Mit Ach und noch mehr Krach zum 3. Sieg
SVK siegt in Ottbergen mit 2:1
(svk) Am Ende standen dann doch wieder die drei Punkte. Doch der Weg dorthin war sehr beschwerlich. In einer hochemotionalen Partie schlägt der SVK den Aufsteiger aus Ottbergen und Bruchhausen mit 2:1. Am Ende agierten die Kollerbecker ohne Stammtorhüter, ohne Trainer und nur noch mit zehn Mann. Norbert Dölitzsch war des Sportgeländes verwiesen worden, weil er sich partout nicht mit dem Schiedsrichter aus dem benachbarten Hembsen anfreunden wollte. Die Treffer für den SVK steuerten Stefan Klocke und Pascal Ewers bei.
Gegenüber dem Alhausen-Spiel ergab sich nur eine Änderung. Mikael Grunwaldt rückte für den abwesenden Torben Rheker in die Startelf zurück. Auf der Ersatzbank nahmen nur Benedict Lange und Alexander Rheker Platz. Norbert Dölitzsch war mit dieser Situation natürlich ganz und gar nicht zufrieden. Er sollte Recht behalten. Nur der Reihe nach.
Als 1. Etappenziel hatte der Trainer ein akzeptables Halbzeitergebnis ausgegeben: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass Ottbergen regelmäßig zum Ende einer Partie abbaut. Das müssen wir unter Umständen noch nutzen können.“
Tatsächlich aber reichte es nur mit viel Glück zu diesem „akzeptablen“ Ergebnis in Form eines 1:1. Im Grunde genommen hatte die komplette erste Halbzeit hindurch nur der SV Ottbergen/Bruchhausen agiert. Die Kollerbecker hingegen spielten unausgeschlafen und unkonzentriert. Insbesondere die Abwehr, zuletzt die Basis für die beiden Saisonauftaktsiege, schwächelte ein ums andere Mal. So war es nur eine Frage der Zeit, bis das 1:0 aus Sicht des Gastgebers fiel. Jan Durgelohs Rückpass auf Sascha Niemeier war ein wenig arg kurz geraten. Sascha Niemeier versuchte noch zu retten, was nicht mehr zu retten war. 0:1 also nach 23 Minuten.
Die Kollerbecker hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht eine einzige Torchance erspielen können. Und es sollte auch noch lange sieben Minuten dauern, bis es dann endlich so weit war. Dass diese dann auch sofort zum Torerfolg führte, damit konnte man nicht unbedingt rechnen. So aber war es umso schöner und Stefan Klocke hämmerte den Ball aus 10 Metern nach Flanke von Pascal Ewers ins gegnerische Tor. Es folgten zehn Minuten, in denen der SVK sich erstmals in diesem Spiel etwas freischwimmen konnte. Michael Meyer (31.) und zwei Minuten später sein Bruder Lukas konnten jedoch ihre Gelegenheiten zur möglichen Führung nicht nutzen.
So ging es mit einem 1:1 in die Pause. Norbert Dölitzsch stellte sofort klar: „Wer hier wegen Meckerns den Platz verlässt, der kassiert eine historische Geldstrafe!“ Hintergrund war die Tatsache, dass alle Sympathisanten des SVK nicht unbedingt zu 100% zufrieden waren mit allen Entscheidungen des Unparteiischen. Dementsprechend laut wurde es vor allem an der Seitenauslinie. Um es vorweg zu nehmen: Die Spieler durften sämtlichst auf dem Platz bleiben. Stattdessen wurde Norbert Dölitzsch in der 63. Spielminute aufgefordert, dem Sportgelände den Rücken zuzukehren.
Er konnte also nur noch aus der Ferne wahrnehmen, dass jetzt so langsam aber sicher die Phase des Spiels anbrach, von der er vor dem Spiel schon im Hinblick auf die schwache Kondition der Ottberger gesprochen hatte. Jetzt war es nur noch die Frage, ob der SVK noch mal zulegen könnte. Denn den allerbesten und fittesten Eindruck hatte die Dölitzsch-Elf an diesem Tag dann auch nicht hinterlassen.
Schlussendlich reichte es dann aber doch noch für drei Punkte. Einen der wenigen Freistöße für den SVK hatte Michael Meyer in der 80. Spielminute nach Ansage perfekt auf Pascal Ewers gezirkelt. Der lenkte den Ball geschickt mit dem Kopf ins lange Eck. Nur noch zehn Minuten zu spielen und zu überbrücken. Das sollte doch wohl hinzubekommen sein. Es wurden jedoch noch lange zehn Minuten…
Denn in der 86. Spielminute verletzte sich Sascha Niemeier und musste ausgewechselt werden. Blöd nur, dass zu diesem Zeitpunkt schon alle Einwechselspieler auf dem Feld standen. So musste das Spiel mit zehn Mann über die Runden gebracht werden. Und dazu mit einem Torwart, der zwar durchaus Erfahrung in dieser Disziplin mitbringt, aber eben doch eher auf dem Innenverteidigerposten zuhause ist. Alexander „Sanner“ Rheker stellte sich also zwischen die Pfosten und lenkte in der 90. Spielminute doch tatsächlich einen scharf und aus kurzer Distanz abgefeuerten Schuss an einen derselben.
Irgendwann war dann Schluss und die Punkte sieben bis neun waren im Sack. Dazu bleibt allerdings eine Verletzung des gerade erst wieder genesenen Torwarts Sascha Niemeier: „Ich bin mit dem ausgestreckten Bein gegen den Torpfosten geknallt. Irgendetwas ist da im Oberschenkel kaputt gegangen!“ Vielleicht hat die Mannschaft den Sieg also teuer erkauft. Wir warten ab!
Letzte Woche geheiratet, heute zunächst noch am Rand, am Ende aber mittendrin im Geschehen: Alexander Rheker bleibt trotzdem gelassen