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20.03.2011

3:2-Arbeitssieg bei TIG Brakel

Zweimal zurück gelegen

(svk) Istrup (krü). Puuh! Bis weit ins Istruper Tal konnte man nach dem Spiel die Kollerbecker Fans und Spieler aufatmen hören. Praktisch bis zur letzten Sekunde stand der Kollerbecker 3:2-Sieg gegen die TIG Brakel auf des Messers Schneide. In einer kampfbetonten, mit zunehmender Spielzeit hektischer werdenden Partie avancierten die Meyer-Brüder aus Bönekenberg zu Matchwinnern. Erst egalisierte Lukas die überaus glückliche Führung der Türken. Dann war es Michael, der erneut gegen die TIG ausglich  und sieben Minuten vor Spielende wurde Lukas Meyer im Sechszehner gefoult und Pascal Ewers schoss den fälligen Elfer zum verdienten 3:2 in die Maschen.

Dass es auf der schwer bespielbaren Istruper Asche keine Wiederholung des 7:0-Hinspielresultates werden würde, war allen Beteiligten schnell klar. Kollerbeck war zwar immer die spielbestimmende Mannschaft, aber nach Vorne hin fehlte einfach die Durchschlagskraft.  So waren in der ersten Spielhälfte ganze zwei Chancen für Grün-Weiß zu verzeichnen. Torben Rheker und Pascal Ewers prüften früh mit Distanzschüssen den Brakeler Torhüter, doch aus den Abprallern konnte niemand Profit ziehen. 
Und so kam es, wie es gewöhnlich immer kommt, wenn die feldüberlegene Mannschaft nicht den Weg ins Tor findet. Einen Freistoß von TIG-Spielertrainer Arif Göral konnte Sascha Niemeyer in der 22. Minute noch aus dem Winkel boxen, aber mit dem Pausenpfiff war es dann geschehen. Erst konnte Sascha Niemeyer einen Konter der Gastgeber noch abwehren, doch den Abpraller nutzte der aufgerückte türkische Rechtsverteidiger zum schmeichelhaften 1:0-Pausenstand.
 
Nach dem Wechsel erhöhte Kollerbeck den Druck, aber zählbare Resultate oder wenigstens mehr Chancen als in Durchgang eins wollten zunächst nicht dabei herausspringen. Die Türken störten ständig alle mühsamen Spielaufbauversuche und unkonzentrierte Abspielfehler taten das Übrige zu einem durchwachsenen Spiel hinzu. Aber ab Minute 70 kam dann doch richtig Dampf ins Spiel. Erst waren es die Brakeler Türken, die einen Konter fast zum 2:0 verwandelten, doch praktisch im Gegenzug war endlich Lukas Meyer mit einem überlegten 18-Meter-Flachschuß (71. Minute) ins rechte untere Eck erfolgreich.
 
Danach überschlugen sich die Ereignisse. Brakel konterte den Ausgleich umgehend, indem Arif Göral einen Freistoß unhaltbar über die Mauer hinweg im Winkel versenkte. Aber auch dieser Spielstand war schnell Makulatur. Nicht einmal 100 Sekunden später war es Michael Meyer, der es dem Brakeler Spielertrainer nach machte und ebenfalls einen Freistoß direkt zum 2:2 einnetzte. Im Anschluss an diesen abermaligen Ausgleich kam es zu kleineren Tumulten, als Torben Rheker gestoßen und bespuckt wurde. Doch irgendwie ging das Spiel dann doch weiter.
 
Die alles entscheidende Szene kam dann 7 Minuten vor dem Ende. Lukas Meyer wurde steil im Sechszehner angespielt und der TIG-Libero wusste sich nicht anders als durch Foul zu helfen. Elfmeter und 3:2 durch Pascal Ewers! Dass die Türken danach ihrerseits noch einmal alles versuchten, um wenigstens einen Punkt auf eigenem Platz zu behalten, darf nicht weiter überraschen. Doch trotz hektischer Angriffe, zahlreicher Spielunterbrechungen wegen Foulspiels und einer gelb-roten Karte wegen übermotivierten Meckerns (Marc Neumann, 90. Minute) blieb es am Ende beim verdienten 3:2 für Kollerbeck.
 
Unter dem Strich nahm der Herbstmeister die drei Punkte verdient mit nach Hause. Allerdings dürfen trotz des schwer bespielbaren Holperplatzes die spielerischen Defizite nicht übersehen werden. Vieles blieb Stückwerk und mehr dem Zufall überlassen. Aber auch solche Spiele müssen erst einmal gewonnen werden. Und das gelang nur, weil sich die Kollerbecker mit zunehmender Spielzeit mehr ins Spiel rein knieten und den Sieg mit Kampf und Einsatzwillen unter Dach und Fach brachten.

Die Grün-Weißen gewannen in in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Torben Rheker, Michael Meyer, Christian Föst, Lukas Meyer, Benedikt Lange (79. Slava Neskoromny), Marc Neumann, Pascal Ewers, Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke, Martin Rheker