Diätkost in Driburg
SVK spielt 0:0 in Driburg und verteidigt Tabellenspitze
(svk) Der SVK hat im Spitzenspiel der A-Liga ein Unentschieden in Driburg erkämpft. Alles in allem kann man als Kollerbecker ganz gut leben mit diesem einen Punkt. Und man muss es sogar, hat man das Spiel live und in Farbe gesehen. Denn so ehrlich wollen wir sein: Wenn eine Mannschaft es verdient gehabt hätte, als Sieger vom Platz zu gehen, dann war es die Heimmannschaft. Doch der SVK schaffte es mit einer gelungenen Mischung aus Leidenschaft, Disziplin und Glück, den eigenen Kasten sauber zu halten.
Jörg Hundertmark jedenfalls versuchte schon vor dem Spiel gar nicht erst zu verbergen, wie er die Siegchancen seiner Mannschaft in Driburg einschätzte: „Leute, ein Punkt hier in Driburg, das wäre doch perfekt!“ Das kennt man sonst gar nicht von ihm. Und doch schaffte er es offenbar spielend, seinen Leuten die entsprechende Taktik mit auf den Weg zu geben. So fand die Offensive des SVK fast über die gesamte Länge der Partie gar nicht statt. Stattdessen wurde mit Mann und Maus verteidigt. Und selbst wenn es zur Abwechslung mal schnell nach vorne gehen sollte, kamen die Grün-Weißen eher selten mit den ungewohnten Bedingungen in Form des Kunststoffrasens zurecht. Oft fehlte das Timing und komischerweise auch die Präzision in den Pässen.
Aber wir wollen nicht nur meckern. Positiv hervor zu heben ist ganz einfach, dass der SVK überwiegend gut stand in der Defensive rund um Libero Jens Rendorf. Auch Sascha Niemeier konnte einige Male gut glänzen, nachdem er allerdings in der 23. Spielminute unter einer gegnerischen Ecke hindurch gesprungen war und so unfreiwillig für große Gefahr vor seinem Tor gesorgt hatte.
So ging es mit einem 0:0 in die Pause und nicht wenige Zuschauer sprachen von einer enttäuschenden ersten Hälfte. Von einem Spitzenspiel hätte man eben etwas mehr Spektakel erwarten können. Da musste auch Ersatzspieler Matthias Loges zustimmen. Er gab aber auch zu bedenken: „Das sind nun mal zwei defensiv ganz starke Mannschaften.“ Da hat er Recht, der Kleinenbredener. Deswegen wollen wir uns auch nicht beschweren.
Beschweren hätten sich im Übrigen in der 46. Spielminute auch die Kollerbecker Spieler nicht dürfen, hätte es 0:1 aus ihrer Sicht gestanden. Doch der Ball geht nur an den rechten Außenpfosten. Glück gehabt!
In der 50. Spielminute dann Eckball für den SVK. Das ist nicht deswegen erwähnenswert, weil etwa eine Tormöglichkeit für den SVK daraus entstanden wäre. Nein, es war nur die erste Kollerbecker Ecke im Spiel und damit beweiskräftiger Ausdruck der grün-weißen Offensivbemühungen an diesem Tag.
Das Spiel plätscherte also so vor sich hin in Richtung Spielende und man wartete quasi schon auf den Schlusspfiff, als es plötzlich hieß „Gelb-Rot für Driburg“ und man nach einem Blick auf die Uhr feststellte „Hoppla, wir haben ja noch zehn Minuten! Geht da vielleicht noch was?“
Aber ehe sich so etwas wie Hoffnung breit machte auf so etwas wie entschädigende Schlussminuten, wurde schnell klar, dass auch im Spiel „Elf gegen zehn“ nichts mehr passieren würde. Auch Sepp Kagerbauer war dann am Ende wohl zufrieden mit dem einen Punkt. Abzulesen war das zumindest an seiner Auswechslung in der ersten Minute der Nachspielzeit. Die brachte natürlich nur noch Zeit.
So pfiff der Schiedsrichter also einigermaßen pünktlich ab und Jörg Hundertmark hatte genau das, was er sich von Anfang an gewünscht hatte: Einen Punkt! Na also, geht doch! Ach so: Übrigens reichte dieser Punktgewinn zur Verteidigung des ersten Tabellenplatzes! Das liegt aber auch daran, dass insbesondere das Spiel des SC Lauenförde in Bredenborn abgesagt worden ist.