08.10.2010
SVK verliert Spitzenspiel in Stahle
FC Stahle – SVK 2:0
(svk) Jede Serie reißt einmal. Und sei sie auch noch so schön. Im zehnten Saisonspiel kassiert der SVK seine erste Niederlage. Der SVK fand trotz drückender Feldüberlegenheit in der zweiten Halbzeit nie die Mittel, um zwingende Torchancen herauszuarbeiten. Und wenn dann der FC Stahle seine zwei Chancen – eine davon in der Nachspielzeit – gnadenlos nutzt und der SVK auf der Gegenseite seine ganz wenigen Torgelegenheiten liegen lässt, dann gewinnt im Fußball eben die Mannschaft mit den beiden Toren. So einfach ist das.


Der SVK hatte also bis auf die Anfangsphase mehr Ballbesitz und versuchte, das Spiel sauber aufzuziehen. Allein es wollte nicht gelingen. Zumindest nicht bis vor das Gästetor. Denn kam auch ab und zu mal eine Flanke in den Stahler Strafraum geflogen, so fehlten dort die Abnehmer.
So tröpfelte die erste Halbzeit so vor sich hin. Sie hätte auch so weiter getröpfelt, wenn nicht auf einmal aus heiterem Himmel das 1:0 für den Gastgeber gefallen wäre.
Das Spiel schrieb die 35. Spielminute, als sowohl Alexander Rheker als auch Mikael Grunwaldt am Ball vorbei schlugen. „Platzfehler!“ Da waren sich beide einig. Doch sei es drum. der Stahler Stürmer ließ aus acht Metern nichts anbrennen und schob ein.
Die Restzeit bis zur Pause wurde dann etwas unterhaltsamer, denn sowohl der FC Stahle als auch der SVK in Person von Lukas Meyer, Torben Rheker und insbesondere Niklas Rheker hatten jetzt Möglichkeiten zum Torerfolg. Diese wurden jedoch allesamt nicht genutzt, sodass es mit dem knappen Rückstand in die Kabine ging.
Dort versuchte Norbert Dölitzsch zunächst einmal, seine Jungs wieder aufzurichten: „Kopf hoch, Jungs. Es ist noch nichts passiert! Dass das hier nicht leicht werden würde, war uns doch von vornherein klar. Wir haben noch 45 Minuten Zeit, ein Tor zu machen. Lasst uns ja nicht den Fehler machen und schon jetzt alles auf eine Karte zu setzen. Auch mit einem Unentschieden können wir sehr gut leben!“
Das allerdings sollte heute nichts mehr werden. Zwar wurde der Kollerbecker Druck im Laufe der zweiten Halbzeit größer und größer und die Gastgeber konnten sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien, doch auch jetzt vermochte es der SVK nicht, sich Chancen zu erspielen. Klar flogen da viele Bälle in den Stahler Strafraum. Doch so richtig gefährlich wurde es eigentlich nie,
Und so spielte sich der Aufreger der Partie auch eher an der Seitenauslinie direkt unter den 120 Augen der Kollerbecker Anhänger rund um die Spielminute 55 ab. Hauptakteur war der Stahler Spieler mit der Nummer vier auf dem Rücken. Zunächst die bösen gestreckten Beine gegen Torben Rheker. Der Übeltäter kommt noch so eben mit einer dunkelgelben Karte davon. Nur zwei Minuten später das taktische Foul gegen Lukas Meyer, ohne Möglichkeit an den Ball zu kommen. Der Schiedsrichter hat bei dieser Art von Regelverstoß eigentlich keinen Ermessensspielraum mehr, redet dann jedoch mehrere Sekunden auf den Spieler ein und lässt sämtliche Karten dort, wo sie sitzen. Wiederum zwei Minuten später wird der Spieler mit der Nummer vier unter Applaus der Stahler Spieler und Zuschauer ausgewechselt. Für ihn kommt ein neuer Spieler.Glück gehabt!
Apropos Glück: Machen wir es kurz. Der SVK hatte heute keines mehr. Dafür aber der FC Stahle, der noch nicht einmal per Konter das alles entscheidende Tor macht, obwohl der SVK schon lange alle Schotten aufgemacht hatte. Für das 2:0 musste also ein Freistoß in der neunzigsten Spielminute herhalten. Es spielte keine Rolle mehr.
Der SVK verliert also mit 0:2 und am Ende muss man einfach so fair sein und zugeben, dass der FC Stahle heute eben seine zwei Chancen nutzte, während unsere Jungs ihre ganz wenigen Chancen liegen ließen. Also Mund abwischen und weiter machen.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Torben Rheker (87. Benedict Lange), Martin Rheker, Alexander Rheker, Lukas Meyer (81. Jan Durgeloh), Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke
Eigentlich sind sie doch so schön,die Flutlichspiele, nur muss das Ergebnis auch stimmen...