Stopp im Abwärtstrend gelungen
SVK – SV Fürstenau/Bödexen 4:0
(svk) Mit einem nur zu Beginn gefährdeten Sieg gegen Fürstenau hat der SVK zunächst einmal den Abwärtstrend der letzten Wochen stoppen können. Ob allerdings von einer Trendwende gesprochen werden kann, das muss erstmal abgewartet werden. Denn dieser SV Fürstenau/Bödexen ist in der jetzigen Verfassung mit Sicherheit nicht mit dem FüBö vergangener Tage zu vergleichen. Trotzdem, vieles, was beim SVK vorher falsch gelaufen ist, ist heute gut gelaufen. Vor allem die Tore für den SVK sind hier hervor zu heben. Denn über eines waren sich sowohl Spieler als auch Fans nach dem Schlusspfiff einig. Die Tore zum 1:0, 3:0 und 4:0 sind normalerweise die Art von Toren, die seit mehr als einem Jahr eigentlich immer gegen den SVK fallen.
Elmar Happe hatte die Verteidigung gegenüber dem Spiel in Stahle wieder einmal komplett umgestellt und auch aus den Erfahrungen aus dem Stahle-Spiel heraus umstellen müssen. Heute spielten mit André Struck und Matthias Brisgies zwei Abwehrrecken in der Innenverteidigung der Viererabwehrkette, die am Freitag gar nicht im Kader standen. Alexander Rheker rückte dafür auf die Außenposition sowie Elmar Happe noch eine Spur weiter nach außen, nämlich im sprichwörtlichen Sinne auf die Tribüne. „Es war ein Fehler, dass ich gegen Stahle gespielt habe!“, gab der Höxteraner unumwunden zu. Heute sollte es besser laufen. Und das auch deswegen, weil die Fürstenauer und Bödexer ebenso unsicher auftraten wie der SVK zu Beginn. Vielleicht sogar noch ein wenig unsicherer.
So dauerte es auch nur 16 Minuten, bis es 1:0 für den SVK hieß. Michael Meyer, gegenüber dem Spiel in Stahle kaum wieder zu erkennen, hatte aus 25 Metern einfach mal draufgehalten. Als einige Zuschauer schon raunten und nicht besonders zufrieden waren mit diesem Schussversuch, der eher einem Schüsschen ähnelte, da ließ der Tortwart den Ball doch tatsächlich noch einmal aus den Händen gleiten. Bemerkenswert, dass diesmal auch tatsächlich Kollerbecker Spieler nachgesetzt hatten und deswegen tatsächlich in der Nähe waren, um den Fauxpas aufzugreifen. Stefan Klocke stocherte also so lange herum, bis Pascal Ewers den Ball schließlich nur noch über die Linie drücken musste.
Und es kam noch besser. Denn in der 37. Spielminute stand es schon 2:0 für Grün-Weiß. Auch dieses Mal hieß der Ausgangspunkt Michael Meyer, der mit einem Sahne-Diagonalpass in den Rücken der Fürstenau Abwehr Jens Schölzel in Szene setzte. Der nahm den Ball klasse runter und ließ dem Gästekeeper keine Chance.Das Spiel lief also für den SVK, wobei es mehr durch seine Fehler als durch seine Klasse unterhielt. Sei es drum, auch der Halbzeitstand war 2:0 und Elmar Happe frohlockte. Allerdings war dem ganzen Team auch die Anspannung anzumerken. Denn zu oft kam direkt nach der Halbzeit der kalte Schauer für unser Team.
Dieses Mal allerdings blieben die Angriffsbemühungen des Gegners direkt nach der Pause ohne Erfolg, sodass die Hoffnungen auf drei Punkte stiegen.
Diese Hoffnungen allerdings bekamen in der 65. Spielminute einen gehörigen Dämpfer, denn der nur neun Minuten zuvor eingewechselte Matthias Loges sah zu Recht die gelb-rote Karte. Zuvor hatte er gleich zwei Mal in allerhöchster Not taktisch foulen müssen. Dass sein Gegenspieler Fabio Mancini wegen seiner Tätlichkeit auch hätte vom Platz gestellt werden müssen, vermag nur deswegen nicht allzu sehr aufzuregen, als dass der SV Fürstenau/Bödexen in dieser Saison im Spiel „elf gegen zehn“ bereits gegen Alhausen vier Tore kassierte und auch heute noch zwei Treffer bekommen sollte.
Doch zunächst bewies Sascha Niemeier in der 78. Spielminute noch einmal all sein Können und bewahrte seine Farben vor dem Anschlusstreffer. Wer weiß, was dann noch einmal im Rehbergstadion los gewesen wäre. So aber fiel in der 79. Spielminute – also quasi im Gegenzug – der alles entscheidende Treffer zum 3:0 durch Mikael Grunwaldt. Ohne dem Zivildienstleistenden den Willen zu diesem Treffer absprechen zu wollen - ganz im Gegenteil, setzt er doch ungemein kämpferisch nach – wie das Tor durch einen Pressschlag fiel, das konnte schon wieder als glücklich bezeichnet werden.
Und auch das 4:0 bekommt normalerweise nur der SVK. Heute aber ist es Michael Meyer, der sein klasse Spiel mit einem sehenswerten Schuss aus 22 Metern über den Torwart hinweg in das grün-weiße Glück komplett machte.
Der Stopp im Abwärtstrend ist also zunächst einmal geglückt. Und den Anfang der Trendwende kann man ja vielleicht bereits im nächsten Heimspiel gegen unseren Lieblingsgegner aus dem Eichenwald komplett machen. Wir wollen es hoffen!
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Matthias Brisgies (67. Jan Durgeloh), Alexander Rheker, André Struck, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Stefan Klocke, Jens Schölzel (56. Matthias Loges), Torben Rheker, Pascal Ewers