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17.08.2008

Missglückter Saisonstart in der Ferne

SV Dalhausen – SVK 2:1

(svk) Andere Liga, aber gleiches Ergebnis und gleiches Zustandekommen. So kann man den Übergang des SVK von der Bezirksliga in die A-Liga überschreiben. Umgewöhnen muss man sich da als SVK-Anhänger nicht. Denn was sich in Dalhausen abspielte, kennt man schon zu genüge. Phasenweise – gerade in der ersten Halbzeit – wurde ein richtig guter Ball gespielt. Über die zweite Halbzeit allerdings kann aus Zuschauersicht getrost der Mantel des Schweigens gelegt werden. Elmar Happe hingegen wird sich diesen Spielabschnitt wahrscheinlich noch mehrfach im eigenen „Kopfkino“ anschauen oder auch anschauen müssen.

HalbzeitanspracheDer SVK ist also wieder angekommen in der A-Liga. Doch wer sich als Zuschauer auf wieder kürzere Wege zu den Auswärtsspielen gefreut hatte, der wurde beim Blick auf den Spielplan rasch eines besseren belehrt. Denn es ging weit in die Ferne zum SV Dalhausen. Und damit zu einer Mannschaft, der im Vorfeld dieser Saison von einigen Experten eine gute Rolle zugetraut wurde. Dementsprechend vehement war Elmar Happes Ansprache vor dem Spiel: „Leute, wer meint, dass man als Ex-Bezirksligamannschaft mal so eben die Spiele in der A-Liga gewinnt, der findet sich nächste Woche ganz schnell auf der Bank wieder!“ Und überhaupt, der Trainer machte einen gleichermaßen angespannten wie motivierten Eindruck. Lautstark wies er immer wieder vor allem seine neu eingeformte Vierer-Abwehrkette auf Defizite hin. Aber auch die anderen Mannschaftsteile bekamen ihr Fett genau so weg wie sogar einige Kollerbecker Zuschauer, die das ein oder andere Mal einen Pfiff des Unparteiischen wegen eines vermeintlichen Foulspiels forderten. Das kommt beim Höxteraner gar nicht gut an: „Liefert meinen Jungs doch kein Alibi dafür, dass sie nicht mit dem Körper reingehen müssen!“

Im Verlauf des Spiels wechselten sich Glück und Pech für beide Mannschaften in schöner Regelmäßigkeit ab. Da wären zunächst Marc Neumann und Sascha Niemeier, die jeweils an der Grenze zum roten Karton als so genannten „letzten Männer“ ihre Gegenspieler von den Beinen holten (9. und 46. Minute). Hier also Glück! Auf der anderen Seite war aber auch genug Pech zugegen, als sowohl Michael Meyer wie auch Heimkehrer Matthias Loges nur Aluminium trafen (55. und 72.). Zusätzlich wurde André Struck ein Treffer nach einer Ecke aberkannt, weil er sich zuvor offenbar allzu vehement Platz verschafft hatte (65.).

Und so kam es, dass am Ende der SV Dalhausen als Glücklicherer die Punkte zu Hause behielt. Dabei hatte der SV Kollerbeck doch geführt. Nach einem wunderschönen steilen Zuspiel von Michael Meyer war Stefan Klocke mutterseelenallein vor dem gegnerischen Keeper aufgetaucht und hatte mit „Picke“ zur Führung eingenetzt (28.).

Dieser Vorsprung hatte auch noch zur Halbzeit Bestand. Eine Minute danach allerdings war es wieder vorbei mit diesem Vorteil. Denn die bereits oben beschriebene Situation folgte, in der Sascha Niemeier zwar glücklicherweise nur die Verwarnungskarte in gelber Farbe erhielt, er aber beim anschließenden Strafstoß nicht mehr an den Ball kam. Der Schuss war einfach zu hart gewesen (46.).

Dann wieder eine kleine Drangphase der Kollerbecker, die allerdings ohne Zählbares blieb. Ganz im Gegensatz zur anderen Seite, wo ein absolut unnötiger Fauxpas prompt mit dem 1:2 aus der Sicht der Kollerbecker bestraft wird.

Was also bleibt, ist die Erkenntnis, dass einfach noch mehr kommen muss. Und das sowohl im taktischen Bereich, was nach Umstellung auf das neue System allzu verständlich ist. Aber mehr kommen muss eben auch im körperlichen Bereich. Dabei geht es wohlgemerkt eben nicht um unfaires Spiel, sondern um das berühmte „Dagegenhalten“.

Müßig – weil hypothetischn - ist es an dieser Stelle, darüber zu diskutieren, ob das vorabendliche Schützenfest in Großenbreden eine Rolle spielte beim mäßigen Vortrag der Kollerbecker Spieler. Sich mit einer Party die gesamte fünfwöchige Vorbereitung kaputt zu machen, das allerdings wäre – die Betonung liegt auf „wäre“ - tatsächlich eine Riesendummheit.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Marc Neumann, Alexander Rheker, Jens von Heesen (46. Elmar Happe), Michael Meyer, Pascal Ewers, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Stefan Klocke (60. Jens Schölzel), Matthias Loges

Zu dem Zeitpunkt war noch alles gut: Elmar Happe bei der Halbzeitansprache
(im Hintergrund stehend: Neuzugang Matthias "Logo" Loges)