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23.08.2009

In sechs Minuten das Spiel hergeschenkt

SVK verliert in Dalhausen 4:3

(svk) Der SV Dalhausen war mit zwei Niederlagen gegen Altenbergen und Vinsebeck denkbar schlecht in die Saison gestartet. Gegen die Teutonen aus Vinsebeck hatte es sogar eine Klatsche gesetzt. Darüber hinaus hatte die Regionalpresse von „atmosphärischen Störungen zwischen Trainer und Mannschaft“ geschrieben. Gute Vorzeichen eigentlich für den SVK, der mit einem klaren Sieg gegen Bergheim gut in die Serie gestartet war. Doch es kam ganz anders als von den Anhängern des SVK erhofft. Denn der SVK machte zwar das ganze Spiel und erspielte sich wesentlich mehr Chancen als der Gegner. Der allerdings nutze sie und Kollerbeck erst gar nicht und dann zu spät. So einfach ist Fußball.

„Leute, Ihr habt heute die große Möglichkeit, einen Traumstart perfekt zu machen.“ Jörg Hundertmarks Optimismus kurz vor dem Start erlitt jedoch bereits in Spielminute Nummer zwei bereits einen gewaltigen Dämpfer. Denn zu diesem Zeitpunkt stand es schon 0:1 aus Kollerbecker Sicht. Vorausgegangen war der erste Angriff des SV Dalhausen.

Es dauerte bis zur achte Spielminute, ehe sich unsere Jungs von diesem Schock etwas erholten. Dann jedoch erarbeitete sich Stefan Klocke gleich eine Doppelchance. Zunächst scheiterte er mit dem Kopf am gegnerischen Torwart, um nach der nachfolgenden Ecke mit seinem fulminanten Schuss aus acht Metern nur knapp den Kasten zu verfehlen.

Fortan bekam der SVK die Partie immer mehr in den Griff. Dies auch deswegen, weil der SV Dalhausen freiwillig große Teile des Mittelfeldes preisgab. Großchancen blieben jedoch Mangelware. Die Möglichkeit für Niklas Rheker in der 22. Spielminute muss allerdings als solche deklariert werden. Er schlug den Ball aus fünf Metern leider nur über das Dalhäuser Tor anstatt hinein. Der Gastgeber war zu dieser Zeit allenfalls durch Ansätze von Kontern und langen Bällen gefährlich.

Nach strafbarem Handspiel im Dalhäuser Strafraum hieß es in der 33. Spielminute Elfmeter für den SVK und dann endlich auch 1:1 durch Michael Meyer. „Hochverdient!“, stellte Ersatzbetreuer Andreas Krüger zurecht fest. „Jetzt geht das Spiel also wieder von vorne los!“, ergänzte Rainer Mönks. Diese neue Situation sollte allerdings nur wenige Minuten dauern. Denn völlig unverständlich gab der SVK plötzlich das Heft komplett aus der Hand und der Gastgeber führte zur Halbzeit bereits mit sage-und-schreibe 4:1.

Dabei fielen die drei Gegentreffer innerhalb von nur sechs Minute. Zunächst fällt das 2:1 nach einer Ecke in der 40. Spielminute. In der 45. Minute kann Jens Schölzel nach einem Konter nur noch irregulär retten. Der Elfmeter führt zum 1:3. Und es kommt noch schlimmer. Denn Sekunden vor dem Seitenwechsel führt der nächste Konter zum 1:4.

Lange, grün-weiße Gesichter natürlich zur Halbzeitpause. Jörg Hundertmark war komplett bedient und forderte Charakter seiner Mannschaft. „Wollen wir jetzt aufgeben hier?“ Das „Nein!“ seiner Mannschaft klang nicht gerade euphorisch.

Und so erspielten sich die Hundertmark-Kicker zwar auch in der zweiten Halbzeit wieder haushohe Feldvorteile und ein Mehr an Torchancen. Aber Sascha Niemeier, der immer noch verletzt wieder an der Seitenauslinie Platz nehme musste, stellte zu Recht fest: „Wie sollen wir Punkte holen, wenn wir diese Chancen nicht nutzen?“

Die beiden Tore durch Stefan Klocke in der 80. und 90. Spielminute kamen einfach zu spät und waren demzufolge auch trotz aller aufkeimenden Hoffnung leider nicht mehr als Ergebniskorrektur. In der 65. Spielminute hatte Marc Neumann übrigens noch wegen wiederholten Foulspiels gelb-rot gesehen. Das aber nur am Rande. Denn die alles überschattende Frage war, wie man ein solch überlegen geführtes Spiel innerhalb von nur sechs Minuten herschenken kann.


Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann, Alexander Rheker, Torben Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Niklas Rheker (85. Matthias Loges), Benni Dobrott, Mikael Grunwaldt

Machte in den ersten beiden Partien der Saison 4 Tore: Stefan Klocke ist gut drauf