Dritten Tabellenplatz durch hochverdienten 2:1-Sieg im Derby gegen SV Bredenborn gesichert
(svk) Kollerbeck (krü). Mit einer versöhnlichen Leistung und einem haushoch verdienten 2:1-Sieg verabschiedeten sich die Kollerbecker im letzten Meisterschaftsspiel gegen den Ortsrivalen SV Germania Bredenborn vom Spieljahr 2010/2011. Christian Föst und Stefan Klocke erzielten die Tore zur Sicherung des dritten Tabellenplatzes. Ein schöner Erfolg nach einer Saison, die wunderbar begann, zwischenzeitlich die Herbstmeisterschaft brachte und nach einem Leistungsloch zu Beginn des neuen Jahres ähnlich enttäuschend zu verlaufen drohte wie im letzen Jahr. Doch im entscheidenden Moment fühlten sich die „Grün-Weißen“ an ihrer Ehre gepackt und bogen den Sturz ins Niemandsland der A-Liga-Tabelle um. Der dritte Platz darf mit Fug und Recht als Erfolg und Beweis der wirklichen Leistungsstärke verbucht werden. Mit dem SVK muss auch in der nächsten Spielzeit wieder gerechnet werden!
Das Spiel gegen die Bredenborner Germanen durften die Dölitzsch-Schützlinge auf keinen Fall verlieren, wollten sie auf der Zielgeraden nicht noch den dritten Platz in der Tabelle gegen den SV Aa/Nethetal verlieren. Und dass die Kollerbecker dieses Minimalziel fest im Auge hatten, bewiesen sie über die gesamten 90 Spielminuten. Bredenborn hatte nach fünf Minuten zwar die erste Chance, doch der Aufsetzer, der knapp am Niemeyer-Tor vorbei strich, war auch schon alles, was im ersten Spielabschnitt für „Schwarz-Gelb“ zu verbuchen war. Ansonsten gehörte das Spiel eindeutig dem SVK.
Nach Chancen von Christian Föst (9. Minute) und Lukas Meyer (10.) dauerte es bis zur 20. Spielminute, ehe die Kollerbecker ihre bis dato leichten Spielvorteile in zählbare Münze umwandeln konnten. Christian Föst war es, der nach einem abgewehrten Kopfball von Martin Rheker zur Stelle war und den Abpraller volley zum 1:0 in die Maschen drosch.
Danach waren es nur noch die Kollerbecker, die das Spiel eindeutig bestimmten. Allein die Chancenverwertung muss als deutliches Manko angeführt werden. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Bredenborn nicht einen ausgezeichneten Keeper zwischen den Pfosten gehabt hätte und wenn Kollerbeck konsequenter die zahlreichen Einschussmöglichkeiten verwertet hätte? Selbst ein Ergebnis wie gegen Bergheim (11:0) darf nicht als Utopie gelten. Vor wenigen Wochen zerfielen die Gäste aus dem Steinheimer Becken auch mit zunehmender Spielzeit, als Kollerbeck Chance um Chance im Netz unterbringen konnte.
Doch diesmal gelangen die seinerzeit so schön heraus gespielten Tore nicht und somit wurde aus einem Torfestival ein spannender, packender Sonntagnachmittagskrimi. Krimi deshalb, weil Bredenborn urplötzlich im zweiten Spielabschnitt (69. Spielminute) zum Ausgleich kam. Ein Konter konnte erst noch zur Ecke abgefälscht werden, doch diese Seitenhereingabe deckte ein Manko im Kollerbecker Deckungsgefüge auf, das leider in den abgelaufenen 29 Spielen all zu oft festgestellt werden musste. Die Gäste spielten den Ball ungestört zweimal über das Gehäuse hinweg, ehe endlich ein Gästespieler das Geschenk zum Ausgleich annahm. Hier ist konsequentere Abwehrarbeit und eine souveränere Strafraumbeherrschung von Nöten, will man künftig nach Höherem greifen.
Die Kollerbecker Chancen aufzuzählen, gebietet die Reporterpflicht. Das Ergebnis dieser Chancen möge aber aus erwähntem Grund erspart bleiben. 24. Spielminute Lukas Meyer per Kopf, 25. Minute Lukas Meyer um einen Schritt zu spät, 26. Spielminute Pascal Ewers aus der Drehung, 36. Spielminute Großrettungsaktion des Bredenborner Keepers, 41. Minute erneut Pascal Ewers und mit dem Pausenpfiff Torben Rheker.
Im zweiten Spielabschnitt drehten die Grün-Weißen noch mehr auf. Michael Meyer (46.), Torben Rheker (56.), Lukas Meyer (62.), Christian Föst (66. und 67.) und in der 81. Minute Martin Rheker hatten die deutlichsten Einschussmöglichkeiten. Dass diese mangelhafte Chancenverwertung nicht bestraft wurde, war dann dem 2:1 durch Stefan Klocke in der 79. Minute zu verdanken. Nach einem Konter hatte der Kollerbecker Mittelstürmer aber auch noch Glück, als sein Schuss entscheidend von einem gegnerischen Bein abgefälscht wurde und Kollerbeck somit den dritten Platz zementieren konnte.
Dass dieser Treffer dann am Ende reichte, war nicht nur überaus verdient, sondern damit wurde letztendlich eine Saison versöhnlich abgeschlossen, die zwar mehr hätte bringen können, die aber nüchtern betrachtet das Leistungsvermögen im abgelaufenen Spieljahr widerspiegelt. Dass mehr drin ist, werden alle Spieler und Trainer Norbert Dölitzsch wissen. Und sie werden auch wissen, wie dieses Mehr zu erreichen sein wird…
Für den SV Kollerbeck spielten: Sascha Niemeier, Martin Rheker, Mikael Grunwaldt, Alex Rheker, Michael Meyer, Christian Föst, Marc Neumann, Torben Rheker (89. Artur Razlaf), Pascal Ewers, Lukas Meyer (79. Jens Schölzel), Stefan Klocke (89. Benedikt Lange).