Norbert Dölitzsch mit Debütsieg
SV Bökendorf – SV Kollerbeck 0:4
(svk) In der Qualifikationsrunde für den Krombacher Kreispokal hat der SVK souverän und einigermaßen standesgemäß gegen den C-Ligisten SV Bökendorf 4:0 gewonnen. Bei konsequenter Torausbeute insbesondere in Durchgang Numero eins hätte das Ergebnis auch deutlich höher ausfallen können. So aber trafen „nur“ Pascal Ewers (2), Lukas Meyer und Martin Rheker.
Als die Kollerbecker Zuschauer gegen 15:00 Uhr so langsam in Bökendorf eintrudelten, staunten sie nicht schlecht. Zum einen waren zu diesem Zeitpunkt seltsamer- und unverständlicherweise schon knapp 15 Minuten gespielt und – was dann wiederum versöhnlicher stimmte – die Grün-Weißen führten bereits 1:0. Nach einer Ecke war es wohl Pascal Ewers gewesen, der den Ball mit dem Kopf über die Linie drücken konnte (4.). Das ging doch gut los.
Dann allerdings setzte das konsequente Verballern von Großchancen ein. Ob nun insbesondere Torben Rheker (8. und 15. Minute), Michael Meyer (14.) oder Pascal Ewers (19.): Sie alle konnten den Ball trotz bester Gelegenheiten nicht im Tor unterbringen. Stattdessen wurden Pfosten und Latte des Bökendorfer Gehäuses anvisiert.
Gut, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 1:0 stand. Denn wie es gegen einen unterklassigen Gegner ausgehen kann, wenn es lange 0:0 steht, kennen alle Fußballinteressierten nur zu Genüge. Aber auch so wurden die Jungs um Kapitän und Spielmacher Michael Meyer nicht unbedingt ruhiger.
Zur Besonnenheit mahnte allerdings dann noch einmal nachdrücklich Norbert Dölitzsch in seiner ersten Pflichtspielhalbzeitansprache: „Versucht jetzt, nicht zu verkrampfen. Bleibt locker, dann fällt hier schnell das 2:0.“ Zuvor hatte er sich zufrieden mit der ersten Halbzeit gezeigt: „Ihr spielt konzentriert und macht das Spiel breit. Das gefällt mir.“ Das „Aber“ folgte jedoch auf dem Fuße: „Die Chancenauswertung allerdings muss man als haarsträubend bezeichnen. Das muss besser werden.“
Der Appell wurde von seinen Spielern wohl vernommen. Denn es dauerte nur eine Viertelstunde, bis es 4:0 stand. Zunächst war es in der 46. Spielminute Michael Meyer, der im Sechzehner zu Fall gebracht worden ist. Pascal Ewers schnappte sich den Ball und verwandelte sicher. Sein zweiter Treffer an diesem Tag. Den schönsten Angriff des Spiels vollendete dann Lukas Meyer zum 3:0 in der 54. Spielminute. Er war am Ende eines schönen Konters von seinem Bruder Michael frei gespielt worden und blieb cool vor dem Tor. Den letzten Treffer des Nachmittags steuerte Martin „Kiesel“ Rheker bei. Er netzte nach einer Ecke mit dem Kopf ein (59.).
Hinten aus Sicht des SVK passierte im Übrigen rein gar nichts in diesem Spiel. Ein einziges Mal wurde es brenzlig für Keeper Jens Schölzel. Dann nämlich, als einmal die Abseitsfalle der neu installierten Viererkette vor ihm ausnahmsweise nicht gelang (75.). Die spielte im Übrigen sattelfelst gegen den C-Ligisten und bestand aus den beiden Innenverteidigern Martin Rheker und Mikael Grunwaldt und den beiden Außen Matthias Brisgies und Andrè Reinhard.
Alles eigentlich bestens. Das aber nur eigentlich. Denn das, was in den letzten 20 Minuten des Spiels auf dem Spielfeld stattfand, war so gar nicht im Sinne des Trainers Dölitzsch. Er forderte lautstark „mal wieder etwas mehr Konzentration“. Das allerdings wollte nicht mehr so recht klappen. Und so trommelte er seine Mannen nach Spielende alle noch einmal zusammen und machte deutlich, was er von der Schlussphase hielt.
Das allerdings änderte nichts mehr an der Tatsache, dass der SVK sein Quali-Spiel gegen einen C-Ligisten souverän und verdient gewinnen hat. Das kann nicht jede Mannschaft aus der Nachbarschaft von sich behaupten. Nun erwartet die Dölitzsch-Elf am kommenden Wochenende ein echter Kracher: Der TuS Bad Driburg ist Gast im Rehbergstadion. Wann genau das sein wird, ist im Übrigen noch nicht so ganz klar. Zwar ist das Spiel offiziell auf Sonntag, 15:00 Uhr terminiert. Im Anbetracht der Tatsache, dass Alexander „Sanner“ Rheker am Samstag seinen Polterabend feiern wird ist da aber vielleicht noch nicht das letzte Wort gesprochen. Das gibt es dann wie gewohnt zu gegebener Zeit hier.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Mikael Grunwaldt, André Reinhard, Martin Rheker, Matthias Brisgies, Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers (70. Slava Neskoromny), Niklas Rheker (55. Jan Durgeloh), Torben Rheker, Lukas Meyer
Schönen Dank für die gute Leistung: Norbert Dölitzsch klatscht Doppeltorschütze Pascal Ewers bei seiner Auswechselung ab