04.09.2011
Schützenfest auch gegen Brakel
SVK schlägt SpVg. Brakel II mit 8:1
(svk) Die Damenmannschaft hatte 6:1 gewonnen. Die Zweite Herrenmannschaft gar 8:1. Da wollte die Erste Mannschaft natürlich nicht hinten anstehen. So kam es, dass es in einem mehr als einseitigen Spiel bereits nach fünfzehn mickrigen Minuten 4:0 für den SVK stand. Das bedeutet, dass mit einer kleinen Portion mehr Konzentration insbesondere bei dem einen oder anderen Konter in der zweiten Halbzeit durchaus ein zweistelliges Ergebnis drin gewesen wäre. Wir wollen uns aber nicht beschweren und bedenken, dass dies ja schon das zweite Schützenfest innerhalb von vier Tagen war. Und was genug ist, das ist schließlich genug. Ach so, die Torschützen hießen Stefan Klocke (3), Pascal Ewers, Mario Mugabe, Michael Meyer, Kevin Mönks und Lukas Meyer.

Wie ist das Leistungsniveau der Brakeler einzuschätzen? Dieser schwierigen Frage musste sich kurz vor dem Anpfiff nicht nur Trainer Norbert Dölitzsch stellen. Zwar haben sie im bisherigen Saisonverlauf lediglich einen Sieg einfahren können. Jedoch erfolgte der am vergangenen Donnerstag recht eindrucksvoll. Gegen den FC Tietelsen gewannen die Rot-Schwarzen mit 4:0. Und auch die vorherigen Niederlagen müssen genauer betrachtet werden. Denn die fielen gegen starke Hembser und den bisherigen Überflieger Nethetal zwei Mal sehr, sehr knapp aus.
Fünfzehn Minuten später allerdings war das Spiel schon entschieden und die Frage nach dem Leistungsniveau der beiden Mannschaften zumindest für heute geklärt. Und das zugunsten des SVK, der von der allerersten Minute keinerlei Zweifel aufkommen ließ, wer hier Herr im Hause ist. Der Minutenzeiger hatte sich nach dem Anpfiff noch keine zwei Mal rund bewegt, da stand es schon 1:0 für den SVK. Stefan Klocke und Michael Meyer hatten mit einem einzigen feinen Doppelpass die gesamte Brakeler Hintermannschaft entblößt. Und als dann auch noch ein bisschen Glück dazu kam und der Ball vom Innenpfosten ins Tor sprang, da hatte Stefan Klocke den lustigen Torreigen eröffnet.
Der gleiche Stefan Klocke war es dann auch, der in der 13. Spielminute auf 2:0 erhöhte. Aus gut 20 Metern hatte er mit Schmackes abgezogen. Wieder flog die Kugel an den Innenpfosten – etwa einen halben Meter oberhalb der Stelle vom ersten Streich – und von dort ins Tor.
Und hätte Pascal Ewers in der 14. Spielminute nach feiner Flanke von Michael Meyer nicht per Kopf bereits auf 3:0 erhöht, dann hätte Stefan Klocke in der 15. Spielminute mit seinem dritten Tor tatsächlich den wohl schnellsten Hattrick der Vereinsgeschichte hingelegt. Dieses Mal hatte er seinen Sturmpartner Mario Mugabe als Doppelpasspartner genutzt. Wahnsinn! Jeder Schuss ein Treffer bis hierher.
Dann sollte es eine kurze Zeit etwas ruhiger werden im Gästesechzehner, ehe Mario Mugabe in der 30. Spielminute auf Zuspiel durch Michael Meyer auf 5:0 erhöhte.
In der Folgezeit schossen die Kollerbecker tatsächlich auch zwei Mal aufs Tor, ohne dass es direkt gefallen wäre. Zunächst scheitert Christian Föst mit dem Kopf. Dann zielt der nicht zu bremsende Stefan Klocke knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei.
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Die zweite Halbzeit verlief dann nicht mehr ganz so atemberaubend wie der erste Durchgang. Jetzt sollte die SpVg. Brakel II auch einmal zu ihren kleinen Spielanteilen kommen. Allerdings verpufften ihre Angriffsbemühungen ein ums andere Mal in der dicht gestaffelten Kollerbecker Hintermannschaft. Dabei musste die Verteidigung auf letzter Front meist schon gar nicht mehr eingreifen. Denn die beiden Sechser Christian Föst und vor allem Kapitän Marc Neumann gewannen die Zweikämpfe im Mittelfeld nach Belieben. Als günstig erwies sich in diesem Zusammenhang, dass sich Marc Neumann seine mittlerweile schon obligatorische gelbe Karte wegen Meckerns erst kurz vor Ende der Partie abholte. Gut für die Bierkasse sind solche Aktionen zwar. Weniger gut sind sie jedoch für das Nervenkostüm des Trainers.
Apropos Bierkasse: Eine Kiste Bier gibt der Trainer für jedes „Zu Null“. Die konnte der Bergheimer sich heute sparen, denn das letzte Tor des Tages sollte tatsächlich auf der falschen Seite fallen (80.). Gut, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 8:0 für den SVK stand.
Denn bereits in der 57. Spielminute hatte sich Michael Meyer selbst für seine überragende Leistung belohnt und ein Zuspiel von Pascal Ewers zum 6:0 verwertet. In der 75. Spielminute hatte dann der inzwischen für Stefan Klocke eingewechselte Kevin Mönks sein erstes Tor im Dress der ersten Mannschaft gemacht. Mühe hatte er dabei freilich keine gehabt, denn Christian Föst hatte gleichermaßen mustergültig wie uneigennützig quer gelegt. Aber auch dort muss man ja erst einmal stehen. Für das 8:0 hatte sich dann Lukas Meyer verantwortlich gezeigt, der einen Freistoß seines Bruders mit dem Kopf über die Linie drücken konnte.
Wie gesagt, der Treffer zum 8:1 war dann nur noch Makulatur und nur ein winzig kleiner Flecken auf einer sehr, sehr weißen Weste. Vielleicht genau das Richtige, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren.
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Christian Föst, Martin Rheker, Marc Neumann, Alexander Rheker, Pascal Ewers, Mario Mugabe (60. Lukas Meyer), Torben Rheker, Stefan Klocke (65. Kevin Mönks), Michael Meyer, Mikael Grunwaldt (76. Jens Schölzel)
Wie stark ist der Gegner wirklich? 15 Minute nach Anpfiff war nicht nur Norbert Dölitzsch schlauer (Bild oben)
Die Spieler des SVK spielten anlässlich des Todes von Herbert Beckmann mit Trauerflor (Bild unten)