Ein Jahr mit viel Schatten und wenig Licht
SVK überwintert auf Platz 7
(svk) Nun ist es also soweit und die fast viermonatige Winterpause für unsere Kicker hat begonnen. Der SVK überwintert mit 26 Punkten aus 17 Spielen auf dem siebten Tabellenrang. Insgesamt also ein versöhnlicher Jahresausklang nach einem Jahr mit viel Schatten und wenig Licht.Zur Winterpause der letzten Saison bestand trotz tiefschwarzer Wolken über dem Rehbergstadion nämlich durchaus noch Hoffnung auf den Ligaverbleib in der Bezirksliga. „Jetzt haben wir uns in der Liga akklimatisiert und werden die nötigen Punkte zum Nichtabstieg holen.“ So oder zumindest so ähnlich werden wohl nicht wenige Fans und auch Spieler des SVK vor Jahresfrist noch gedacht haben. Doch daraus wurde leider nichts. Der Abstieg als Tabellenletzter war die Folge.
Die Folge war auch ein ziemlich angeknackstes Selbstvertrauen. Und das sorgte wohl unter anderem dafür, dass die Mannschaft um Spielertrainer Elmar Happe selbst zurück in der A-Liga nicht Fuß fassen konnte. Überheblichkeit wird hoffentlich nicht dabei gewesen sein.
Die ebenso unausweichliche wie tragische Folge war der Rücktritt Happes nach nur sieben Spielen im Kreisoberhaus. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, ist die 5:1-Niederlage gegen den FC Aa-Nethetal gewesen. Die Punktausbeute hatte bis zu diesem Zeitpunkt bei absolut enttäuschenden sechs Zählern gelegen. Das bedeutete Tabellenplatz Nr. 12 von 16 Mannschaften. Definitiv zu wenig für einen Bezirksligaabsteiger. Es bewahrheitete sich also das immer wieder gern von einem grünen Lokalblatt in Anspruch genommene Bild, dass die Trainer dann von den Bänken fallen, wenn die Blätter ebensolches tun.
Keine zwei Tage nach Happes Rücktritt wurde der neue bzw. alte Trainer präsentiert. Der beeilte sich dann, die Erwartungen an seine Rückkehr auf ein realistisches Maß herunter zu schrauben: „Leute, glaubt ja nicht, dass jetzt alles automatisch gut wird, nur weil der Trainer Jörg Hundertmark heißt!“
Und damit sollte er Recht behalten. Denn sofort sein erstes Spiel zu Hause gegen den TuS Bad Driburg ging direkt mit 2:3 verloren und der SVK stürzte sogar auf den 14. Tabellenplatz. Das jedoch war kein Grund zur Panik (mehr). Denn je mehr Schatten die Jahreszeit nun produzierte, desto mehr Licht erstrahlte sich nun langsam auf den SVK. Denn die Mannschaft arbeitete sich jetzt kontinuierlich nach oben in der Tabelle. Hinauf bis auf den einigermaßen zufrieden stellenden siebten Tabellenplatz eben.
Und mit diesem siebten Rang kann Hundertmark dann auch gut leben: „Für den weiteren Saisonverlauf ist es von Vorteil, auf Platz sieben zu überwintern. Die angestrebten Plätze 4 und 5 sind in erreichbarer Nähe. Wir gehen also topmotiviert in die Vorbereitung. Nach diesem ereignisreichen Jahr mit viel Schatten war es zum Schluss aber vor allem wichtig, dass die Mannschaft erkannt hat, was sie zu leisten imstande ist.“
Diese Leistungsfähigkeit rufen die Grün-Weißen dann hoffentlich auch direkt ab, wenn nach der Winterpause der Ligabetrieb mit einem absoluten Knaller wieder losgeht. Denn am 01.03.2009 wird sich der bisher ungeschlagene Ligaprimus aus Alhausen und Pömbsen die Ehre im Rehbergstadion geben.
Bis dahin allerdings werden die Mannen um Jörg Hundertmark bestimmt nicht untätig sein. Dementsprechend will der Lipper von vier Monaten Pause auch überhaupt nichts wissen: „Zunächst werden wir einige Hallenturniere spielen und Ende Januar fängt ja auch schon die Vorbereitung an.“
Doch nicht nur die Mannschaft will der Sabbenhausener zum Beginn des Spielbetriebs im Jahr 2009 punktgenau fit haben. Auch für sich persönlich fasst Hundertmark schon jetzt ein wenig verfrühte Neujahrsvorsätze: „Auch ich werde mich sportlich fit halten, um selbst wieder mehr mittrainieren zu können!“ Zu beachten ist dabei, dass der sympathische Bengel am 11.02.2009 bereits seinen 40. Geburtstag feiern wird. Um im Bild dieses Berichts zu bleiben wird man bei diesem Alter wohl schon vom Herbst des Fußballerlebens sprechen müssen. Respekt!