Besser spät als nie den ersten Auswärtsdreier landen
Mittwoch, 30.04.08, 18:30 Uhr: TSV Kohlstädt - SVK
(svk) Es ist mal wieder Zeit für eine englische Woche. Und wie hätte diese besser starten können als mit einem Sieg gegen den SV Höxter? Zugegeben, noch besser wäre es gewesen, wenn die anderen Mannschaften „unten drin“ insgesamt noch mehr Federn gelassen hätten. Aber auch so sind Oesterholz und Peckelsheim wieder mitten drin im Abstiegssumpf.
Den SVK trennen im Moment nur noch vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz. Und während in den Vorwochen immer noch die unterschiedliche Anzahl der bereits absolvierten Spiele arge Bedenken schürten, hat sich das Tabellenbild allmählich wieder begradigt. Nur noch Vinsebeck und Oesterholz haben ein Spiel mehr zur bestreiten als der SVK. Noch ist also nichts verloren.Bereits vor dem Höxter-Spiel hatte Happe fünf Siege aus den letzten sechs Spielen gefordert, also 15 von 18 möglichen Punkten. Das entspricht immerhin einer stolzen Quote von 83%. Nach dem Sieg gegen den Höxter sind es jetzt jedoch immerhin „nur noch“ 80%. Das sollte doch zu schaffen sein.
Was jedoch ein wenig Sorge bereitet, sind die Ergebnisse der Konkurrenten. Denn diese punkteten ebenfalls kräftig in letzter Zeit. Das jedoch verblüfft Happe nicht im Geringsten. Denn das Phänomen hat er bereits in den letzten Jahren immer wieder gerade in der Bezirksliga beobachtet. Mannschaften, die jenseits von Gut und Böse in der Tabelle stehen, geben eben im Zweifel nicht mehr die kompletten 100%. Wobei der Defensivspezialist eine starke Solidargemeinschaft unter den lippischen Mannschaften ausmacht. Diese würden auch schon deswegen Gas geben, um ihre Kreisgefährten im Abstiegskampf zu unterstützen. Diese Mentalität sei im Sportkreis Höxter nicht ganz so ausgeprägt, so der 33-Jährige.
Und perfekt zu der vom Trainer aufgestellten Theorie passend trifft der SVK nun auf einen TSV Kohlstädt, der mit 33 Punkten aller Abstiegssorgen ledig ist. Von daher könnte er es langsamer angehen lassen. Wenn da nicht diese vermutete Solidarität mit Oesterholz wäre, die Sorgen bereitet. Sorgen bereitet zudem das Hinspiel, in dem der SVK sang- und klanglos mit 0:4 auf heimischer Asche untergegangen war. Damals lautete die Überschrift zum Spielbericht „SVK noch immer nicht angekommen“. Das hat sich jedoch mittlerweile trotz letzten Tabellenplatzes ein wenig geändert. Gerade die Siege gegen Dringenberg und Höxter haben Mut gemacht. Jetzt jedoch wird es langsam Zeit für den ersten Auswärtsdreier der Saison. Der käme zwar spät, aber eben besser spät als nie.
Und deswegen kann es am Mittwochabend für alle SVK-Anhänger nur heißen, ab über die Egge ins Lipperland zu reisen. Denn was die Lipper können, das können wir Kollerbecker schon lange: Solidarität zeigen nämlich!
Michael Meyer sah im Spiel gegen den SV Höxter gelb-rot und musste die Schlussphase aus der zweiten Reihe beobachten.