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12.09.2010

Lukas’ langes Bein zum Sieg

SVK siegt in Brenkhausen mit 1:0

(svk) Lukas Meyer heißt der Mann des Tages. Sein Tor in der zehnten Spielminute im Spitzenspiel gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn sollte das einzige sein an diesem Tag. Und so festigt der SVK seine Spitzenposition und hat nach sieben Spielen bereits sechs Punkte Vorsprung vor Brenkhausen. Wer das vor Ligabeginn vorher gesehen hat, der sollte sich zumindest mit dem Gedanken befassen, Lotto zu spielen.

Alter Schwede, was sind die Brenkhäuser abgegangen am vergangenen Donnerstag. Norbert Dölitzsch und seine Spieler hatten sich das Nachholspiel des Bezirksligaabsteigers gegen den TuS Hembsen nicht entgehen lassen. Und so hatte man einen SV Brenkhausen gesehen, der seinen Gegner in beeindruckender Art und Weise auseinander genommen und schlussendlich auch in der Höhe verdient mit 7:1 besiegt hatte. Zugegeben, die Hembser hatten auch einen völlig verbrauchten Tag erwischt. Aber trotzdem, sieben Tore wollen auch erst einmal geschossen werden.

Also hat sich unsere Mannschaft zunächst einmal vorgenommen, aus einer sicheren Abwehr heraus zu agieren. Das gelang auch ansatzlos, sodass der Gastgeber – wir nehmen es vorweg – erst in der 82. Spielminute seine erste und einzige richtig gute Chance erarbeiten konnte. Alles andere vorher war zwar Druck, doch was daraus resultierte, waren überwiegend Verzweiflungsschüsse aus dem zweiten, manchmal gar aus drittem Glied.

Ganz anders zumindest in der ersten Halbzeit der SVK. Der setzte ganz gezielt auf Nadelstiche und kam bereits in der zehnten Minute zum Tor des Tages. Michael Meyer war halb links gefoult worden und hatte den Freistoß selber lang in den Sechzehner gebracht. Dort hatte unter anderem sein Bruder Lukas gelauert, der den Schritt Richtung Ball machte und demselben mit dem langen Bein den entscheidenden Impuls gab. Quälend langsam unter den Blicken aus 200 Augenpaaren hoppelte und kullerte der Ball in Richtung des gegnerischen Tores und schließlich zum Jubel der etwa 60 Kollerbecker Kehlen über die Linie. 1:0!

Bereits zwei Minuten später hätte es auch gut und gerne 2:0 heißen können. Pascal Ewers hatte schön einen Ball abgefangen und selber den Abschluss gesucht. Sein Schuss ging aber knapp am Brenkhäuser Tor vorbei.

Ebenso wenig Erfolg hatte nur zehn Minuten später Stefan Klocke, der nach einem sehenswerten Konter über die linke Seite einen kleinen Schritt zu spät kommt.

In der 32. Spielminute lag der Ball dann aber doch im Tor. Wieder Lukas Meyer hatte den Ball über die Linie geschoben. Passgeber Michael Meyer hatte jedoch vermutlich im Abseits gestanden. Und so verwehrte der Unparteiische Helge Heinemann dem Tor wohl zu recht die Anerkennung.

Zur Halbzeitpause war Norbert Dölitzsch in der Kabine natürlich sehr zufrieden: „Ich habe keine einzige Chance des Gegners gesehen. Das liegt insbesondere daran, dass wir klasse im Raum stehen. Lasst uns jetzt nur versuchen, uns nicht allzu sehr hinten rein drängen zu lassen. Und noch etwas, Leute: Es gibt hier heute keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Wenn nötig, wird der Ball einfach aus der Gefahrenzone geschlagen.“

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist dann relativ schnell beschrieben, wobei sie den vielen Kollerbecker Fans natürlich live und in Farbe sehr viel länger vorkam. Denn der Gastgeber machte jetzt sehr viel Druck. Das gelang ihm schon deswegen so gut, weil der SVK es nicht schaffte, nach Ballgewinn die Kugel mal etwas länger in den eigenen Reihen zu halten. Norbert Dölitzsch schrie sich fast die offenbar Kummer gewohnte Lunge aus dem Leib: „Blockt den Ball, haltet den Ball!“ Allein es wollte nicht so recht gelingen.

Tröstlich war es deswegen, dass der SV Brenkhausen auch jetzt trotz drückender Überlegenheit keine nennenswerte Chance kreieren konnte. Nur drei Mal wurde es so richtig kribbelig.

Zwei Mal ging es dabei um möglicherweise elfmeterwürdige Aktionen im Kollerbecker Strafraum. Zum einen war Mikael Grundwaldt in der 62. Spielminute beherzt zu Werke gegangen. Zum anderen war in der 84. Spielminute Marc Neumann der Kollerbecker Akteur im 16er. Beide Male blieb jedoch die Pfeife von Helge Heinmann ebenso stumm wie die Brenkhäuser Spieler und Zuschauer, die auch gar nicht so richtig reklamieren wollten. Von daher war wohl alles im Rahmen des Legalen.

Die dritte Schreckskunde betrifft die bereits eingangs erwähnte richtig gute Torgelegenheit für die Roten. Nach einer Ecke ging der so genannte zweite Ball aus 12 Metern jedoch noch so eben über die Querlatte des von Jens Schölzel sehr sicher bewachten Tores.

Am Ende blieb also ein Sieg mit dem denkbar knappsten Ergebnis und eine weitere Kiste Bier vom Trainer, der sich ja bekanntlich die „Zu-Null-Spiele“ einiges kosten lässt. Recht so!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Torben Rheker, Martin Rheker, Alexander Rheker, Lukas Meyer (73. Jan Durgeloh), Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers (85. Slava Neskoromny), Niklas Rheker (81. Benedict Lange), Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke

Die entscheidenden Männer an der Linie: Norbert Dölitzsch, Micky Wollitz (im schwarzen Hemd) und Jürgen Drüke vom Westfalenblatt (mit Kamera)