Auch gegen TIG 1:1
Torschütze für den SVK wieder Pascal Ewers
(svk) Nicht schlecht staunte am Samstagmorgen möglicherweise so mancher Kollerbecker Leser bei der Lektüre seines Westfalenblatts. Im Vorbericht zum Duell SVK-TIG war doch dort tatsächlich zu lesen, dass „die Offensivreihen beider Teams derzeit bestens funktionieren“ würden. Klar, TIG ist im Moment super drauf und hat in der Woche sogar Tabellenführer Driburg aus dem Kreispokal geworfen. Das passt also. Aber was die derzeitigen Offensivqualitäten des SVK angeht, hätte man doch am liebsten einmal genauer nachgefragt in der Redaktion. Aber Schwamm drüber.
Sascha Niemeier verletzt. Jens Schölzel krank. David Fuhrmann als dritter Torwart morgens um 11:30 Uhr nicht erreichbar. Das mag ja was geben. Zum Glück gelang es Jörg Hundertmark dann über Umwegen doch irgendwann, David Fuhrmann zu erreichen: „Sieh zu, dass Du nüchtern wirst. Du stehst bei der Ersten im Tor.“ Ob der Youngster, der am Samstagabend wegen seines geliebten BVB’s noch im Breisgau weilte, sofort an sein Debüt gegen Bredenborn mit fünf Gegentreffern denken musste, ist nicht überliefert. Heute jedenfalls hielt er alles, was zu halten war und musste nur einmal hinter sich greifen.
Jörg Hundertmark hatte vor dem Spiel Veränderungen angekündigt, um neuen Schwung ins Kollerbecker Spiel zu bringen. Wegen der personellen Absagen hielten sich diese allerdings dann doch arg in Grenzen. Immerhin spielte Mikael Grunwaldt von Beginn an auf der rechten Seite. Ihn vertrat als Manndecker Neuzugang Benedikt Lange. Der stammt aus Born, spielte bisher für den SV Bredenborn und war wegen mangelnder Freigabe bisher noch nicht spielberechtigt. Heute gab er einen ordentlichen Einstand. Mit viel Biss und Engagement rückte er den stürmenden Türken zu Leibe.
Das wiederum galt für die komplette Kollerbecker Mannschaft. Insbesondere in der ersten Halbzeit war schon erstaunlich, wie konzentriert und kompakt der SVK zu Werke ging. Für die starken Türken aus Brakel ergab sich kaum eine Tormöglichkeit.
Anders auf der Gegenseite, wo der SVK immer wieder durch Standardsituationen und Konter zu gefährlichen Situationen kam. So leitete Stefan Klocke bereits in der dritten Spielminute den Chancenreigen ein. Sein Kopfball allerdings ging knapp am Pfosten vorbei. Insgesamt zeigte sich der Stürmer klar verbessert gegenüber den letzten Leistungen. Ein Tor allerdings wollte dem Winterpausen-Torschützenkönig immer noch nicht gelingen.
In der Kabine war Jörg Hundertmark hellauf begeistert: „Das hier und heute ist eine Top-Leistung von Euch! Ich kann gut verstehen, wenn die Türken langsam ettrig werden. Denen gelingt ja gar nichts. Wir selber müssen nur zusehen, dass wir noch schneller in die Spitze spielen, damit wir noch gefährlicher werden.“
War schon die erste Halbzeit gespickt von Fouls und Freistößen, so kamen in der zweiten Halbzeit dann auch die Emotionen dazu. Schiedsrichter Paul Meier hatte beide Hände voll zu tun, um das Spiel in den Händen zu behalten. Insbesondere in den letzten fünf Minuten ging es dann richtig hoch her. Unrühmlicher Höhepunkt die gelb-rote Karte für Marc Neumann nach Rudelbildung in der 86. Spielminute.
Zu diesem Zeitpunkt stand es im Übrigen auch schon wieder 1:1. Pascal Ewers hatte die Grün-Weißen mit 1:0 in Front geköpft. Nach einem Foul an Michael Meyer war es Niklas Rheker gewesen, der den Ball butterweich auf den Elfmeterpunkt serviert hatte.
Trotz einiger Konterchancen, die eben nicht konsequent und vor allem effizient ausgespielt wurden, gelang es dem SVK nicht, den Sack zuzumachen. Stattdessen kam der Gast in der 85. Spielminute zum Ausgleich. Ob verdient oder nicht, darüber kann man trefflich streiten.
Letztendlich muss man sagen, dass heute auf jeden Fall drei Punkte im Bereich des Möglichen gewesen wären für den SVK. Leistung und Einsatz stimmten auf jeden Fall. Und auch die spielerischen Elemente blitzten hier und da auf. Gegen einen weniger starken Gegner müsste nun eigentlich mal wieder ein Sieg drin sein. Eigentlich…
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: David Fuhrmann, Benedict Lange, Jens Rendorf, Marc Neumann, Michael Meyer, Uwe Mönks (57. Torben Rheker), Pascal Ewers, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt
Solche Szenen sah man desöfteren: Schiedsrichter Paul Meier beruhigt die Gemüter (Bild unten)