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18.04.2009

Die Zuschauer sahen schon schwarz

TuS Hembsen - SV Kollerbeck 2:3

(svk) Im Vorbericht zum Spiel hieß es: "Wessen Serie reißt?". Die Antwort gab es heute Abend in Hembsen auf dem Platz. Der SVK besiegt den sehr defensiv ausgerichteten TuS Hembsen mit 3:2 und bleibt damit in der Rückrunde ungeschlagen. Torschützen in der von strittigen Schiedsrichterentscheidungen begleiteten Partie waren Niklas Rheker, Stefan Klocke und Michael Meyer per Foulelfmeter.

Trainer Jörg Hundertmark forderte vor der Partie weiterhin selbstbewusstes Auftreten, um den Lauf aus den letzten Spielen mitzunehmen. Dementsprechend startete auch die gleich Elf wie im Spiel gegen Alhausen. Keine Experimente, obwohl der Kader aufgrund des Freitagsspiels den Luxus von fünf Auswechselspielern vorsah. Bis auf den Urlauber Mikael Grunwaldt konnte Hundertmark auf die komplette Mannschaft zurückgreifen. Schnelles Umschalten aus der Defensive und ein offensives Mittelfeld sollten den Gegner aus der Reserve locken, ohne allerdings die Kontrolle zu verlieren.

So begannen die ersten Minuten mit konzentrierter Abwehrarbeit. Das erste Mal gefährlich wurde es nach 15 Minuten mit einer schönen Balleroberung von Matthias Loges im Mittelfeld. Mit der Hacke grätscht er den Ball ab und leitet einen Gegenstoß ein. Über die rechte Seite wurde Ball nach vorne gebracht, wo Torben Rheker über das Tor verschoss. Matthias Loges allerdings verletzte sich bei dieser Aktion und wurde kurze Zeit später für Jens Schölzel ausgewechselt. Auf dem Weg zum 1:2: Stefan Klocke

Das Spiel gestaltete sich zäh. Hembsen war mit nur einer Spitze defensiv ausgerichtet und machte die Räume hinten schnell eng. Trotzdem konnte der SVK das erste Mal nach 25 Minuten jubeln. Niklas Rheker tanzte im 16er drei Hembser aus und schloss überlegt ins lange linke Eck ab. Die Freude währte aber kaum 10 Minuten. Einer der zahlreichen Hembser Freistöße fand in der 35. Minute von der Mittellinie im 16er einen Abnehmer. Der Hembser Spieler leitet den Ball aus der Luft mit dem Fuß in Richtung Winkel weiter und ließ Torwart Sascha Niemeier keine Chance.

Bis zur Pause tat sich nicht mehr viel, abgesehen vom Schiedsrichter, welcher sich mit einigen unglücklichen Aktionen auf beiden Seiten den Unmut der Spieler zuzog. Dies war auch der Ansatzpunkt für Jörg Hundertmark bei der Pausenansprache: Bloß nicht weiter Unruhe in das Spiel bringen und den Schiedsrichter zur entscheidenden Figur machen! Dass es doch anders kam, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen.

Bereits 10 Minuten nach der Pause brachte Niklas Rheker mit seinem Pass nämlich Stefan Klocke in Position, welcher mit einer Täuschung zwei Spieler abschütteln konnte und den Hembser Torwart auf dem falschen Fuß erwischte: 1:2 für den SVK. Doch die Antwort kam noch schneller als beim ersten Tor. Ein langer Ball lockt Torwart Sascha Niemeier aus seinem Gehäuse, am Fünfer-Eck verlängert er das Spielgerät ins Aus. Der mitgelaufene Hembser Spieler läuft gegen den in der Luft befindlichen Niemeier. Ok, der Keeper ist außerhalb des Fünfers. Dafür muss man keinen Freistoß geben. Aber warum daraus ein Elfmeter für Hembsen wurde, konnte auch in der Nachbetrachtung nicht geklärt werden.

Hembsen bedankte sich jedenfalls und glich zum 2:2 aus. Damit war der Punkt eingetreten, vor dem Hundertmark in der Pause gewarnt hatte. Trotzdem versuchte der SVK weiterhin das Spiel zu machen und Hembsen keinen Raum mehr zu geben. Nach einem weiteren Standard kommt der Ball über mehrere Stationen zu Happe. Dieser hat, aus dem Mittelfeld aufgerückt, keinen direkten Gegenspieler und nutzt die kurze Zeitspanne ohne Bedrängnis für einen platzierten Schuss aus 20 Meter auf das rechte untere Eck. Der Hembser Torwart kann den Ball nur zur Seite abklatschen, der Nachsetzende Jens Schölzel kommt zwischen Ball und Torwart und wird von diesem dabei zu Fall gebracht. Der fällige Elfmeter wurde von Michael Meyer gewohnt sicher verwandelt.

Bis auf eine enge Situation in der 87. Minute, in der Niemeier sich noch einmal richtig lang machen musste, und die gelb-rote Karte für einen Hembser Spieler kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hatte das Spiel danach keine Höhepunkte mehr zu bieten.

Damit gehen die "Wochen der Wahrheit" - wie im Vorbericht angesprochen - weiter. Was nach den letzten "Wochen der Wahrheit" passierte, dürften den meisten noch in bester Erinnerung sein.

Aufstellung: Niemeier, Happe, Rheker A. , Loges (25. Schölzel), Struck, Neumann, Rheker N., Ewers, Rheker T. (65. Jens von Heesen), Meyer, Klocke


Auf dem Weg zum 1:2: Stefan Klocke

Bericht zum Spiel vom TuS Hembsen: link