Schoppmeier und Amstutz weit vorne
LEICHTATHLETIK: Favoritensiege beim 12. Köterberglauf in Kollerbeck
(svk) (VON DIETER MÜLLER) Kollerbeck. Es ist sein Lauf, seine Strecke. Martin Schoppmeier triumphierte schon oft beim Kollerbecker Köterberglauf. Auch diesmal. Der schnelle Mann vom SV Brenkhausen/Bosseborn dominierte über 27,5 Kilometer und siegte unangefochten in 1:48,07 Stunden. Sein Vorsprung: gut zweieinhalb Minuten. Auch über 13 Kilometer siegte ein alter Bekannter, aber über fünf Kilometer tauchte ein neues Gesicht ganz vorne auf.
Der Weg zum Gipfel des Kreises Höxter ist schwer. Aber für Martin Schoppmeier scheint es eine Art Lieblingslauf zu sein. Seine Bestzeit auf dem profilierten Weg zum höchsten Berg des Kreises liegt bei 1:43,03 Stunden - das ist die drittbeste Zeit, die jemals auf der anerkannt anspruchsvollen Strecke gelaufen wurde. Schneller waren bisher nur der damalige NSU-Renner Carsten Thoma, der jetzt für die LG Mönchengladbach unterwegs ist, in 1:42 Stunden und der Blomberger Nelkenläufer Norbert Borgers in 1:40:07 Stunden, der den Streckenrekord seit 1998 hält. Diese Bestmarke wackelte nicht. Dafür war einfach zu wenig Konkurrenz da.
Martin Schoppmeier siegte fast gemütlich mit großem Vorsprung vor Gunnar Klocke vom TV Lemgo. Der frühere Fußballer vom TBV Lemgo lief in 1:51,12 Stunden auf den zweiten Platz weit vor dem Kollerbecker Josef "Jolle" Struck in 1:56,29 Stunden. Vierter wurde Dieter Weinholz vom SV Brenkhausen/Bosseborn in 1:56,55 Stunden.
Für Martin Schoppmeier war es der vierte Sieg beim Köterberglauf des SV Kollerbeck und der dritte in Folge. Nur 2006 war er Zweiter hinter dem Bredenborner Werner Müller.
Eine ähnliche Serie legte Michael Amstutz hin. Mister Volkslauf, beeindruckend konstant auf den langen Strecken, siegte zum dritten Mal hintereinander über 13 Kilometer in Kollerbeck. Er hatte wenig Mühe, sich von Martin Brand und Norbert Borgers, den einzigen ernst zu nehmenden Kontrahenten, abzusetzen. Amstutz gewann in 49:05 Minuten eine Minute vor Martin Brand von Endspurt OWL.
Schnellste Frau über 27 Kilometer war Heike Stille vom TV Lemgo in 2:18,00 Stunden vor Barbara Oberhoff von der NSU Brakel in 2:19,25 Stunden und Bärbel Friedrichs in 2:25,16 Stunden. Über 13 Kilometer gewannUrsula Müller von der NSU Brakel in 63:06 Minuten vor Miriam Reineking in 64:43 Minuten und Michaela Schubert-Saß in 65:49 Minuten. Celina Schäfer lief einem Start-Ziel-Sieg über einen Kilometer entgegen, dicht gefolgt von ihrer Teamkollegin Anna Frehse.
"Eine schöne Strecke, perfektes Lauf-Wetter - es lief gut heute", meinte Julian Lüke vom TuS Bellersen nach seinem starken Auftritt über fünf Kilometer. Er siegte in 22:00 Minuten.
41 Starter über 13 Kilometer und 81 über 27 Kilometer kamen zum 12. Kollerbecker Köterberglauf. "Das Teilnehmerfeld war damit genau so groß wie im vergangenen Jahr. Nur der Schülerlauf und die fünf Kilometer-Strecke waren sehr schwach besetzt", sagte Björn Waltemode, Leichtathletik-Abteilungsleiter des SV Kollerbeck, der zufrieden ist: "Heute ist mal wieder alles glatt gelaufen. Ich habe jedenfalls keine Beschwerden entgegen nehmen müssen. Strecke, Verpflegung, Bewirtung und auch die Auswertung liefen rund."
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