Revanche geglückt
SVK schlägt den SV Dalhausen mit 1:0
(svk) Diese Revanche wäre doch schon einmal geglückt. Hatte man im Hinspiel noch eine knappe und vermeidbare Niederlage gegen den SV Dalhausen kassiert, so lief es diesmal besser für den SVK. In einem kampfbetonten und insbesondere am Ende einigermaßen hektischen Spiel behielten die Grün-Weißen die Oberhand und gewannen mit 1:0. Torschütze des Tages war Stefan Klocke.
Nicht wenige Zuschauer mussten zweimal hinschauen, um zu realisieren, wer da auf Kollerbecker Seite mit der Nr. 4 auflief. Weil sowohl Matthias Loges arbeitsbedingt als auch Jens von Heesen verletzungsbedingt für das Spiel abgesagt hatten, dachte sich Trainer Jörg Hundertmark im Vorfeld des Spiels: „Dann rufe ich halt mal Elmar an!“
Und tatsächlich: Nur wenige Monate nach seinem Rücktritt als Trainer des SVK lief Elmar Happe wieder für die Grün-Weißen auf. Das ist aber auch nur logisch. Hatte der Höxteraner doch von Anfang an gesagt, dass er vielleicht zur Rückserie wieder spielen würde. Und die hat ja schließlich nun angefangen.
Ansonsten standen die Chancen eher schlecht für einen Sieg. Andreas „Porsche“ Krüger hatte den Betreuerposten vertretungsweise von Steffen Rheker übernommen. Und auf die Frage, wie viele Punkte die erste Mannschaft denn bisher unter seiner Betreuung geholt habe in dieser Saison, antwortete er wahrheitsgemäß: „Keinen einzigen!“Doch entgegen dieser Erwartung begann das Spiel klasse. Pascal Ewers testete bereits in der zweiten Minute den gegnerischen Torwart mittels eines Gewaltschusses aus 20 Metern. Doch auch auf der anderen Seite wurde es schnell heiß. Denn schon nach fünf Minuten musste Sascha Niemeier zum ersten Mal in höchster Not retten.
Danach wurde das Spiel ein wenig ruhiger. Das änderte sich jedoch schlagartig in der 20. Spielminute, als das Tor des Spiels fiel. Torben Rheker und Pascal Ewers hatten sich wunderschön auf der rechten Seite durchkombiniert. Die Folge war eine klasse Hereingabe von Pascal Ewers, die von Stefan Klocke zum viel umjubelten Führungstreffer genutzt wurde. Klasse!
Und beinahe hätte es schon kurze Zeit später noch besser ausgesehen. Denn in der 23. Spielminute hätte es auch gut und gerne 2:0 stehen können. Torben Rheker war nach Zuckerpass von Michael Meyer alleine auf das gegnerische Tor zugelaufen, ohne den Keeper allerdings überwinden zu können.
In der 25. Spielminute testete Michael Meyer dann noch einmal den Dalhäuser Torwart, der diesmal Schwächen zeigte und den Ball aus den Händen gleiten ließ. Allerdings bekam er das Leder trotzdem noch auf der Linie zu fassen.
Im Gegenzug dann fast der Ausgleich. Doch der Ball geht knapp am Kollerbecker Tor vorbei.
Danach folgte eine hektische Phase, die der SVK jedoch unbeschadet überstand. Jörg Hundertmark allerdings war in der Kabine nicht 100% einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Leute, wir müssen die Hektik vermeiden! Denn das wird sowieso noch ein ganz, ganz dünnes Eis, auf dem wir uns bewegen. Ihr wisst es selbst: Eine Führung mit 1:0 ist nicht mehr als ein Schiss!“
Dass dieser Schiss jedoch für drei Punkte reichte, das hing am Ende auch mit ein wenig Glück zusammen. Denn eins steht fest: Die Hektik bekamen die Kollerbecker jetzt nicht mehr in den Griff. Ebenso allerdings bekamen auch die Dalhäuser den Ball nicht ins Tor. Am nächsten kamen die weit angereisten Gäste dem Ausgleich noch in der 72. Spielminute, als das Aluminium für den bereits geschlagenen Sascha Niemeier rettete.
Am Ende ergaben sich dann jedoch auch mehrere Gelegenheiten für den SVK, per Konter mit dem 2:0 alles klar zu machen. Die dickste Gelegenheit ergab sich in der 86. Spielminute, als der eingewechselte Lukas Meyer den Ball nur ganz knapp am langen Pfosten vorbeidrosch. Die Hereingabe auf den mutterseelenallein mitstürmenden Jens Schölzel wäre hier allerdings die wesentlich bessere Handlungsalternative gewesen. „Wenn jetzt noch das Tor zum 1:1 fällt, dann wissen wir, wer Schuld hat…“, brachte es Jörg Lange auf den Punkt.
Dieses Tor fiel aber nicht. Denn außer einer gelb-roten Karte für Marc Neumann passierte nicht mehr viel.
Sei es drum: Der SVK startet mit drei Punkten in die Rückserie und hofft auf einen besseren Verlauf als den der Hinrunde. Hoffentlich auch wieder regelmäßig mit Elmar Happe. Dem merkte man zwar heute die mangelnde Spielpraxis an. Als Leitwolf ist er für die Mannschaft jedoch in jedem Fall ein großer Gewinn.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Marc Neumann, Torben Rheker (65. Jens Schölzel), Michael Meyer, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Elmar Happe, Pascal Ewers (79. Lukas Meyer), Stefan Klocke (60. Dominik Sprenger), Mikael Grunwaldt