"Ein 4:0 hätte auch nicht dem Spielverlauf entsprochen"
Kollerbeck II besiegt die Reserve aus der Kurstadt mit 2:1
(svk) "Ein 4:0 hätte auch nicht dem Spielverlauf entsprochen" - so der Kommentar des ausgewechselten Jörg Lange nach dem 2:0, in Anspielung auf die 2 vergebenen Chancen im restlichen Spielverlauf. Dass eben dieser Spielverlauf durch den Anschlusstreffer kurz vor Schluss wenigstens etwas durch das Ergebnis wiedergegeben wird, ändert nichts daran, dass die zweite Mannschaft damit 2 von 3 über ihr in der Tabelle positionierten Mannschaften geschlagen hat.
Vor der Partie war die Marschrichtung klar, genauso wie gegen Bredenborn hinten tief stehen und nach vorne durch schnelle Angriffe den Erfolg suchen. Driburg musste das Spiel gestalten und somit sollten sich vorne Räume ergeben. Die Rechnung ging auch über die gesamte Partie auf, allerdings drückte Driburg mehr, als einem lieb sein konnte. Durch schnell gespielte Doppelpässe aus dem Mittelfeld heraus oder gute Einzelaktionen über die Außen brachte Driburg den Ball immer wieder in die Gefahrenzone. Routinier Heinrich Köhne konnte sich einige Male auszeichnen, bei Distanzschüssen, aber auch bei sicher gepflückten Flanken.
Durch die defensive Ausrichtung ergaben sich aber über den gesamten Verlauf gute Möglichkeiten für Gegenstöße, durch die Mitte über Stefan Gemmeke oder von Außen über Martin Rheker, vorne lauerten Holger Kanne und Simon Reinhard auf den tödlichen Pass. Nach einer dieser Gegenstöße konnte Holger Kanne parallel zum 16er laufend 3-4 Gegenspieler auf sich ziehen und im richtigen Moment den Pass auf den im Rücken gestarten Simon Reinhard spielen. Dieser lässt sich in Abwesenheit eines Gegenspielers nicht lange bitten und schiebt den Ball mit einem Kontakt am Keeper vorbei ins lange Eck. Trotz einiger aussichtsreicher Situationen auf Driburger Seite (unter anderem ein wegen Abseitsposition abgepfiffenes Kopfballtor, von Jörg Lange für den Zurückgepfiffenen schön mit den Worten "wenn du der letzte Mann vor dem Tor bist, ist es meist Abseits" erklärt) ging es mit dem 1:0 in die Pause.
Kurz vor dem Wechsel wurde der angeschlagene Martin Rheker noch durch Matthias Brisgies ersetzt, welcher nach seiner Verletzung aus dem Bredenbornspiel und 14 Tagen Pause in der Zweiten die erste Belastungsprobe absolvieren sollte. Und mit dieser Personalie schließt auch die wichtigste Aktion der zweiten Hälfte ab. Der ebenfalls eingewechselte Meinolf Köhne sieht im Mittelfeld unbedrängt den gestarten Simon Reinhard und spielt ihn lang auf der Außenbahn an. Mit schnellen Schritten schüttelt er seine Verfolger ab und flankt von kurz vor der Grundlinie mustergültig auf den mitgelaufenen Matthias Brisgies, welcher mit einem nicht minder schönen Kopfball abschließt. Dass der damit sicher geglaubte Sieg kurz vor Schluss nochmal in Gefahr geriet, ist einer in der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so zahlreichen Driburger Chancen zu verdanken, welche kurz vor Schluss doch noch den Weg ins Tor fand. Änderte aber an den 3 Punkten unter dem Schlussstrich nichts mehr, und damit wurde der vierte Platz zumindest bis nächste Woche verteidigt.
Der SVK II spielte in folgender Aufstellung: Heinrich Köhne - Stefan Bielefeld, Sebastian Welling, Matthias Büker, Jens Mönks - Jörg Lange (60. Meinolf Köhne), Stefan Gemmek, Andre Reinhard, Martin Rheker (46. Matthias Brisgies) - Simon Reinhard, Holger Kanne