„Wir haben das Fußballspielen nicht verlernt“
Sonntag, 15:00 Uhr: SVK empfängt den SV Fürstenau/Bödexen
(svk) So hatten sich das die Kollerbecker Fußballfans selbst in ihren schlimmsten Träumen nicht vorgestellt: Der Rückrundenauftakt ihrer Ersten Mannschaft ging völlig in die Hose. Die Mannschaft ist nach wie vor auf der Suche nach der verloren gegangenen Durchschlagskraft. Und der Meisterschaftszug ist erst einmal ohne die Grün-Weißen abgefahren. Diese Tatsachen wollen erst einmal verdaut werden. Am Sonntag kommt nun der SV Fürstenau/Bödexen ins Kollerbecker Rehbergstadion.
Doch zunächst wollen wir noch einmal einen Blick zurück werfen auf die beiden Spiele gegen Ovenhausen und Lauenförde. Gegen Ovenhausen wurde bekanntermaßen der erste Dreier im Jahre 2010 eingefahren. Trotz des am Ende deutlichen 3:0-Sieges hatte das Spielerische gegen den Tabellenletzten dabei allerdings eher fußballerischer Magerkost geglichen.
Im nachträglichen Vergleich mit dem Lauenförde-Spiel allerdings muss man diese Bewertung in Richtung „Delikatesse“ revidieren. Denn gegen die Niedersachsen ging tatsächlich offensiv rein gar nichts. Nicht eine einzige echte Torchance hatte sich die vom Interimscoach Sascha Niemeier eingestellte Mannschaft erspielt. Dementsprechend bedient ist im Nachhinein auch Trainer Jörg Hundertmark, der sowohl am Sonntag als auch die ganze Woche über beruflich unterwegs war und ist: „Ich bin während des Spiels und auch nachher laufend von Sascha informiert worden. Ich war vor dem Spiel so zuversichtlich, dass wir gegen schwächelnde Lauenförder punkten würden. Aber uns ist in der Winterpause tatsächlich die Durchschlagskraft komplett abhanden gekommen.“
Auf der Suche nach den Gründen sieht der Sabbenhausener gleich mehrere Knackpunkte: „Klar ist, dass die Gegner sich mittlerweile besser auf uns eingestellt haben als noch in der Hinserie. Gegen tief stehende Gegner ist es dann gerade auf tiefen Plätzen doppelt schwer. Dann darf man aber auch nicht verkennen, dass derzeit einfach einige meiner Spieler ihrer Form hinterherlaufen. Das ist einfach so. Und zum Schluss darf man auch nicht die personelle Situation vergessen. Wir haben einfach zur Zeit viele Ausfälle, die wir nicht mal eben so kompensieren können. “
Ganz viele Handlungsansätze bieten sich Hundertmark dementsprechend auch nicht: „Sicher arbeiten wir im Training derzeit verstärkt an der Abschlussstärke. Das kann aber nur kleine Effekte bringen. Ich bin mir sicher, dass vieles nur eine Kopfsache ist.“
Und da kommt das Spiel gegen den SV Fürstenau/Bödexen vielleicht gerade recht. Zum einen ist da der Derby-Charakter, der den zusätzlichen Motivationsschub bringen könnte. Zum anderen gewinnt Berufsoptimist Hundertmark dem abgefahrenen Meisterschaftszug auch Positives ab: „Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, dass dieser Druck jetzt erst einmal nicht mehr auf unseren Schultern liegt. Wir können also ganz befreit aufspielen gegen Fürstenau. Ich bin mir sicher: Wir haben das Fußballspielen nicht verlernt!“