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09.03.2008

Um 16:42 Uhr wieder „alles in Ordnung“

SVK – TuS Horn Bad/Meinberg 0:1

(svk) Es war um 16:42 Uhr - die 1. Minute der Nachspielzeit – und die alte Ordnung war wieder hergestellt. Über neunzig Minuten hatte der SVK tapfer gekämpft und stand kurz davor, mit einem Achtungserfolg gegen den TuS Horn in das Spieljahr 2008 zu starten. Immerhin ein Punkt sollte doch wohl in Kollerbeck bleiben. Dann aber kam es, wie es in der Hinserie immer und immer wieder gekommen war. Eine Ecke. Eine Unaufmerksamkeit. Und dann das Gegentor. Wieder einmal nur leere Hände und hängende Köpfe.

Der SVK beginnt also das erste Meisterschaftsspiel des Jahres 2008 mit einer erneuten Niederlage. Dabei hatte man sich ordentlich in das Spiel hinein gekämpft. Zwar liefen die ersten zwanzig Minuten so gar nicht nach dem Geschmack von Elmar Happe. Doch immerhin konnte man diese Drangphase der Horner schadlos überstehen. Allerdings trugen die Lipper selber einiges an Dummheit bei. Anders kann man es wohl nicht formulieren, wenn zwei Stürmer mit dem Ball auf das leere Tor zulaufen und dann derjenige dem Ball den letzten Impuls verleiht, der aus dem Abseits kommt. So geschehen in der 13. Spielminute. Und auch sonst musste Ersatztorwart Jens Schölzel, der den am Knie verletzten Stammtorwart Sascha Niemeier gut vertrat, die eine oder andere Situation entschärfen.

Nach zwanzig Minuten allerdings kamen dann die Kollerbecker besser ins Spiel und konnten sich aus der Umklammerung befreien. Auch produzierten die Grün-Weißen jetzt kaum noch Standardsituationen um den Sechzehner. Eigene Chancen hingegen blieben auch jetzt Mangelware. Allenfalls aus der Ferne – unterstützt vom böigen Wind im Rehbergstadion – gingen einige Schüsse auf das Lipper Tor, von denen aber nur der von Elmar Happe in der 22. Spielminute annähernd gefährlich wurde.

„Mehr Emotionen“ verlangte der Spielertrainer dann in der Kabine. Und weiter „Mir ist es auf dem Platz zu ruhig! Wir wollen hier die drei Punkte. Wir brauchen die!“
Jens Schölzel
Und tatsächlich gingen seine Jungs in Durchgang Numero zwei wesentlich leidenschaftlicher und risikoreicher zu Werke. Doch das Defizit aus der ersten Halbzeit wurde auch jetzt nicht behoben. Denn es gelang unserer Mannschaft immer noch nicht, ihre Konterchancen bis zum Ende durchzuspielen. Der berühmte letzte Pass sollte einfach nicht ankommen. Insbesondere in der 50. Spielminute war es Torben Rheker, der sich den Ball zwar klasse am gegnerischen Sechzehner erkämpft, ihn aber nicht optimal für den mitstürmenden Stefan Klocke auflegt. Dann passte es noch ins Bild, dass ein Tor von Jens von Heesen wegen Handspiels nicht anerkannt wurde (83.) und Michael Meyer auf dem einsamen Weg in Richtung gegnerischen Kasten wegen Tätlichkeit an Torben Rheker vom Schiedsrichter zurückgepfiffen wurde.

So ziemlich jeder im Kollerbecker Rehbergstadion hatte sich also schon mit einem 0:0 abgefunden. Zwar kein Traumergebnis. Aber immerhin auch kein Fortführen der Negativserie des Jahres 2007. Dann aber zeigte die Uhr 16:42 Uhr an und die Kollerbecker Welt war wieder einmal gerade gerückt. Denn mit diesen unglücklichen Niederlagen weiß man ja mittlerweile bestens umzugehen - sowohl Mannschaft als auch die Fans.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Elmar Happe, Marc Neumann, Michael Meyer, Torben Rheker, Stefan Klocke, , Pascal Ewers (46. Jan Durgeloh), Jens von Heesen, Simon Reinhardt (75. Mikael Grunwaldt)

Machte seine Sache gut, musste aber auch einmal hinter sich greifen: Jens Schölzel