Keine Punkte in Niedersachsen
SC Lauenförde – SV Kollerbeck 4:2
(svk) Diese Reise über die Weser hat sich für die erste Mannschaft des SV Kollerbeck nicht wirklich gelohnt. Und auch die Kollerbecker Anhänger, die eigens für das Spiel einen Bus gechartert hatten, traten enttäuscht den Rückweg an. Denn am Ende waren sich alle einig: hier wäre mehr drin gewesen. Doch schlussendlich reichten die Tore durch Jens Schölzel und André Struck nicht zum Punktgewinn in Lauenförde.
„Hier und heute wird die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden“, war sich Trainer Hundertmark vor dem Spiel sicher. Denn zu ähnlich seien sich die beiden Mannschaften, als dass sich ein großer Qualitätsunterschied bemerkbar machen könne. Und tatsächlich entwickelte sich ein hart umkämpftes und spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Das erste dicke Ausrufezeichen setzte SC-Top-Stürmer Frank Bendig, der einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten des Kollerbecker Gehäuses donnerte (20.).
Dann jedoch die Führung für den SVK durch Jens Schölzel (30.), der von Elmar Happe frei gespielt wird und den Ball überlegt ins lange Eck schiebt. Und als alle schon dachten, es ginge mit dieser knappen Führung in die Pause, machte der SC Lauenförde das 1:1. Insgesamt war die Kollerbecker Deckung zu zaghaft auf den jeweils Ballführenden gegangen.
„Macht nichts. Fangen wir eben wieder bei 0:0 an“, so versuchte ein entschlossener Trainer Hundertmark in der Pause seine Schützlinge wieder aufzurichten. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg, denn die Lauenfördener kamen wesentlich schwungvoller in die zweite Hälfte. Zunächst können zwar noch Sascha Niemeier bzw. Stefan Bielefeld jeweils in höchster Not retten. In der 52. Spielminute zeigte der Unparteiische jedoch auf den ominösen Punkt elf Meter vor dem Kollerbecker Kasten. Matthias Brisgies hatte gefoult und reklamiert hatte keiner. Und weil der anschließende Schuss wiederum von Frank Bendig einfach unhaltbar war, stand es 2:1 für die Gastgeber. Dieser Spielstand sollte aber nicht einmal für einen Minute Bestand haben, denn erneut Frank Bendig zeigte sich auch für das 3:1 verantwortlich. Positiv, dass die Kollerbecker jetzt nicht aufgaben und sich wieder Chancen erspielten. Die allerdings fanden zunächst nicht den Weg ins Tor. Ganz im Gegenteil zur Gegenseite, wo in der 75. Minute sogar das 4:1 fiel. „Das ist hier ja wie in Vinsebeck“, so ein nachdenklicher Fan des SVK. Ein wenig versöhnlich fiel dann zwar noch der Anschlusstreffer durch André Struck zum 4:2. Unter dem Strich bleibt jedoch die Erkenntnis, dass mehr drin gewesen wäre. Denn schlechter als der Gastgeber war man mit Sicherheit nicht gewesen. Allein die sehr, sehr vielen Abspielfehler gerade in der Vorwärtsbewegung fielen negativ auf. Ansonsten stimmte zu großen Teilen der Einsatzwille und die Kampfbereitschaft. Aber das hat heute eben nicht gereicht.
Der SVK spielte mit folgender Besetzung: Sascha Niemeier, André Struck, Matthias Brisgies, Alexander Rheker, Elmar Happe, Stefan Bielefeld (59. Jörg Hundertmark), Jens Schölzel (84. Uwe Mönks), Niklas Rheker, Michael Meyer, Torben Rheker (72. Simon Reinhard), Carsten Rheker

Immer mit unbändigem Siegeswillen ausgestattet: Elmar Happe