus dem Gewühl heraus Mario Mugabe die Möglichkeit zur Führung. Doch er scheitert ebenso wie vier Zeigerumdrehungen später Michael Meyer, dessen Strich aus 12 Metern von einem Pfosten zum anderen springt und schließlich vor den beiden einschussbereiten Torben Rheker und Mario Mugabe eintrudelt. Was genau nun passierte, muss wiederum im Einzelgespräch geklärt werden. Fakt ist, dass sich beide in irgendeiner Art und Weise gegenseitig behinderten und der Ball tatsächlich nicht im Tor landete. Das durfte doch nicht wahr sein!
In der 88. Spielminute dann der große Augenblick des Kevin Mönks. Er war auf die Reise von der Mittellinie geschickt worden, hatte aber wohl etwas zu lange Zeit zum Nachdenken und scheiterte freistehend am Gästekeeper.
So hatten sich wohl schon viele Kollerbecker mit diesem unnötigen Punktverlust abgefunden, als diese schon eingangs erwähnte 92. Spielminute doch noch die erhofften drei Punkte bescherte. Christian Föst sei Dank!
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Martin Rheker, Alexander Rheker (76. Stefan Klocke), Pascal Ewers, Torben Rheker, Mikael Grunwaldt, Michael Meyer Pascal Wegener, Mario Mugabe (85. Kevin Mönks), Christian Föst, Marc Neumann