SVK hält Anschluss an den Rest der Liga
SVK – TuS Vinsebeck 3:0
(svk) Nach dem Schlusspfiff war es vielmehr die große Erleichterung als der ausgelassene Jubel, der im Kollerbecker Rehbergstadion vorherrschte. Soeben hatten die Kollerbecker einen der ärgsten Konkurrenten in einer Art und Weise geschlagen, die Mut macht für den Rest der Saison. Denn auch die Höhe des Sieges war mehr als verdient. Zu schwach hatten sich die Vinsebecker auf Asche präsentiert. Und zu gut waren die Grün-Weißen an diesem Abend. Die Tore für den SVK erzielten Michael Meyer per Foulelfmeter, Niklas Rheker und schließlich Stefan Klocke mit seinem ersten Pflichtspieltor im Dress der ersten Mannschaft.
Flutlichtspiele haben eine immer etwas andere Atmosphäre. Und da tut es auch keinen Abbruch, wenn eines der acht Flutlichter – Emma und Kirsten sei Dank - eher den Weg nach Papenhöfen als den Weg in den Sechzehner leuchtet. Sei es drum, die Kollerbecker kamen mit den Bedingungen einfach klasse zurecht. Denn was die Jungs um Libero Elmar Happe und insbesondere Spielmacher Michael Meyer an diesem Abend auf den Platz zauberten, war Unterhaltung erster Klasse. Die Grün-Weißen präsentierten sich zugleich kampfstark und spielfreudig wie in besten A-Liga-Zeiten. Der TuS Vinsebeck hingegen machte es ihnen aber auch besonders leicht. Denn sie ließen genau diese Tugenden auf ganzer Linie vermissen.
So kam der SVK in den Minuten acht bis achtzehn zu insgesamt und ungelogen sechs Hochkarätern durch Pascal Ewers (8.), Marc Neumann (12.), wiederum Pascal Ewers (13.), Jens von Heesen (14.), Torben Rheker (15.) und Michael Meyer (18.). Und nicht wenige Kollerbecker raunten sich gegenseitig zu, dass das ja wohl nicht gut gehen könne. Denn wer diese Chancen nicht nutzt, der wird normalerweise in der Bezirksliga gnadenlos bestraft – so wie der SVK in vielen, vielen Spieler dieser Saison zuvor. Nicht aber so an diesem Abend, denn in der 35. Spielminute hieß es dann tatsächlich 1:0 für den SVK.
Hatte Elmar Happe noch vor Beginn des Spiels vor den gefährlichen Standards der Vinsebecker gewarnt, sollte eine solche heute als Ausgangssituation für den Kollerbecker Führungstreffer herhalten. Es hieß also zunächst zwar Freistoß für die Teutonen aus Vinsebeck, dann aber hieß es blitzschnell Tempogegenstoß für den SVK mit den Stationen Niklas Rheker, Torben Rheker und schließlich Stefan Klocke, der dann regelwidrig im Vinsebecker Strafraum geklammert wurde. Es hieß also Strafstoß und Michael Meyer nahm sich seiner an. Als dann kurz darauf das Aluminium des Vinsebeckers Kastens „klingelte“, stockte den Kollerbecker Fans kurzzeitig der Atem. Vom Innenpfosten jedoch sprang der Ball glücklicherweise in das Tor statt wieder heraus. Das so wichtige 1:0 war gefallen.
So hieß der Spielstand auch zur Halbzeitpause. Beruhigend allerdings war das nicht. Insofern forderte Elmar Happe folgerichtig das 2:0, das auch nicht lange auf sich warten ließ. Zwar scheiterte der zur Halbzeit für seinen Cousin Jens von Heesen eingewechselte Carsten Rheker noch am gut aufgelegten gegnerischen Torwart. Sein andere Cousin Niklas Rheker schaltete jedoch am schnellsten und drosch den Abpraller aus acht Metern in die Maschen des Vinsebeckers Gehäuses (52.).
Danach kam die einzige Phase des Spiels, in der der SVK nicht zu 100% die Kontrolle über das Spiel innehatte. Zunächst holte sich Torben Rheker wegen Meckerns die gelb-rote Karte ab, nachdem er bereits in Durchgang Nummer eins wegen des gleichen Vergehens die gelbe Karte gesehen hatte. Und dann musste sogar ein- bis zweimal Jens Schölzel, der wieder Sascha Niemeier ersetzen musste, gekonnt eingreifen, um den Anschlusstreffer und damit den Verlust der Kollerbecker Sicherheit zu vermeiden.
Umso schöner war es dann, dass Stefan Klocke mit seinem ersten Pflichtspieltor den Sack dann endgültig zumachte (75.) und die Kollerbecker den Anschluss an den Rest der Liga feiern ließ. Und die Papenhöfener Zuschauer hatten dann sogar noch einen gut beleuchteten Heimweg. Ein perfekter Abend eben.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Jan Durgeloh, Elmar Happe, Marc Neumann, Michael Meyer, Torben Rheker, Stefan Klocke (75. Matthias Brisgies), Jan Durgeloh, Jens von Heesen (46. Carsten Rheker), Pascal Ewers (84. Mikael Grunwaldt)