„Ihr könnt nach Hause fahren!“
SVK demontiert Altenbergen/Vörden 5:0
(svk) Und mal wieder wurde das Oktoberfest zum Schützenfest. In einem überragend geführten Derby schlug der SV Kollerbeck den bis dato bärenstarken Gegner aus Altenbergen und Vörden mit sage und schreibe 5:0. Die Tore erzielten Lukas Meyer (2), Michael Meyer, Torben Rheker und Stefan Klocke.
Schon vor dem Spiel hatte Jörg Hundertmark davon gesprochen, dass dieser Gegner vor allem in der Defensive zu schlagen ist. Um es vorweg zu nehmen: Genau das sollte heute der Schlüssel zum Erfolg sein. Beinahe über die kompletten neunzig Minuten hinweg setzten Michael Meyer und Co. die Gästeabwehr mächtig unter Druck. Die produzierte darauf hin Fehler auf Fehler. Wann immer Altenbergen den Ball ruhig und kontrolliert aus der eigenen Abwehr heraus spielen wollte, blieb es beim guten Vorsatz und ein grün-weißes Bein spritzte dazwischen. Wenn dann noch eine fast atemberaubende Effektivität wie in Halbzeit Nummer eins dazu kommt, dann kann es halt zur Halbzeitpause schon mal 3:0 stehen. Da kann sich niemand beschweren.
So dauerte es nur bis zur zweiten Chance für den SVK und es stand 1:0. Michael Meyer hatte den Ball weit in der gegnerischen Hälfte abgefangen und nicht lange mit dem Pass auf seinen Bruder Lukas gewartet. Der drehte noch eine lustige Runde um die eigene Achse und markierte aus 5 Metern das 1:0 (30.). das fängt ja gut an.
Es kam aber noch besser. Denn als ob ein Reporter im Kollerbecker Rehbergstadion nicht immer schon Schwierigkeiten genug hat mit dem Hinterherkommen, fällt das 2:0 noch während er das erste aufschreibt. Der Einfachheit halber sind Passgeber und Torschütze aber identisch wie beim 1:0. Die Meyer-Connection hat also abermals zugeschlagen (31.).
Wiederum nur sechs Zeigerumdrehungen später steht es gar schon 3:0. Dieses Mal fällt das Tor aber zur Abwechslung mal ganz anders. Denn Passgeber ist dieses Mal Stefan Klocke und Torschütze Michael Meyer. Verkehrte Welt im Kollerbecker Rehbergstadion! Aber egal… Auch dieses Tor nehmen wir mit.
Nur eine Minute später dann der einzige Wehrmutstropfen an diesem Tag für Pascal Ewers. Er holt sich wegen Meckerns die gelbe Karte bei Willi Meyer ab. Als ob das nicht sonst schon teuer genug ist – gelbe Karte wegen Unsportlichkeit kostet laut regulärem Strafenkatalog ohnehin 10 € - wurden die Tarife für das TIG- und das Altenbergen-Spiel von vornherein vom Trainer auf das Doppelte erhöht. 20 € Mannschaftsstrafe also für Pascal Ewers. Um die wird sich im Übrigen Vollstrecker Alexander Rheker kümmern. Mit einem schäbigen Lächeln versteht sich…
Nach Lächeln war dann auch Jörg Hundertmark in der Pause zumute: „Leute, das läuft rund hier! Das Spiel gefällt mir richtig gut!“ Sprach es und wurde trotzdem nicht ruhiger. Wir können es vorweg nehmen. Selbst beim Stand von 4:0 in der 83. Spielminute war der Sabbenhausener noch immer nicht sicher, ob das denn für einen Sieg reichen würde: „Schreib das aber bitte nicht auf, Lukas. Ich weiß ja selber, wie bekloppt das ist!“ Hoppla, habe ich es jetzt doch aufgeschrieben?
Das 4:0 hatte übrigens der eingewechselte Torben Rheker in der 68. Spielminute beigesteuert. Ein bisschen glücklich war zu diesem Zeitpunkt aber dann doch das „Zu Null“. Denn direkt nach Wiederanpfiff hatte die SG Altenbergen/Vörden dann doch drei bis vier gute Einschussgelegenheiten. Übrigens die ersten des Spiels. Und weil sie diese ebenso wenig nutzen konnte wie einige Gelegenheiten ganz zum Schluss – Sascha Niemeier und Jens Rendorf sei Dank – kam es dann am Ende für die Gäste noch dicker und Stefan Klocke machte in der 84. Spielminute das 5:0. Man hatte jetzt fast den Eindruck, es ginge den Kollerbecker Spielern jetzt nur noch um Punkte im Offensiv-Cup. So sehr drängten sie auf das halbe Dutzend. Das sechste Tor sollte heute jedoch nicht mehr fallen.
Machte aber nichts, denn auch mit einem 5:0 im Derby gegen Altenbergen kann man zum Oktoberfest sehr gut leben. Das gilt erst recht, wenn es sich um ein Spitzenspiel handelt. Umso schlüssiger dann auch die Gesänge der glück- und bierseligen Kollerbecker Zuschauer in Richtung der unterlegenen Mannschaft vom Berge: „Ihr könnt nach Hause fahren!“ Ach, könnte nicht jede Woche Oktoberfest sein. Oder zumindest alle zwei?
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Rendorf, Marc Neumann, Lukas Meyer, Michael Meyer, Matthias Loges (47. Torben Rheker), Pascal Ewers, Stefan Klocke, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt, Alexander Rheker