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04.05.2009

„Es war die Hölle in diesem Jahr“

Sechs Kollerbecker meistern Hitze und Staub unterm Hermann

(svk) (von Konrad Krüger) „Es war die Hölle in diesem Jahr“, brachte Maria Krüger ihr ganz persönliches Erlebnis vom diesjährigen Hermannslauf auf einen kurzen Nenner. Temperaturen von 25 Grad im Schatten und Staubpassagen im Sennesand verlangten aber nicht nur der routinierten Langläuferin in Grün-Weiß alles ab. Allein die Tatsache, dass es nur 83 Läufer unter die magische Grenze von 2:15 Stunden geschafft haben, verdeutlicht die immensen Strapazen auf den 31,1 Kilometern zwischen dem Hermannsdenkmal bei Detmold und der Sparrenburg in Bielefeld.

Insgesamt sechs Läufer des SV Kollerbeck hatten sich am letzten Aprilwochenende unter dem Denkmal der Varusschlacht zwischen 7.200 Langlaufenthusiasten am Start aufgestellt. Erstmals dabei waren mit Lisa Rheker und Sascha Niederprüm auch zwei der jüngeren Kollerbecker Sportler. Beide wurden vom „alten Hasen“ Johannes Lensdorf eskortiert und behutsam an ihr erstes Hermannsabenteuer herangeführt. Lisa Rheker kam zeitgleich mit „Dük“ Lensdorf in 2:44,33 Stunden ins Ziel. Wer hierbei von wessen Unterstützung profitierte, war im Ziel nicht mehr auszumachen.

Sascha Niederprüm ging das Tempo bis zur 25-Kilometer-Marke mit. Erst auf dem letzten Teilabschnitt musste der lange Schlacks abreißen lassen. Doch seine Zeit von 2:48,15 ist für einen Debütanten bei diesen extremen Verhältnissen aller Ehren wert. Zumal, wenn man bedenkt, dass er hiermit den 7. Platz in der männlichen Jugend belegen konnte. Lisa Rheker schaffte mit ihrer Zeit einen hervorragenden 13. Platz in der stark besetzten Frauen Hauptklasse.

Bester Kollerbecker wurde in 2:33,13 Stunden erwartungsgemäß Josef Struck. Allerdings hatte er an diesem Tag doch erheblich unter allergischen Reaktionen zu leiden. „Meine Brust war zu“, meinte Jolle zum Aufstieg am berühmt-berüchtigten Eberg. „Ich habe einfach keine Luft mehr gekriegt“. Dass er derart gehandicapt noch unter die ersten 500 von 5.735 ins Ziel gekommenen Läufern kam, zeigt die wahre Leistung bei dieser Großveranstaltung.

Überraschend zweitbester SVK-Läufer wurde Georg Fuhrmann in 2:39,40 Stunden. Muskelprobleme im Vorfeld der Veranstaltung erschwerten ein intensives und geregeltes Training. Und selbst während des Laufs zwangen ihn Wadenkrämpfe zu einer längeren Wanderschaft.

Maria Krüger kam in 3:02,42 Stunden unter der Sparrenburg an. Diese Zeit bedeutete der 33. Platz in der Frauenklasse W40.

Die Ergebnisse der Kollerbecker Läufer im Einzelnen:
Josef Struck, 2:33,13 Stunden, 429. Platz Gesamt, 130. Platz in der Klasse M40
Georg Fuhrmann, 2:39,40 Std., 655. Gesamt, 44. M50
Johannes Lensdorf, 2:44,33 Std., 884. Ges., 73. M50
Lisa Rheker, 2:44,38 Std., 888. Ges., 13. WH
Sascha Niederprüm,  2:48,15 Std., 1091. Ges., 7. MJ
Maria Krüger, 3:02,42 Std., 2034. Ges., 33. W40.