Wieder alles klar in nur acht Minuten
Kollerbeck siegt mit 4:0 gegen die Verfolger aus dem Nethetal
(svk) Damit hatte wohl keiner gerechnet. Und vor allem nicht Trainer Jörg Hundertmark, der seine Jungs noch vor dem Spiel auf ein kampfbetontes und vor allem enges Spiel eingestellt hatte. Doch nichts davon wurde Wirklichkeit. Denn so stark und aggressiv sich die Nethetaler noch im Hinspiel gezeigt hatten, so unmotiviert und pomadig präsentierten sie sich am heutigen Tag im Kollerbecker Rehbergstadion. Für die Tore, von denen drei wieder einmal in nur acht Minuten fielen, zeigten sich diesmal Jens Rheker, André Struck (2) und Michael Meier verantwortlich.
So dünn wie beim heutigen Spiel war der Kollerbecker Kader lange nicht gewesen. Mit Carsten Rheker (USA-Aufenthalt), Torben Rheker (Knieverletzung), Elmar Happe (Bauchmuskelverletzung) und schließlich Matthias Brisgies (Bundeswehrübung) standen dem Trainer gleich vier Spieler nicht zur Verfügung. Und trotzdem waren die Kollerbecker dem Gegner in allen Belangen weit überlegen. So dauerte es auch nur 19 Minuten, bis der Ball nach einer Standardsituation zum ersten Mal im gegnerischen Netz lag. André Struck hatte aufgelegt und Jens Rheker trocken und flach aus 16 Metern draufgehalten. Nichts zu halten für den Gästekeeper und 1:0 für Kollerbeck. Fünf Minuten und eine Standardsituation später dann auch schon das 2:0 durch André Struck. Die Situation war eigentlich schon bereinigt gewesen. Der Tortwart aus dem Nethetal hatte den Ball praktisch schon gefangen, als ihm der eigene Mitspieler den Ball noch aus den Händen spitzelte. André Struck bedankte sich artig, indem er den Ball mit dem Hinterkopf über die Linie beförderte. Und wer jetzt meinte, dass dies bereits das kurioseste Tor an diesem Nachmittag sein sollte, der wurde nur drei Minuten eines besseren belehrt. Nächste Standard und nächstes Tor nämlich durch André Struck. Der lange Libero hatte nach einer Ecke durch Jens Rheker den Ball nur noch mit einem Körperteil über die Linie drücken können, das zumindest für diese Art von Ballspiel nicht geeignet ist. Dementsprechend schmerzverzerrt fiel auch dann der Torjubel beim Torschützen aus. Die Kollerbecker Anhänger jedoch hatten besonders viel Spaß bei diesem Tor. Danach noch einige Torchancen, aber kein Tor mehr vor der Halbzeitpause.
Und auch nach der Halbzeit sollte nur noch ein Tor durch Michael Meier (73.) nach feinem Zuspiel durch Jörg Hundertmark fallen. Bei konsequenter Chancenverwertung durch den SVK wäre ein noch höherer Sieg durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Insbesondere Jens Schölzel (58., 59.), Niklas Rheker (67.) und Jörg Hundertmark (76.) vergaben jedoch aus viel versprechenden Situationen. So konnte der viele Platz, den die Nethtalter unseren Jungs teilweise überließen, eben nicht mehr genutzt werden. Der Trainer war nach dem Spiel, zumindest was das Spielerische angeht, dementsprechend auch nicht ganz zufrieden. „Die hätten wir heute abschlachten können!“, lautete das Fazit des Sabbenhauseners. Daraus ist zwar nichts geworden, aber mit einem 4:0 gegen einen Gegner, den man im Hinspiel gerade einmal knapp mit 3:2 besiegen konnte, muss man als geneigter Fußballfan wohl leben können.