Kompletter Fehlstart noch soeben verhindert
FC Aa-Nethetal vs. SVK 1:1
(svk) Nach der 2:5-Auftaktniederlage gegen Bredenborn verhindert Niklas Rheker mit seinem späten Treffer in der 83. Spielminute zum 1:1-Ausgleich in Riesel den kompletten Fehlstart des SVK in das Sportjahr 2010.
„Wir müssen über das letzte Spiel reden!“ Mit diesen Worten begann Jörg Hundertmark seine Ansprache vor dem Match gegen den FC Aa-Nethetal. Weiter hieß es: „Das war definitiv nicht meisterlich, was wir insbesondere in der zweiten Halbzeit gegen Bredenborn abgeliefert haben. Harakiri und offener Schlagabtausch sind mit Sicherheit nicht die Mittel, mit denen der SV Kollerbeck Erfolg hat. Heute will ich das anders sehen. Ich will Kontrolle und Coolness sehen.“
Und tatsächlich: In der Retrospektive haben unsere Jungs gegen den FC Aa-Nethetal in dieser Hinsicht gar nicht so viel falsch gemacht. Denn die Chancen für den Gegner können fast an zwei Fingern abgezählt werden. Doch davon hat eben eine gesessen. Und wenn man dann selber die wenigen, sich bietenden Chancen, nicht oder kaum nutzen kann, dann nutzt auch das Mehr an Ballbesitz und Kontrolle nichts. Dann steht am Ende ein Remis, das so erst einmal wenig befriedigen kann.
Der SVK begann mit der gleichen Startformation wie gegen Bredenborn und wechselte nicht ein einziges Mal. Und das, obwohl sowohl Mikael Grunwaldt, als auch Marc Neumann und Torben Rheker angeschlagen in das Spiel gingen.
In der zehnten Spielminute dann die erste Chance für den SVK. Stefan Klocke versuchte sein Glück jedoch ebenso erfolglos wie drei Minuten später Jens Rendorf im Anschluss an eine Ecke. In der 20. Spielminute dann die beste Chance der ersten Halbzeit. Nach einer gegnerischen Ecke kontert der SVK blitzschnell und Stefan Klocke läuft alleine auf den gegnerischen Kasten zu. Er macht alles richtig, zieht aus 18 Metern ab und hämmert den Ball ans Aluminium. Pech gehabt!
Fünf Minuten später dann das Gegentor. Nach einem Einwurf landet der Ball urplötzlich im Kasten von Jens Schölzel. 0:1 aus Kollerbecker Sicht und heiterem Himmel.
In der Folgzeit spielt der SVK zwar überlegen, aber auch immer wieder einfach zu langsam. Der tiefe Boden und die noch tiefer stehenden Gegenspieler verhindern Torchancen.
So geht es mit einem 0:1 in die Pause, in der Jörg Hundertmark zwar enttäuscht ist von der Trantütigkeit seiner Leute, nicht aber hoffnungslos, was die drei Punkte angeht. Er macht seinem Mannen Mut. Sie müssten nur schneller spielen.
Dieses „nur schneller spielen“ gestaltete sich jedoch umso schwieriger, je mehr sich die Nethetaler Zeit ließen mit allem, womit man Zeit schinden kann. Der Schiedsrichter griff hier erst in den allerletzten Minuten des Spiels ein. In der 88. Spielminute sieht der gegnerische Keeper wegen Zeitspiels den gelben Karton. Keine Minute später schlägt er den Ball wieder weg und verhindert so eine schnelle Standardaktion der Kollerbecker. Der Schiedsrichter läuft auf ihn zu, nestelt schon an seiner Gesäßtasche und belässt es dann bei einer Ermahnung. Und das alles nur, um tatsächlich ganze zwei Minuten nachspielen zu lassen. Sehr eindrucksvoll!
Gut, dass es zu diesem Zeitpunkt wenigstens schon 1:1 stand. Das war nicht selbstverständlich, denn bis zur 79. Spielminute kamen unsere Jungs gar nicht bis vor den Kasten der Nethetaler. Zu viele einfache Fehler im Spielaufbau und die schwierigen Platzverhältnisse verhinderten mehr. Dann allerdings versuchen es nacheinander Michael Meyer (79.), Torben Rheker (80.) und schlussendlich Niklas Rheker (83.). Letzterer hatte Erfolg und sorgte so zumindest für den einen Punkt. Der allerdings ist objektiv betrachtet einfach zu wenig gegen Nethetal.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann, Matthias Loges, Torben Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt