Schaurig anzuschauen! Aber drei Punkte sind drei Punkte
Damenmannschaft siegt in Pivitsheide 2:1
(svk) Bei 28 Grad und Sonnenschein pur waren die Damen ohne Ersatzspieler nach Pivitsheide aufgebrochen. Sabine beruflich verhindert, Christin und Sophie fielen krankheitsbedingt aus. Wie sollte Kollerbeck ohne vollständigen Sturm nach vorne erfolgreich auftreten?
Von Beginn an traten die SVK-Spielerinnen mehr Luftlöcher, als dass sie das Leder berührten. Pivitsheide, vorletzter in der Tabelle, merkte schnell, dass Kollerbeck auf sämtlichen Positionen ins Schwimmen geriet, sobald der SVK bedrängt wurde. Anstatt kurze Pässe zu nahe stehenden Mitspielern zu spielen, wurden lange Bälle getreten, die umgehend von Pivitsheide zurück in die Kollerbecker Hälfte gespielt wurden. Abschläge von Pivitsheide durften ungehindert dreimal auf dem harten Rasenplatz auftippen, bevor von Kollerbeck eine Reaktion erfolgte.
Für die Zuschauer ein fast unzumutbarer Auftritt. Möglichkeiten in Führung zu gehen, zum Beispiel eine von Carolin getretene Ecke konnte von Kathi nur an die Latte geköpft werden und den daraus resultierenden Abpraller konnte Franzi nicht versenken. Endlich, kurz vor der Halbzeitpause war es dann wieder Carolin, die den Ball von der Eckfahne in den Sechzehner trat und diesmal konnte Kathi erfolgreich einlochen. 1:0 Kollerbeck.
Anstatt jedoch nach der Halbzeitpause konzentriert aufzutreten, lud man den Gegner förmlich zum Ausgleich ein, was dieser nach einem weiten Einwurf dann auch tat. 1:1 in der 55. Spielminute. Kollerbeck erstmal geschockt, jedoch wachgerüttelt. Jetzt hieß es, Ordnung ins Spiel bringen und Angriffe aufbauen. Diese kamen auch zustande, waren jedoch so harmlos, dass sie von der Torhüterin abgefangen wurden, sofern sie von den SVK-Spielerinnen nicht selbst neben oder übers Tor geschossen wurden.
Erst eine gelb-rote Karte wegen Foulspiels und meckern auf Pivitsheider Seite brachte die Wende. Chrissi nun zusätzlich im Sturm, hatte das 2:1 schon auf dem rechten Schuh, wurde jedoch von der Torhüterin aufgehalten. In der 84. Spielminute war es dann Carolin, die sich noch einmal mit letzter Kraft auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball genau auf Franzi spielte, die diese volley unhaltbar in die untere rechte Torecke schoss. Der Jubel war riesig. In den letzten sechs Spielminuten konnte die Führung verteidigt werden.
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Ebru Özdemir, Katharina Brisgies, Janina Seelig, Carolin Stecker, Franziska Klocke, Anna Wiechers, Melanie Mönks, Linda Reinhard, Christina Behrend, Iris Rua Blanco, Anja Multhaup