03.04.2011
Tabellenspitze souverän verteidigt
SVK siegt in Lauenförde 2:0
(svk) Lauenförde (krü). Die Tabellenspitze steht weiterhin! In einem überlegen geführten Spiel gewannen die Kollerbecker beim abstiegsgefährdeten SC aus Lauenförde durch Tore von Artur Razlaf und Stefan Klocke mit 2:0. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte gut und gerne auch ein 5:0 oder 7:0 für die Grün-Weißen beim Gastspiel in Niedersachsen herausspringen können. Um die Lauenförder muss man bei der Leistung vom ersten April-Sonntag große Angst haben. Selbst als Spielertrainer Andreas Wegener zur Halbzeit ins Spiel kam, wurde das Spiel für den SCL nicht besser.
Kollerbeck hatte das Spiel von der ersten bis zur letzten Spielminute klar im Griff. Mit offensivem Tackling und Pressing schon in der Hälfte des Gegners ließen die Dölitzsch-Jungs gar keinen Zweifel daran aufkommen, wer die drei Punkte haben wollte. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass es nach acht Minuten schon 1:0 für den SVK stand.
Torben Rheker hatte früh am Sechszehner attackiert, sich schön durch die Abwehr getankt und sein Zuspiel auf kürzestem Raum vollendete Neuzugang Artur Razlaf in seinem ersten Spiel von Beginn an, indem er den Ball unter der Sohle durchlaufen ließ und mit dem Rücken zum Tor im Netz versenkte. Eine Führung, die dem Spiel Ruhe und Sicherheit geben sollte. Doch quasi im Gegenzug schäpperte es urplötzlich bedrohlich, als die Lauenförder mit ihrer ersten offensiven Aktion das Leder gegen den Pfosten bugsierten. Doch bei dieser frühen Chance sollte es auch lange Zeit bleiben.
Kollerbeck hatte die auffälligsten Aktionen immer dann, wenn die beiden Offensivkräfte Lukas Meyer und Stefan Klocke in Ballbesitz waren. Unerklärlich, wie der SCL den beiden soviel Raum gewähren konnte.
Bis zum Seitenwechsel bot sich den vielen mitgereisten Kollerbecker Fans weitgehend das gleiche Bild. Kollerbeck dominierte Ball und Gegner, doch das erlösende zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Die besten Chancen hatten in dieser Phase Stefan Klocke und Lukas Meyer in der 24. und 25. Spielminute, sowie Martin Rheker nach knapp einer halben Stunde.
Nach dem Wechsel erhöhten die Kollerbecker ihr Tempo und den dadurch entstehenden Druck. Michael Meyer (48.) nach Vorarbeit Torben Rheker, Lukas Meyer (53.) nach Zuspiel von Stefan Klocke mit Volleyschuß unter die Querlatte und erneut Lukas Meyer auf Vorlage seines Bruders Michael schafften es unisono nicht, das Leder am hektischen Lauenförder Keeper vorbei zu bringen. Pech in der 56. Spielminute, als sich Lukas Meyer bei seiner letzten Großchance ohne Feindeinwirkung verletzte.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich seine Verletzung als nicht mehr als eine Zerrung herausstellt, denn in der Form der letzten Wochen ist der Lockenkopf aus Bönekenberg unersetzlich im Offensivspiel des Spitzenreiters. Und das dann auch noch eine Woche vor dem Gipfeltreffen gegen Brenkhausen/Bosseborn. Gar nicht dran zu denken, wenn er ausfallen sollte.
Für ein wenig mehr Beruhigung sorgte dann kurz nach Lukas Meyers Auswechslung Goalgetter Stefan Klocke. Einen schnellen Konter erlief sich der agile und jederzeit brandgefährliche Mittelstürmer des SVK einen Schritt vor dem Keeper des SC. Sein gekonnter Heber 30 Meter vor dem Tor fand dann zum Aufatmen für die Kollerbecker Fans den Weg ins leere Tor. 2:0 in der 58. Spielminute.
Bis zum Abpfiff des besonnen und ruhig pfeifenden Unparteiischen hatte Kollerbeck noch mindestens vier so genannte hunderprozentige Einschussmöglichkeiten, doch die zerfahren und hilflos wirkenden Niedersachsen überstanden die Kollerbecker Druck- und Konterphasen mit einer gehörigen Portion Glück. Artur Ratzlaf in der 62. Spielminute frei vor dem Gastgeber-Kasten, Stefan Klocke (65. und 67.) und Pascal Ewers in der 82. Minute mit dem zweiten Schuss ans Aluminium zeichneten für die größten Torchancen bis zum Abpfiff verantwortlich.
Kollerbeck zeigte bei den insgesamt enttäuschenden Lauenfördern eine souveräne und überzeugende Leistung. Vom letzten Mann bis zur Sturmspitze waren alle eingesetzten Spieler jederzeit ihren Gegenspielern klar überlegen.
Sascha Niemeier machte mit tollen Paraden die wenigen Angriffe der Lauenförder zunichte. In der Abwehr brillierten vor allem Martin Rheker und Mika Grunwald, im Mittelfeld bauten Christian Föst und Michael Meyer das Spiel ruhig und überlegt auf und Torben Rheker zeichnete für die Abteilung Attacke verantwortlich. Seine kurzen Sprints auf die ballführenden Verteidiger unterbanden jedes Spiel beim SC Lauenförde.
In der Spitze hatte der SVK mit Lukas Meyer und Stefan Klocke am Sonntag zwei jederzeit brandgefährliche Angreifer, die nicht nur für die Tore und Chancen verantwortlich zeichneten, sondern auch immer anspielbar waren und aus dem Raum, den man ihnen ließ, sehr viel machten.
Die Aufstellung des SV Kollerbeck: Sascha Niemeier, Alexander Rheker, Martin Rheker, Christian Foest, Lukas Meyer (58. Slava Neskoromny), Michael Meyer, Torbern Rheker (86. Benedikt Lange), Stefan Klocke, Artur Razlaf (78. Jens Schölzel), Pascal Ewers und Mikael Grunwald.
Besser können Neuzugänge nicht einschlagen: Nach Christian Foest in der Vorwoche erzielte Artur Razlaf (Bild) in Lauenförde das wichtige 1:0