Kollerbeck konstant
Sonntag, 15:00: SVK empfängt Fürstenau/Bödexen
(svk) Die Höxteraber Kreisliga A, sie spielt verrückt im Moment. Zu beobachten ist dies beispielsweise regelmäßig sonntagabends in der Kollerbecker Vereinskneipe „Zum Fuhrmann“. Trudeln dort nämlich die Spielergebnisse vom Nachmittag ein, so sieht man es allerorts beim Studium der Resultate: das staunende Kopfschütteln.
Denn mitunter ist es nicht leicht nachzuvollziehen, was da im Einzelnen auf den Sportplätzen des Kreises zuvor passiert ist. Da geht beispielsweise ein TuS Hembsen am Donnerstagabend mit 1:7 in Brenkhausen unter, nur um drei Tage später den starken FC Stahle mit 2:1 zu bezwingen. Aber auch ansonsten gilt das, was die Bundesliga im Vergleich zu anderen europäischen Ligen seit Jahren auszeichnet: Jeder kann jeden schlagen. In der Höxteraner Kreisliga A heißt das übersetzt: Nur Kollerbeck und Altenbergen spielen konstant.
Während der SV Altenbergen/Vörden jedoch für die negative Kontinuität in der Liga sorgt, kann die Dölitzsch-Elf als Spitzenreiter mittlerweile eine überaus positive Bilanz vorweisen. Sechs Siege und ein Unentschieden in sieben Spielen stehen zu Buche. Von einem Traumstart mag der Trainer trotzdem nicht reden: „Sicherlich ist es schön, dass wir sechs von sieben Spielen gewonnen haben. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Alle müssen sich immer wieder neu motivieren und sich nicht auf Erfolgen ausruhen.“ Angesprochen auf die für Kollerbecker Verhältnisse sensationelle Gegentorquote zeigt sich Norbert Dölitzsch dann doch ein wenig stolz auf seine Jungs: „Letzte Saison in dreißig Spielen vier Mal zu Null. Jetzt bereits fünf Mal ohne Gegentreffer. Diese Bilanz kann sich die gesamte Mannschaft auf die Fahne schreiben. Alle arbeiten für ein besseres Ergebnis. Die Abwehr muss stehen. Denn ein Tor erzielen können wir jederzeit. Persönlich freut es mich, dass die Viererkette immer besser wird.“
Nun stehen also bereits 19 Punkte auf der Habenseite des SVK-Kontos. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es zur Winterpause 28 Punkte, die dem SVK zur „Herbstmeisterschaft“ reichten. Wenn es also nach den Wünschen der Kollerbecker Anhänger geht, dann kann das durchaus so weiter gehen wie zuletzt auch gegen Lauenförde und Brenkhausen.
Apropos Lauenförde und Brenkhausen. Norbert Dölitzsch war mit beiden Spielen zufrieden: „Das Spiel gegen Lauenförde war ein enges Spiel mit dem besseren Ende für unsere Mannschaft. Lauenförde in Bestbesetzung ist immer ein harter Brocken. Ich erinnere mich, dass Kollerbeck in der letzten Saison beide Spiele verloren hat. Bedingt durch einige Nachlässigkeiten in unserer Abwehr hätte das Match auch dieses Mal durchaus kippen können. In Brenkhausen haben wir dann von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert gearbeitet und dem Gegner nur in der 79. Minute eine halbe Torchance gestattet. Sicherlich war es kein schönes Spiel, aber bei Mannschaften auf Augenhöhe ist das selten der Fall. Wir haben verdient gewonnen und die taktischen Vorgaben glänzend umgesetzt. Bedanken möchte ich mich aber auch noch ganz herzlich bei den vielen Fans, die uns lautstark unterstützt haben.“
Am Sonntag ist nun mit dem SV Fürstenau/Bödexen die Mannschaft von jenseits des Köterbergs zu Gast im Kollerbecker Rehbergstadion. Norbert Döltzsch freut sich auf ein weiteres Derby, warnt aber auch: „Fürstenau ist ein unangenehmer Gegner, der zur Zeit auf Platz sechs steht. Immerhin konnten die Spieler um Trainer Thomas Kalsdorf bereits Bredenborn und Stahle mit 3:2 schlagen.“ Demnach ist also Vorsicht geboten!
Erst seit dieser Spielzeit Stammkraft in der "Ersten" und bereits jetzt fast nicht mehr wegzudenken: Martin "Kiesel" Rheker