„Dass ich das noch erleben darf“
Kollerbeck gewinnt auch in Bökendorf
(svk) Ähnlich wie André Struck fühlten nach dem hart umkämpften Sieg nicht wenige Kollerbecker. Denn an den letzten Sieg in Bökendorf konnte sich kaum noch jemand erinnern. Schlussendlich reichten die Tore von Jens Schölzel und Carsten Rheker zum knappen 2:1.
„Ein mulmiges Gefühl“ hatte Trainer Jörg Hundertmark vor Anpfiff. Und dies nicht zu Unrecht. Denn bereits in der ersten Spielminute hatte der SVK eine Schrecksekunde zu überstehen, nachdem ein total missratener Rückpass zwar vom Bökendorfer Stürmer erlaufen aber nicht im Tor untergebracht werden konnte. Manndecker Alexander Rheker hatte noch entscheidend stören können. Danach kam zwar etwas Ruhe, trotzdem aber wenig Struktur ins Spiel. Nach Chancen für Jens Rheker (5.) und Jens Schölzel (24.) dauerte es bis zu 25. Spielminute, bis die erste rundum gelungene Aktion auch direkt zum Torerfolg führte. Niklas Rheker hatte sich schön auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball nach Innen gebracht. Carsten Rheker hatte gekonnt verlängert und Jens Schölzel mit wenigen Schwierigkeiten abgestaubt. Und nur zehn Minuten später das 2:0 durch die sehenswerteste Kombination des Tages mit Beteiligung von Michael Meyer und Elmar Happe, der den Ball schließlich durch die Gasse auf Carsten Rheker spielte. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und netzte aus elf Metern ein.
Danach erkämpfte sich Bökendorf ein Übergewicht, das nach der Pause noch verstärkt werden konnte. Die Kollerbecker ließen sich immer weiter zurückdrängen und spielten ihre Konterchancen zu keiner Phase des Spiels konsequent aus. Die gelb-rote Karte für Jochen Mönks wegen wiederholten Foulspiels (71.) tat ihr übriges und fast zwangsläufig fiel der Anschlusstreffer zum 2:1 in der 82. Spielminute. Danach wurde es noch einmal richtig eng. Die Bökendorfer erhöhten erneut den Druck und machten hinten auf. Und auch jetzt gelang es dem SVK nicht, hieraus Kapital zu schlagen. Zwar ergab sich jetzt zunehmend mehr Raum in der Offensive. Doch merkte man den Kollerbecker Spielern immer mehr die Kräfte zehrenden Spiele der jüngsten Vergangenheit allesamt auf tiefem Rasen an. Erlösend dann für alle mitgereisten Fans der Schlusspfiff durch den Bad Driburger Schiedsrichter Helge Heinemann in der 96. Spielminute. Viel länger hätte die Partie auch nicht dauern dürfen. So aber verbleibt es unter dem Strich bei einem Arbeitssieg gegen einen hoffentlich ehemaligen Angstgegner.