„Da sein, wenn andere schwächeln“
Vorbericht: SVK – SV Höxter
(svk) Letzter Tabellenplatz. Sechs Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz Fast ausnahmslos mehr Spiele absolviert als die Konkurrenten. Diese Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Und sie machen wenig Mut für die letzten sechs Spiele für den SVK in dieser Saison. Eine andere Sprache sprechen hingegen die letzten Leistungen gegen den starken SV Dringenberg und den TBV Lemgo. Insbesondere gegen die Dringenberger gaben die Grün-Weißen das erhoffte Lebenszeichen von sich. Und nun geht es am Sonntag gegen den SV Höxter. Der steht zwar im Moment eher im Niemandsland der Tabelle, sorgt aber mit Sicherheit schon vom Namen her für einen zusätzlichen Motivationskick in den Reihen des SVK. Wobei dieser kaum nötig sein darf.
Angesprochen auf das letzte Heimspiel gegen den SV Dringenberg äußert sich Elmar Happe natürlich rundum zufrieden mit seinen Leuten: „Nach den Nackenschlägen der Vorwochen und dem frühen 0:2-Rückstand spricht es für die Mannschaft, das Spiel auf diese Weise noch gedreht zu haben.“ Gegen Lemgo hätte man zudem lange auf mindestens einen Punkt hoffen können. „Letztlich war der Gegner aber doch zu stark“, zieht der Höxteraner einen Strich unter die Niederlage.
Bleibt jetzt natürlich die Frage, wie man auf Seiten der Kollerbecker nun in die letzten sechs Spiele gehen wird. Denn man braucht kein ausgewiesener Fußballkenner sein, um beurteilen zu können, dass der Liga-Verbleib vor allem nach den Erfolgen der Mitkonkurrenten in den letzten Wochen ziemlich unwahrscheinlich ist. In der Beziehung denkt Happe jedoch ganz pragmatisch: „Wir sollten so viele Spiele wie möglich gewinnen, um da zu sein, wenn andere Gegner hoffentlich schwächeln.“ Unterstützung bekommt der Trainer in diesem Zusammenhang auch von Mittelfeldmotor Michael Meyer, der solange nicht aufgeben will, „bis rechnerisch nichts mehr geht!“
Und deswegen sollte natürlich auch die Motivation stimmen vor dem Spiel gegen den Gegner mit dem großen Namen und den etwas kleiner gewordenen Ansprüchen. Denn Tabellenplatz sechs ist natürlich nicht das, was sich die Kreisstädter zu Saisonbeginn in der Bezirksliga erhofft hatten. Von daher treffen nun zwei Mannschaften aufeinander, die beide im bisherigen Saisonverlauf eher enttäuscht haben. Aber dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.
Über genügend Information bezüglich des Gegners sollte Elmar Happe verfügen, war er doch lange Jahre sportlich in der Weserkampfbahn zu Hause. Happe: „Höxter hat in den letzten Spielen wieder etwas Selbstvertrauen gesammelt. Sie werden sicherlich mit einigen A-Jugend Spielern antreten. Dadurch würde die Aufgabe aber bestimmt nicht leichter.“ Und der 33-Jährige erinnert sich natürlich auch noch zu gut an das Hinspiel. Da konnten diese Insiderinformationen jedenfalls nicht in Punkte umgemünzt werden. Der SVK unterlag verdient mit 1:3 (hier geht es zum Spielbericht des Hinspiels).