Auch im vierten Derby ohne Beute
SVK unterliegt dem SV Bredenborn mit 0:1
(svk) Gegen die SG Altenbergen/Vörden zu Hause und auswärts verloren. Gegen den SV Bredenborn zu Hause und auswärts verloren. Diese Bilanz ist ja fast schlimmer als die Tatsache, dass die Saison längst gelaufen ist für den SVK und dass die Hundertmark-Elf den Dreh wohl auch nicht mehr in den letzten beiden Spielen bekommen wird.
Die personelle Situation wird und wird nicht besser. Ganz im Gegenteil. Im vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen den SV Bredenborn fehlten nun auch noch Torben Rheker und Jens von Heesen hochzeitsbedingt. Und auch Jens Schölzel (Asthma) und Niklas Rheker (Sprunggelenk) mussten das Aufwärmprogramm abbrechen. Es hatte keinen Zweck mit einem Einsatz von Anfang an. Bereits in der 22. Spielminute ließ sich zu allem Überfluss noch Matthias Loges auswechseln. Diagnose: Muskelzerrung im Oberschenkel. Für ihn kam nach langer Zeit mal wieder Dominik Sprenger ins Spiel.
Ach ja, das Spiel. Gespielt wurde auch. Die erste Halbzeit allerdings kann man getrost abhaken. Es mag ja noch nicht einmal schlecht gewesen sein, was die beiden Parteien da ablieferten. Torgefahr allerdings sieht anders aus. Spannung im Übrigen auch. Nicht wenige Zuschauer fragten sich, wann es das letzte Mal so eine Langeweile zwischen Bredenborn und Kollerbeck gegeben hatte. Klar, es ging ja um nichts mehr. Ein bisschen mehr als die obligatorische Unterhaltung von Willi Meyer hätte man aber schon erwarten können.
So kamen die Kollerbecker bis zur Halbzeit zu ganzen zwei Chancen. Doch sowohl Lukas Meyer als auch Mikael Grunwaldt konnten ihre Gelegenheiten nicht nutzen. Ihre Bälle gingen jeweils am langen Pfosten vorbei.
Auch die Bredenborner blieben recht ungefährlich. Zum Ende der ersten Halbzeit allerdings wurden sie aktiver und gingen ein wenig glücklich mit 1:0 in Führung. Ein Kollerbecker Spieler hatte den Ball wohl noch unglücklich abgelenkt, sodass Sascha Niemeier hinter sich greifen musste ohne vorher einmal richtig zugreifen zu dürfen (43.). Glück für grün-weiß dann in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Denn Patrick Brautlecht trifft nur das Außennetz des leeren Tores (45.+1)
Die zweite Halbzeit konnte also nur besser werden. Und tatsächlich: Sie wurde besser. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit gaben die Kicker um Kapitän Sascha Niemeier richtig Gas. Bredenborn konnte sich in dieser Phase des Spiels kaum noch aus der Defensive befreien. Allein das Tor wollte trotz jetzt guter Gelegenheit einfach nicht fallen. Zunächst trifft André Struck nach einem Freistoß per Kopf nur den Außenpfosten (55.). In der 57. Spielminute verzieht Michael Meyer nur knapp. In der 65. Spielminute dann die beste Chance des Spiels für Stefan Klocke. Der taucht abseitsverdächtig alleine vor dem gegnerischen Kasten auf und schiebt den Ball am Tor vorbei.
Und wie das oft so ist, wenn die besten Bälle nicht sitzen, schliefen die Angriffsbemühungen des SVK langsam aber sich wieder ein. Zum Ende hin hatten sogar die Neongelben noch eher die Möglichkeiten, zu weiteren Treffern zu kommen. Sie taten es zwar nicht. Brauchten sie aber auch nicht. Denn das eine Tor reichte ja.
André Struck im Pech: Sein Kopfball trifft nur den Pfosten (Bild links)
Versucht immer wieder, seine Vorderleute zu motivieren: Sascha Niemeier (Bild rechts)