Drei Favoritensiege
LEICHTATHLETIK: 11. Köterberglauf des SV Kollerbeck
(svk) VON DIETER MÜLLER Kollerbeck. Überraschungen? Diesmal nicht. Die Favoriten setzten sich mit großem Vorsprung durch. Der 11. Köterberglauf des SV Kollerbeck brachte drei alte Bekannte als Sieger hervor: Michael Amstutz, Carsten Teiwes und Martin Schoppmeier dominierten auf den drei Strecken.
Martin Schoppmeier kennt die lange und bergige Strecke über 27,5 Kilometer wie seine Westentasche. Fast scheint der Lauf vom Kollerbecker Sportplatz zum Köterberg und wieder zurück sein Lieblingslauf zu sein. Denn hier triumphierte der schnelle Mann vom SV Brenkhausen/Bosseborn schon oft. Letztes Jahr gewann er in starken 1:47,46 Stunden und vor zwei Jahren wurde er Zweiter bei Matsch und Regen in ebenso guten 1:48,2 Stunden.
Seine Bestzeit auf dem profilierten Weg zum höchsten Berg des Kreises Höxter liegt bei 1:43,03 Stunden - das ist die drittbeste Zeit, die jemals auf der anerkannt anspruchsvollen Strecke gelaufen wurde. Schneller waren bisher nur der damalige NSU-Renner Carsten Thoma in 1:42 Stunden und der Blomberger Nelkenläufer Norbert Borgers in 1:40:07 Stunden, dem Streckenrekord.
Bei der elften Ausgabe der Kollerbecker Laufveranstaltung holte er sich seinen zweiten Sieg in Folge: Martin Schoppmeier kam zwar nicht annähernd an seine Bestzeiten heran, aber er hängte seinen hartnäckigen Widersacher Gunnar Klocke vom TV Lemgo auf den letzten Kilometern ab. Schoppmeier siegte in 1:52,51 Stunden. Gunnar Klocke vom TV Lemgo wurde Zweiter hinter Schoppmeier in 1:53,46 Stunden und vor dem Bielefelder Jörg Geißelmann, der 1:57,04 Stunden brauchte. Frank Walter aus Donop wurde Vierter in 1:57,04 Stunden . Hubert Quest von der NSU Brakel kam in guten 1:58,09 Stunden auf den fünften Platz vor dem Streckenrekordhalter Norbert Borgers in 2:01,19 Stunden.
Marion Widany vom TuS Lügde war schnellste Frau in 2:29,02 Stunden vor Simone Siepler, die für die LF Lüchtringen startet, in 2:31,23 Stunden und Christiane Pöppe von der NSU Brakel in 2:34,19 Stunden. 84 Athleten liefen über 27,5 Kilometer - der letzte war Martin Klages vom Team Erdinger in 3:49,18 Stunden.
Es war heiß und damit war an Bestzeiten nicht zu denken. "Ich bin froh, dass ich nicht über die lange Strecken laufen muss", sagten viele, die sich nach 13 Kilometern im Ziel Schatten und kühle Getränke gönnten.
Michael Amstutz lief einem lockeren Start-Ziel-Sieg entgegen. Der Dritte der Westfälischen Bestenliste seiner Altersklasse M40 über zehn Kilometer in 33:44 Minuten gewann souverän die kürzere Strecke in Kollerbeck in 47:55 Minuten. Es war sein zweiter Sieg in Folge auf 13 Kilometern. "Das nwar schön locker weg", meinte Michael Amstutz nach fast entspannenden 13 Kilometern. Zweiter wurde Patrick Hauer von der DJK Laurentius Warburg - und er war mächtig stolz auf sein starkes Rennen: Er bewältigte die schwere Strecke in 50:53 Minuten. Helmut Mühlenmeier aus Donop kam auf Platz drei in 51:08 Minuten. "Letztes Jahr bin ich auf dieser Strecke total eingegangen. Deshalb bin ich diesmal auf Taktik gelaufen. Das ich vorne nicht rankommen würde, war mir schnell klar", meinte der Lipper zu seinem dritten Platz in Kollerbeck. Schnellste Frau war Inge Müller vom TuS Hembsen in 1:05,25 Stunden.
Carsten Teiwes hatte keine Probleme, zum zweiten Mal den Lauf über fünf Kilometer zu gewinnen. In 18:47 siegte er souverän, dabei schonte er sich für den am nächsten Tag folgenden Lauf in Holzminden.
Der Köterberglauf des SV Kollerbeck hat alles, was ein waschechter Volkslauf braucht: reizvolle Landschaft, an der man sich satt sehen kann. Deftige Anstiege, an denen man sich austoben kann. Aber auch lange flache Passagen, wo man es so richtig rollen lassen kann. Das, und die gute Organisation durch Heinrich, Margreth und Lisa Rheker sowie Leichtathletik-Abteilungsleiter Björn Waltemode honorieren die Volksläufer jedes Jahr mit großer Beteiligung.
Quelle: Neue Westfälische, Lokalsport Höxter, 03.09.2008
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