Unnötig spannende Unterhaltung
SVK I – SG Sandebeck/Langeland 5:2
(svk) Sie haben es also doch noch nicht verlernt, das Siegen. In einem unnötig spannenden Match schlugen unsere Jungs die Gäste aus Sandebeck und Langeland am Ende auch in der Höhe verdient mit 5:2. Das Spiel hätte aber auch ganz anders ausgehen können. Denn wäre der Ball in der 84. Spielminute anstatt an das Gebälk des Kollerbecker Kastens hinein geflogen, dann hätte es 3:3 gestanden und im Gegenzug wäre eben nicht das alles entscheidende 4:2 gefallen. Fortuna war also auf Kollerbecker Seite. Wurde auch mal wieder Zeit…
Gegenüber dem Dalhausen Spiel änderte Elmar Happe die Aufstellung auf zwei Positionen. Für André Struck rückte Matthias Brisgies in die Innenverteidigung. Und für den abwesenden Pascal Ewers spielte Jens Schölzel. Und der sollte heute einiges beitragen zum guten Kollerbecker Gelingen.Das Spiel begann tempo- und chancenreich. Das allerdings nur auf Kollerbecker Seite, denn die SG hatte große Mühe, dem Kollerbecker Druck einigermaßen standzuhalten. Von Glück konnten die Gäste reden, dass es zur Halbzeit nur 0:2 aus ihrer Sicht stand. Denn hätte der SVK konsequent auch nur seine „100%igen“ genutzt, dann wäre das Spiel zur Halbzeit schon längst gelaufen gewesen. Aber auch so sah es ganz gut aus nach den Toren von Jens Schölzel (21.) und Neuzugang Matthias Loges mit seinem ersten Treffer für den SVK in diesem Jahrtausend (35.). Die Vorarbeit hatte jeweils Michael Meyer beigesteuert.
Elmar Happe war also in der Kabine zufrieden. Auch die mangelhafte Torausbeute ließ ihn kalt. Doch er warnte seine Spieler eindringlich davor, in der zweiten Halbzeit in einen Schönwetterfußball zu verfallen. Das machte schon von daher keinen Sinn, als dass es das ganze Spiel über ununterbrochen regnete.Was dann jedoch kam, erinnerte unwillkürlich an das Dalhausen-Spiel. Führte man dort zur Halbzeit mit 1:0 und bekam innerhalb der ersten Minuten der zweiten Halbzeit zwei Gegentore, war das Ergebnis heute nur insofern anders, als dass man ja vor der Pause 2:0 geführt hatte. In der 50. Spielminute stand es also nach zwei Standards und Konfusion im Kollerbecker Strafraum 2:2 und der Geräuschpegel außerhalb und auf dem Platz stieg. Keiner konnte und wollte so richtig nachvollziehen, wie das passieren konnte. Dementsprechend geschockt spielten jetzt auch die Kollerbecker. Erst in der 70. Spielminute kam der SVK zu seiner ersten Chance in der zweiten Halbzeit durch Michael Meyer. Doch die Zuschauer sollten noch nicht erlöst werden.
Bis dahin sollten noch sechs Minuten vergehen. Und auch diesmal sollte der Torschütze Werder-Fan sein und Jens Schölzel heißen, der ähnlich wie beim 1:0 diesmal eine schöne Hereingabe vom eingewechselten Torben Rheker in das lange Eck spitzelte (76.).
Das sollte es doch eigentlich gewesen sein, oder? Denkste! Denn in der 84. Spielminute hätte es tatsächlich noch einmal 3:3 stehen können. Doch die Latte rettet für den bereits geschlagenen Sascha Niemeier. Die endgültige Entscheidung dann im Gegenzug. Diesmal kann Jens Schölzel zwar nicht selber einnetzen, er wird jedoch vom gegnerischen Tortwart regelwidrig von den Beinen geholt. Denn folgenden Strafstoß verwandelte wie gewohnt sicher Michael Meyer (85.).
Das 5:2 steuerte dann noch Stefan Klocke bei. Am Ende hätte das Spiel dann auch gerne wieder 7:2 oder 8:2 ausgehen können. Denn noch zwei Mal trafen die Kollerbecker nur Aluminium. War aber nicht entscheidend, denn die ersten drei Punkte der Saison 2008/09 waren eingefahren.
Trotzdem kreisten die Gedanken der Kollerbecker Spieler und Zuschauer noch lange um die Frage, wie es gegen einen solch indisponierten Gegner so lange so spannend bleiben konnte…
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Matthias Brisgies, Marc Neumann, Alexander Rheker, Jens von Heesen (70. Elmar Happe), Michael Meyer, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Stefan Klocke, Jens Schölzel, Matthias Loges (60. Torben Rheker)