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29.04.2011

1:4-Schlappe beim Candle-Light-Dinner in Pömbsen

Wiederholungsspiel steht im Raum

(svk)

Pömbsen (krü) Über Langeweile konnten sich die wenigen Kollerbecker Fans beim Nachholspiel am Freitagabend gegen Alhausen/Pömbsen wahrlich nicht beklagen. Es war allerdings weniger die Leistung der Grün-Weißen, die für Unterhaltung sorgte, als vielmehr die Begleitumstände bei der deprimierenden 1:4-Niederlage in Pömbsen. Nach einer halbstündigen Verletzungspause hätte der Schiri eigentlich sofort abbrechen müssen, weil die hereinbrechende Dunkelheit ein reguläres Spiel nicht mehr zuließ und die Funzelbeleuchtung selbst nach Aussage des Pömbser Vereinsverantwortlichen Friedhelm Möller nicht für ein offizielles Meisterschaftsspiel zugelassen ist. Frühzeitig hat deswegen SVK-Geschäftsführer Alexander Stecker Staffelleiter Adolf Muhr kontaktiert. Ob es nun zum Wiederholungsspiel kommt, ist noch nicht sicher. Sicher ist allein, dass Kollerbeck eine völlig unnötige Klatsche einstecken musste.

In einem insgesamt schwachen A-Liga-Spiel hatte die Dölitzsch-Truppe doppelt so viele Einschussmöglichkeiten wie der Gastgeber Alhausen/Pömbsen. Doch wie es oft so ist,   wenn man den Ball nicht im Gehäuse des Gegenparts unterbringen kann,  so war es auch gegen die Beineke-Elf im Bergdorf. Kollerbeck hatte die Chancen, Alhausen/Pömbsen machte die Tore. Und das gleich in vierfacher Ausführung.
Vor dem Spiel standen die Zeichen für Kollerbeck weiterhin nicht all zu gut. Neben den schon länger verletzten Meyer-Brüdern Michael und Lukas fiel auch noch Kapitän Marc Neumann aus und Slava Neskoromny kam auch erst nach mehr als einer Stunde. Eine Schwächung, die die Grün-Weißen mit ihrem kleinen Kader einfach nicht wegstecken können. Bemerkenswert hierbei ist, dass der 49-jährige Meinolf Köhne 90 Minuten durchspielte, ein wirklich tolles Spiel machte und am Ende sogar noch für das einzige Kollerbecker Tor verantwortlich zeichnete.
 
Trotz dieser nicht gerade berauschenden Rahmenbedingungen war Kollerbeck aber dennoch über gut und gerne 75 Minuten die spielbestimmendere Mannschaft. Das lag weniger an einer herausragenden Spielweise, als vielmehr an dem noch schwächeren Gegner. Die Aggressivität, das Pressing und die schnelle Spielweise vergangener Zeiten  scheint Alhausen/Pömbsen gänzlich abhanden gekommen zu sein. Sie war einfach nicht mehr wieder zu erkennen, die Beineke-Truppe.
 
Zu Beginn hatte Kollerbeck deutliche spielerische Vorteile gegenüber dem Gastgeber. Und niemand hätte sich beschwert, wenn es bereits nach 9 Minuten 1:0 gestanden hätte. Aber Mittelstürmer Stefan Klocke vergab eine Zuckervorlage von Meinolf Köhne quasi in Elfmeterposition. Überhaupt war es am Freitag Stefan Klocke, der immer wieder auffiel. Leider nicht durch die in der Vorrunde noch so zahlreichen Tore, sondern diesmal mehr durch das Auslassen größter Chancen. Am Ende waren es derer acht, die auf dem Notizblock festgehalten waren.
Und wenn es auch noch so abgedroschen klingen mag. Alhausen/Pömbsen bedankte sich für die Kollerbecker Nachlässigkeiten ohne Pardon. Das 1:0 in der 14. Minute war ein 30-Meter-Freistoss von Stefan Zänger, der zur Verwunderung fast aller Zuschauer im Kollerbecker Netz einschlug. Wie dieser Ball reingehen konnte, kann wohl nur der Alhausen/Pömbser Trainer Beineke erklären. Er meinte nämlich, Sascha Niemeier habe ihn nicht sehen können…
Bis zum Pausenwechsel ließ sich der SVK durch dieses Tor ein wenig aus der Fassung bringen und so war das 2:0 nur eine viertel Stunde später die logische Konsequenz. Eine Abseitsreklamation brachte die Kollerbecker mehr als den Gastgeber durcheinander und schon war eine erste Vorentscheidung gefallen.
Nach dem Wechsel begann der SVK ähnlich spielbestimmend wie im ersten Abschnitt. Hier kam es dann im Fünf-Minutentakt zu den bereits erwähnten dicken Einschussmöglichkeiten für Grün-Weiß. Auch durch eine etwa halbstündige Verletzungsunterbrechung  ließen sich die Dölitzsch-Jungs nicht beeindrucken. Trotz Dunkelheit und aufziehender Gewitter ergaben sich immer wieder Großchancen. Doch nur dem überlegt und souverän aufspielenden „Oldie“ Meinolf Köhne gelang es, den Ball per Kopf im Tor des SV Alhausen/Pömbsen  unter zu bringen (57. Spielminute). 
 
Allerdings platzte in die nun einsetzende Drangperiode des SVK das 3:1 in der 70. Minute dazwischen. Damit war das Spiel dann weitgehend gelaufen. Das 4:1 in der Schlussminute tat dann dem Desaster auch keinen Abbruch mehr. Und selbst wenn der SVK eine neue Chance durch ein Wiederholungsspiel bekommt. An der Dunkelheit hat es auf jeden Fall nicht gelegen, dass es die 1:4-Klatsche gegeben hat. Vielmehr an der unzureichenden Chancenverwertung und der insgesamt deutlich schwächeren Leistung, als man sie noch in der Hinrunde präsentierte. Erklärbar ist hier vieles aber nicht alles durch die Verletztenmisere. Fakt ist aber auch, dass der immer wieder erwähnte viel zu kleine Kader nicht bezirksligatauglich ist.
 
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Alexander Rheker, Torben Rheker, Martin Rheker, Artur Ratzlaf (69. Slava Neskoromny),  Meinolf Köhne,  Pascal Ewers, Mikael Grunwaldt, Christian Föst, Jens Schölzel (55. Benedict Lange), Stefan Klocke