Urlaub gebucht vor Zusage beim SVK
Sonntag 15:00 Uhr: SVK empfängt den TuS Amelunxen
(svk) Am Sonntag empfängt die Erste Mannschaft des SV Kollerbecker den TuS Amelunxen. Der hat nach neun Spielen nur neun Punkte auf dem Konto und liegt damit wohl unter seinen eigenen Erwartungen. Zuletzt kassierte man zu Hause eine 1:4-Schlappe gegen den TuS Vinsebeck. Der SVK gewann hingegen sein Spiel gegen den bisherigen Spitzenreiter SV Fürstenau und hat jetzt die Möglichkeit, mal so etwas wie Konstanz in seine Ergebnisse zu bringen.
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Kollerbecker Rehbergstadion ist noch gar nicht so lange her. Und die Amelunxer Fans werden es sicherlich nicht in guter Erinnerung behalten haben. Denn die Kollerbecker hatten ihren Gegner im letzten Heimspiel der Saison 2007/2009 so richtig abgewatscht. 8:2 hieß es am Ende in einem Spiel, in dem es eigentlich nur noch um die berühmte goldene Ananas ging. Drum können wir gespannt sein, wie sich der SVK dieses Mal aus der Affäre ziehen wird.
Jörg Hundertmark ist auf jeden Fall optimistisch, dass nach der guten Leistung gegen Fürstenau gegen den TuS Amelunxen der nächste Dreier folgt. Allerdings warnt er auch. „Wir dürfen jetzt nicht wieder den Fehler machen und uns auf unserer Lohnbeeren ausruhen. Die Mannschaft muss jetzt endlich begriffen haben, was sie zu leisten im Stande ist. Sie muss aber auch erkannt haben – und das ist noch viel wichtiger – welche Leistung nötig ist, um erfolgreich zu sein!“
Mit dem Fürstenau-Spiel ist Jörg Hundertmark auch im Rückblick mehr als zufrieden: „Besser kann man gegen einen Tabellenführer nicht spielen. Entscheidend war die mannschaftliche Geschlossenheit. Alle Spieler haben meine Erwartungen zu 100% erfüllt. Das war unsere beste Saisonleistung bisher.“
Je mehr Jörg Hundertmark von den Möglichkeiten seiner Mannschaft schwärmt, desto drängender wird allerdings auch die Frage, warum die Mannschaft diese Leistung nicht immer abruft. Und warum sie im bisherigen Verlauf der Meisterschaft so viele unnötige Punkte hat liegen lassen. Auch gegen Lauenförde gingen die Grün-Weißen im letzten Heimspiel leer aus. Hundertmark: „Natürlich war ich enttäuscht vom Lauenförde-Spiel. Und ich bin es auch jetzt noch. Uns war die Bedeutung dieses Spiels bewusst. Es war eine gute Gelegenheit, uns weiter oben zu etablieren. Gemessen an dieser Bedeutung war unser Spiel einfach nicht leidenschaftlich genug. Trotzdem – und da beziehe ich alle Spiele dieser Saison mit ein – haben wir grundsätzlich nicht schlecht gespielt. Dass wir in den entscheidenden Situationen unnötig aufgeregt agieren oder auch einfach nur pennen, das muss raus. Aber ansonsten bin ich mit der Spielweise meiner Mannschaft in dieser Saison mehr als einverstanden.“
Am Sonntag wird Hundertmark übrigens nicht auf der Trainerbank Platz nehmen. Er weilt bis zum 10. Oktober in Kanada. Urlaub machen. Für ihn wird Torwarttrainer Oliver Großmann die Mannschaft betreuen. Hundertmark: „Er ist nah dran an der Mannschaft. Ich weiß, dass Oliver mich gut vertreten wird.“ Ungefragt ergänzt er: „Im Übrigen möchte ich klar stellen, dass ich den Urlaub gebucht habe, bevor ich in Kollerbeck wieder zugesagt habe. Normalerweise mache ich das nicht. Während der Saison in Urlaub fahren…“ Er ist nun mal sehr pflichtbewusst, unser Jörg!