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28.09.2008

Hoffnung zur Halbzeit keinen Pfifferling wert

TuS Amelunxen – SVK 3:4

(svk) 1:3 stand es aus Kollerbeck Sicht. Keiner der mitgereisten Kollerbecker hätte auch nur einen Pfifferling auf einen Punktgewinn der Grün-Weißen gewettet. Es lag eine Halbzeit hinter allen Beteiligten, die einmal mehr die momentan eklatante Abwehrschwäche der Kollerbecker Mannschaft schonungslos offenbart hatte. Nach Belieben hatte sich der Amelunxer Sturm durch die Kollerbecker Defensive kombiniert. Und bei nur etwas konsequenterer Chancenauswertung hätten Uebensee & Co auch gut und gerne 5 oder gar 6 zu 1 führen können.

BrüderduellDabei hatte Jörg Hundertmark doch vor dem Spiel alles gegeben, um seinen Jungs das abhanden gekommene Selbstbewusstsein zurück zu geben. Gegen Driburg sei es gar nicht so schlecht gelaufen. Und diesen Bericht im Westfalenblatt, in dem vom Feuerwehrmann Hundertmark die Rede war, der an allen Ecken und Enden Brände zu löschen habe, den solle man einfach nicht beachten. Vielmehr erinnerte er an die Aufstiegssaison vor zwei Jahren: „Warum sind wir denn damals aufgestiegen? Weil wir die beste Abwehr der Liga hatten. Die Null muss endlich wieder stehen!“

Doch die Null stand gerade einmal fünf Minuten. Da hieß es einmal mehr Ecke und Tor. Und in der 14. Spielminute fiel dann bereits das 2:0 für den Gastgeber. Erfolgreich war diesmal ein guter Bekannter. Andreas Loges, Bruder vom Kollerbecker Neuzugang Matthias Loges und mittlerweile 37 Jahre alt, hatte im Anschluss an eine Ecke nachgestochert und eingeschoben.

Pascal Ewers verkürzte in der 24. Spielminute auf 1:2 nach schnell ausgeführtem Freistoß durch Michael Meyer, ehe der TuS Amelunxen in der 30. Spielminute den alten Abstand wieder herstellte. Und erst, als die erste Halbzeit fast vorbei war, konnte Sascha Niemeier sich endlich auszeichnen und ins Spiel eingreifen. Vorher hatte er nur hinter sich greifen können.

Kein Wunder also, dass die Köpfe in der Kollerbecker Kabine geschlossen nach unten hingen. Zu sehr war man schlicht und ergreifend unterlegen gewesen. Wie Jörg Hundertmark dann offensichtlich genau die richtigen Worte fand, weiß er vielleicht selber nicht so ganz genau. Aber sie passten eben.

Denn in der zweiten Halbzeit erkannte man die Mannschaft nicht wieder. Oder besser gesagt: Man erkannte beide Mannschaften nicht wieder. Fast war es so, als hätten die beiden Teams in der Halbzeit die Trikots getauscht. Denn fortan spielte nur noch der SV Kollerbeck. Der TuS Amelunxen war sich seiner Sache wohl einfach zu sicher gewesen. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Gastgeber das Fußballspielen in der 46. Spielminute einstellte.

So stand es in der 58. Spielminute auch nur noch 2:3. Niklas Rheker hatte von einem Zufallsprodukt profitiert und einen Abpraller in der Amelunxer Abwehr eingenetzt. Und es sollte noch besser kommen. Denn nur fünf Minuten später hieß es wieder Tor für den SVK. Diesmal war es Stefan Klocke gewesen, der einschieben konnte (63.). Weitere fünf Zeigerumdrehungen weiter und der SVK führte sensationell. Wieder hieß der Torschütze Niklas Rheker, der diesmal eine Flanke vom eingewechselten Torben Rheker zum 4:3 klasse verwerten konnte.

Danach hatte sowohl der TuS Amelunxen noch kleinere Chancen zum Ausgleich als auch der SVK die Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. So aber blieb es spannend bis zum Schluss. Bemerkenswert noch die Einwechslung von Lukas Meyer, der zu seinem ersten Einsatz in der Seniorenmannschaft des SVK kam.

War das etwa das viel beschworene Erfolgserlebnis, das die Mannschaft so  dringend gebraucht hatte? Nach einem mehr als hoffnungslosen 1:3 das Spiel noch zu gewinnen? Zu wünschen wäre das der Mannschaft. Nur darf die sensationelle Leistung der zweiten Halbzeit nicht die eklatanten Defensivschwächen der ersten übertünchen. Dort muss Hundertmark ansetzen, um der Mannschaft die nötige Sicherheit zurück zu geben. Die Null muss wieder stehen.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Schölzel (83. Lukas Meyer), Marc Neumann, Jens von Heesen (46. Torben Rheker), Jan Durgeloh, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Stefan Klocke (87. Matthias Brisgies), Matthias Loges, Pascal Ewers

Schenkten sich im Bruderduell nichts: Matthias (links) und Andreas Loges