Im freien Fall
FC Stahle – SVK I 3:1
(svk) Wenn eine Mannschaft nach einem fast vier Jahre andauernden Höhenflug so wenig Erfolg hat wie der SVK im Moment, dann möchte man gerne vom berühmten „Boden der Tatsachen“ sprechen. Doch bei rechter Betrachtung gewinnt man als Kollerbecker Zuschauer mehr und mehr den Eindruck, als sei dieser Boden noch immer nicht erreicht. Als befinde man sich eben noch immer im nicht minder berühmten „freien Fall“.Na klar, es ging gegen den FC Stahle. Na klar, die Stahler sind mit Siegen gegen Fürstenau und Lauenförde super in die Serie gestartet. Und na klar, nach dem Ausfall von Matthias Brisgies (beruflich) und Marc Neumann (krankheitsbedingt) musste die Kollerbecker Innenverteidigung komplett neu aufgestellt werden. Doch wer so viele Großchancen des Gegners zulässt und im Gegenzug nach Vorne so wenig Zwingendes präsentiert, der kann am Ende nur hochverdient verlieren.
Bereits nach fünf Minuten hätte es schon 0:1 aus Kollerbecker Sicht lauten können. Doch zum Glück war der Strafstoß ebenso indirekt wie schön getreten gewesen, sodass der Treffer nicht zählte. Doch dieses Tor sollte nur aufgeschoben sein, denn nach 35 Minuten heißt es dann doch 0:1 nach einem lustigen Katz-und-Maus-Spiel mit der kollektiven SVK-Abwehr in der Rolle der Maus. Nur fünf Minuten später bereits das 0:2. Diesmal wurde die Kollerbecker Hintermannschaft – wie so oft an diesem Abend – schlicht und ergreifend überlaufen.
Und wäre nicht quasi im Gegenzug der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Jens Schölzel gefallen, wäre die Hoffnung wahrscheinlich schon in der Halbzeitpause erloschen gewesen. So aber ergab sich in der 46. Spielminute tatsächlich die große Chance zum Ausgleich für Michael Meyer, dem bis auf die herrliche Vorarbeit zum 1:2 heute einfach nichts gelingen wollte. Doch der Bönekenberger rutschte knapp am Ball und damit am Ausgleich vorbei. Das wäre ja auch ganz was Neues gewesen, wenn der SVK mal der Profiteur direkt nach Wiederanpfiff gewesen wäre.
So aber wurde schnell die aus den Spielen gegen Dalhausen und gegen Sandebeck wohlbekannte Ordnung insofern wieder hergestellt, als dass es der Gegner ist, der in den ersten sechs Minuten nach der Pause die Tore macht. In diesem Fall war es die Spielminute 50, als Alexander „Sanner“ Rheker den Ball nur noch in den eigenen Winkel klären kann. Damit war das Spiel entschieden, denn trotz umfangreichen Ballbesitzes kam der SVK einfach nicht gefährlich vor das gegnerische Tor. Auch über die Wahl der Mittel – lange und hohe Bälle auf unsere Stürmer, die damit natürlich überhaupt nichts anfangen konnten – kann man sich durchaus unterhalten.
Im Gegensatz dazu der FC Stahle, der bei konsequenter Auswertung seiner Konterchancen auch durchaus 5:1 oder 6.1 hätte gewinnen können. So aber blieb es beim 3:1 und noch zwei Fakten für die Freunde der Statistik. Zum einen kam der SVK in der Person von Niklas Rheker in der 89. Spielminute zu seinem fünften Aluminiumtreffer im vierten Saisonspiel und zum anderen in der Person von Michael Meyer zur ersten gelb-roten Karte in dieser Spielzeit (90.).
Doch ein Trost bleibt: Irgendwo muss der Boden sein!
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Elmar Happe, Alexander Rheker, Jens von Heesen, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt (82. André Reinhard), Niklas Rheker, Stefan Klocke (90. Uwe Mönks), Jens Schölzel, Torben Rheker, Pascal Ewers