17.04.2011
Erneut herber Rückschlag im Meisterschaftsrennen
SVK spielt in Fürstenau 1:1
(svk) Innerhalb von nur acht Tagen nach der Niederlage gegen Brenkhausen musste der SVK gleich den zweiten Tiefschlag in Sachen Aufstieg einstecken. In Fürstenau kamen die Männer um Trainer Norbert Dölitzsch nicht über ein 1:1. hinaus. Und das, obwohl Sie über lange Phasen das Spiel im Griff zu haben schienen. So aber reichte das Tor von Pascal Ewers leider nur zu einem Punkt.

Doch wie kam es, dass die Partie bis zu dieser achtzigsten Spielminute noch immer nicht zugunsten der Grün-Weißen entschieden war? Schuld daran war einmal mehr die suboptimale Chancenauswertung, die bereits in der 2. Spielminute kurz aufflackerte.
Doch kann man Slava Neskoromny in dieser Situation ebenso wenig einen Vorwurf machen wie nur fünf Minuten später Pascal Ewers. Beide versuchten ihr Glück aus annähernd 20 Metern. Beide Bälle flogen nur jeweils knapp am langen Pfosten vorbei. Nicht schlimm. Noch war ja genug Zeit.
Deswegen schlugen die Emotionen auch nicht allzu hoch, als wiederum Pascal Ewers in der 18. Spielminute die nächste sehr gute Einschussgelegenheit nicht nutzen konnte. Allein vor dem Torwart stehend versuchte er die Ablage auf einen mitgereisten Kollegen. Der eigene Abschluss wäre hier – aber im Rückblick ist das natürlich immer leicht gesagt - mit Sicherheit die bessere Wahl gewesen.
In der 24. Spielminute kam der Gastgeber erstmals gefährlich vor das Kollerbecker Tor. Ein Freistoß aus gut zwanzig Metern ging allerdings auch knapp am Pfosten vorbei.
In der 27. Spielminute scheiterte auch noch Christian Föst, im Übrigen gebürtiger Bödexer, mit seinem unglücklicherweise etwas unplatzierten Kopfstoß in die Arme des Keepers, ehe Pascal Ewers in der 32. Spielminute dann doch endlich das 1:0 besorgte. Ausgangspunkt war ein sehr dreistes Fürstenauer Handspiel unweit der Mittellinie, das zum Freistoß von Michael Meyer und zum Kopfstoß von Pascal Ewers in die Maschen führte. Na bitte. Geht doch!
Auch Stefan Klocke hätte noch kurz vor der Halbzeit seine Bude machen können, als er aus 23 Metern einfach mal abzieht. Doch auch er scheitert und es bleibt beim 1:0 zur Halbzeit. Mit dem Spiel konnte man zu diesem Zeitpunkt aus Kollerbecker Sicht zufrieden sein. Ein bis zwei Tore mehr hätten es aber durchaus sein können. Aber sei es drum. Wenn der Kasten jetzt sauber bleibt, dann passt ja alles. Das tat er jedoch nicht.
Denn in der 61. Spielminute hieß es aus heiterem Himmel 1:1. Ein Fürstenauer Verteidiger hatte sich den Ball in der eigenen Defensive ergattert und war mit demselben relativ unbedrängt durch das Kollerbecker Mittelfeld marschiert. Gut, dass Jens Schölzel in allerletzter Sekunde mit einer ziemlich gewagten Grätsche den Einschlag verhindern konnte. Blöd nur, dass dies auf Kosten einer Ecke passierte, die nämlich zum direkten Gegentor führt. Noch jetzt kann man sich fragen, wie der Schütze so mutterseelenallein am langen Pfosten warten konnte.
Aber sei es drum, die Grün-Weißen schmissen nach und nach alles nach Vorne. Und auch Chancen ergaben sich noch. Doch sei es Michael Meyer (63. und 75.), Stefan Klocke (64.) oder auch Martin Rheker (80.). Sie alle schafften es nicht, den Ball noch einmal über die Linie zu drücken.
Alles hätte trotzdem noch gut gehen können, wenn Paul Meier dann diesen Elfmeter in der 80. Spielminute gepfiffen hätte. Doch Konjunktive haben im Fußball keinen Bestand. Der Schiedsrichter tat es nicht und fertig.
Auch die direkt im Anschluss erfolgten Wechsel auf Kollerbecker Seite brachten keine Ergebnisänderung mehr. Wohl aber einige hochgezogene Augenbrauen. Denn in den letzten zehn Minuten standen auf dem Platz der 40-jährige Jochen Mönks und der seit acht Jahren nicht mehr spielerisch tätige Steffen Rheker. Der hatte sogar in der 85. Spielminute die ganz große Chance, Mann des Spiels zu werden. Doch auch sein Schuss aus 11 Metern ging knapp am Tor vorbei.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch der Gastgeber im Schlagabtausch der Schlussviertelstunde zu Treffern hätte kommen können. Und so müsste man fast schon wieder zufrieden sein mit diesem Punkt. Man kann es aber nicht.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Torben Rheker, Michael Meyer, Alexander Rheker, Jens Schölzel (82. Jochen Mönks), Slava Neskoromny (82. Steffen Rheker), Pascal Ewers, Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke, Martin Rheker, Christian Föst
Zu dem Zeitpunkt war noch alles in Ordnung: Norbert Dölitzsch stellt seine Mannschaft auf die zweite Halbzeit ein