Keine Schnitte in Barntrup
RSV Barntrup – SVK 3:0
(svk) „Leute, Kopf hoch! Es kommen auch wieder Gegner, mit denen wir uns messen können.“ Mit diesen Worten versuchte Elmar Happe direkt nach der derben 3:0-Klatsche gegen den RSV Barntrup, seine Spieler wieder aufzubauen. Vorangegangen war ein Spiel, bei dem sich sicherlich nicht nur der verletzte Andrè Struck bereits nach fünfzehn Minuten die berechtigte Frage gestellt hatte, ob es richtig gewesen sei, als Zuschauer nach Barntrup zu reisen. Denn nicht nur die Rahmenbedingungen waren mit eisigem Regen einfach nur quälend. Auch das Spiel der Kollerbecker war an diesem Tag einfach nur „suboptimal“. Na klar, gegen den Tabellenersten kann man verlieren. Man kann auch in der Höhe verlieren. Aber ganz davon abgesehen wollte heute auch einfach nichts klappen.
Sascha Niemeier war nach überstandener Knieverletzung, die er sich im Übrigen beim Altherren-Hallenstadtpokal zugezogen hatte, wieder zurück ins Tor gekehrt. Demnach standen Elmar Happe theoretisch alle seine Spieler zur Verfügung. Das allerdings nur vom Papier her, denn so einige Spieler wie Carsten Rheker, Jens Schölzel und Matthias Brisgies kann man durchaus als angeschlagen bezeichnen. Und auch der Rest der Mannschaft hatte keinen wirklich guten Tag erwischt. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass Elmar Happe nach dem Spiel auch unumwunden zugibt, „beim 1:0 nicht gut ausgesehen zu haben“. Und das kann man durchaus unterschreiben, denn der frühe Rückstand in der siebten Spielminute resultierte eigentlich aus einer Verzweifelungstat der Barntruper und nur die anschließende Konfusion in der Kollerbecker Defensive ermöglichte das ganz dumme Tor.
Und je länger das Spiel heute lief, desto sicherer wurden sich die etwa 25 mitgereisten Kollerbecker, dass das hier heute wohl nichts geben würde. Zwar war es nicht so, dass die Grün-Weißen gar nicht mitspielten. Und sogar Chancen erspielten sie sich insbesondere in Person durch Stefan Klocke. Doch sahen die Aktionen auf der Gegenseite einfach wesentlich klarer und zwingender aus. Dementsprechend fiel das 0:2 in der 30. Spielminute nach einer völlig unnötigen Ecke.
Und wer gedacht hatte, dass der SVK nach der Pause noch einmal angreifen würde, der wurde nur drei Minuten nach Wiederanpfiff zurück auf den harten Boden der Barntruper Asche und der Realität geholt. Auch diesmal reichte ein einziger intelligenter Pass, um die gesamte Kollerbecker Abwehr ins Leere laufen zu lassen: 3:0.
Was dann noch folgte, waren Chancen für die Barntruper, die aber unverständlicherweise nicht mehr genutzt wurden. Zudem hatte Elmar Happe in der 75. Spielminute nach einem eigenen Fauxpas Glück im Unglück, dass er seinen Gegenspieler mit seinem „Nachgestocher“ nicht mehr erwischt. Die rote Karte wäre nur die logische Folge und das Sahnehäubchen auf einem Spiel gewesen, das man als Kollerbecker am besten schnell vergisst. Schon des Wetters wegen!
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Alexander Rheker, Jan Durgeloh, Elmar Happe, Marc Neumann (65. Matthias Brisgies), Michael Meyer, Torben Rheker (49. Carsten Rheker), Stefan Klocke (60. Mikael Grunwaldt), Jan Durgeloh, Jens von Heesen, Pascal Ewers
Sascha Niemeier (l.) und Jens Schölzel sind bereit