SVK im Halbfinale des DFB-Kreispokals
6:0-Sieg gegen die Altherren-Mannschaft des TuS Ovenhausen
(svk) Enttäuschend. Nur mit dieser Vokabel lässt sich das Viertelfinalspiel des SVK gegen den Noch-A-Ligisten TuS Ovenhausen zutreffend beschreiben. Da kommt ein Spieler wie Jens Schölzel extra aus seinem Schulort Solingen angereist, um dieses Spiel nicht zu verpassen. Da strömen die Kollerbecker Zuschauer bei Regen in Scharen auf den Sportplatz mit dem gleichen Ziel. Und dann läuft die Mannschaft des TuS Ovenhausen auf: ganze zwei A-Liga-Stammkräfte, dazu ein A-Jugend-Torwart und acht Altherren-Spieler. Enttäuschend.
Dabei machten die Hundertmark-Jungs noch das Beste aus der Situation und zogen von Anfang an ein Powerplay auf, das ihresgleichen sucht. Dementsprechend ergaben sich Großchancen im Minutentakt gegen eine läuferisch und spielerisch völlig überforderte Hintermannschaft des TuS Ovenhausen. Bereits nach neun Minuten fiel dann auch das 1:0 durch André Struck per Foulelfmeter. Jens Schölzel war mal wieder mit hohem Tempo von außen in den 16er eingedrungen und nur durch ein Foul zu stoppen gewesen. Und auch danach folgte eine Großchance auf die nächste. Zwei Vorwürfe müssen sich die Kollerbecker Kicker jedoch in diesem Zusammenhang gefallen lassen: zum einen die mangelhafte Chancenauswertung und zum anderen die Ungeduld, die mit zunehmender Spieldauer ohne Tor um sich griff. Teilweise wurden nun Spielszenen intensiv ausdiskutiert, sodass sogar Schiedsrichter Willi Meyer eingriff „Ihr könnt Euch gleich in der Kabine anmachen, hier ist jetzt Ruhe. Freistoß für Ovenhausen!“.
Und genau dort setzte Jörg Hundertmark in der Halbzeitbesprechung an „Habt Geduld. Die Tore kommen gleich. Die laufen ja jetzt schon auf dem Zahnfleisch.“
Genau so kam es, denn bereits in der 46. Spielminute gelang Jens Schölzel das erlösende 2:0 per Abstauber, nachdem der gegnerische Torwart einen starken Schuss von Stefan Bielefeld hatte durchrutschen lassen. Und acht Minuten später das 3:0 durch Elmar Happe per Kopf nach Ecke Michael Meyer. Weitere acht Minuten später das gleiche Bild: Elmar Happe per Kopf zum 4:0, diesmal allerdings Flanke durch Niklas Rheker. Das 5:0 gelang in der 70. Spielminute Michael Meyer nach schöner Vorarbeit durch Jens Schölzel, der wieder einmal auf der rechten Seite durchgebrochen war. Der Schlusspunkt zum 6:0 dann durch Niklas Rheker nach Vorarbeit durch seinen Bruder Jens Rheker.
Dass die Niederlage für den TuS Ovenhausen noch vergleichsweise niedrig ausfiel, dafür konnten sich die Ovenhäuser Spieler allein bei ihrem sehr gut aufgelegten, weil ordentlich warmgeschossenen Keeper bedanken. Ganz im Gegensatz zum SVK-Schlussmann Sascha Niemeier, der in der gesamten Partie nicht ein Schuss halten musste und in der 2. Halbzeit ein einziges Mal den Ball berührte. Nach Rückpass natürlich.
„Solche Spiele müssen auch erstmal gewonnen werden“, so ein zufriedener Trainer Jörg Hundertmark nach dem Spiel. Und weiter „Wir wollten ins Halbfinale und jetzt stehen wir drin.“ Recht hat er. Und so bleibt abschließend festzuhalten, dass am 19.05.05 der TuS Erkeln Gast im Rehbergstadion sein wird. Dieser hatte sich im zweiten Viertelfinalspiel mit der zweiten Garnitur gegen die die zweite Garnitur der SpVgg. Brakel mit 4:2 durchsetzen können. Bleibt zu hoffen, dass zumindest das Halbfinalspiel dann den Namen „Pokalfight“ verdient. Der momentane Umgang mit dem Kreispokal in weiten Teilen des Kreises allerdings lässt sich nur mit einer Vokabel umschreiben: enttäuschend.

Sorgt mit seinen Flügelläufen über rechts
immer wieder für Gefahr: Jens Schölzel