SVK verpasst Anschluss
SVK – SSV Oesterholz 0:1
(svk) Der SVK verliert mit der Heimniederlage gegen den SSV Oesterholz nicht nur drei wichtige Punkte auf den Gegner, sondern auch so langsam aber sicher den Anschluss an den Rest der Liga. Dabei hatten doch viele Anhänger zu hoffen gewagt, dass mit dem 7:2 gegen den VfB Beverungen der Knoten in Sachen Heimtoren endlich geplatzt sei. Dies ist jedoch mitnichten der Fall und wiegt umso schwerer, wenn man bedenkt, dass der SVK im Duell gegen den SSV Oesterholz über 75 Minuten zu elft gegen nur zehn Gegner und das 0:1 unterwegs war.
Elmar Happe ließ mit der gleichen Anfangself wie zuletzt auch gegen Beverungen und Detmold auflaufen. Das klang doch schon einmal viel versprechend. Immerhin hatte man in diesen Spielen zwei Mal in Folge nicht verloren und auch den ersten Saisonsieg eingefahren. Und so waren vor dem Spiel sowohl Spieler als auch Kollerbecker Zuschauer optimistisch. Zudem war der Rasen im Kollerbecker Rehbergstadion auch einigermaßen tief, sodass man durchaus mit einem kämpferischen Spiel rechnen konnte.
Einen Strich durch diese Rechnung machten allerdings Gegner und Schiedsrichter. Denn die Oesterholzer hatten es sehr schnell rausbekommen, dass der Schiedsrichter die Pfeife sehr schnell bei der Hand und dann auch im Mund hatte, wenn man denn nur fiel. Die Kollerbecker hingegen brauchten für diese Erkenntnis ungleich länger. Und da stand es schon 0:1. Einmal mehr war der SVK – hier in Person von Jens von Heesen – schlicht und ergreifend zu ungestüm für die Zweikampfauslegung des Schiedsrichters in das Duell „eins gegen eins“ gegangen. Und wenn der Tatort dann im eigenen Sechzehner liegt, dann heißt die Konsequenz „Elfmeter“ (15.).
Dieser wurde zwar sicher verwandelt, doch lange Zeit zur Freude hatte der Torschütze nicht. Denn nur eine Minute sah er nach Spielerbeleidigung den roten Karton und wurde zum Duschen geschickt. Zuvor hatte Pascal Ewers nach einem Freistoßpfiff den Ball noch einmal gespielt und seinen Gegenspieler im Gesicht getroffen.
Jetzt hatte der SVK also ganze 75 Minuten Zeit, um den Fauxpas wieder gut zu machen. Doch insbesondere in der ersten Halbzeit sollte es der Happe-Elf nicht einmal gelingen, gegen eine jetzt natürlich noch tiefer stehende Gästeverteidigung annähernd gefährlich in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Schon nach 30 Minuten konnte sich der geneigte Zuschauer stattdessen die Zeit eher mit „Karten zählen“ vertreiben. Vier gelbe Karten für Kollerbeck und je eine gelbe und rote für Oesterholz war die stolze Bilanz.Spielerisch gesehen suchten die Kollerbecker in dieser Phase des Spiels ihr Heil immer wieder mit Flanken aus dem rechten und linken Halbfeld. Die allerdings trieben Elmar Happe wortwörtlich die Zornesröte auf die Stirn. Und so wurde es zur Halbzeitpause tatsächlich richtig laut in der Kabine. Happe forderte vehement, über die Außen bis zur Grundlinie zu kommen.
Das sollte in der zweiten Halbzeit auch tatsächlich gelingen. Der SVK machte jetzt Druck und presste den SSV immer tiefer in die eigene Hälfte. Auch Chancen ergaben sich jetzt. Doch wie es sich für einen Tabellenletzten „gehört“, wurden diese in schöner Regelmäßigkeit vergeben. Da nutzten auch die offensiven Einwechslungen von Stefan Klocke, Dominik Sprenger und André Struck nichts mehr. Der Ball wollte schlicht und ergreifend einfach nicht ins Tor. Auch der gute, alte Freund, der rechte Torpfosten, stand mal wieder im Weg und verhinderte den Ausgleich durch Michael Meyer in der 77. Spielminute. Die Oesterholzer beschränkten sich in Halbzeit Nummer zwei noch einmal zunehmend auf das Kontern und hatten in der 56. Spielminute ebenfalls „ihren“ Lattentreffer.
Tore sollten jedoch heute nicht mehr fallen. Und so waren es nach dem Schlusspfiff die Gäste aus Osterholz, die sich lautstark und zu Recht über drei ganz wichtige Punkte freuten. Die Kollerbecker hingegen schlichen mal wieder wie die bekannten begossenen Pudel vom Platz und fragten sich: „Was haben wir nur falsch gemacht?“
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Schölzel, Mikael Grunwaldt (70. Stefan Klocke), Elmar Happe, Marc Neumann, Michael Meyer, Niklas Rheker, Torben Rheker, Carsten Rheker, Pascal Ewers (90. André Struck), Jens von Heesen (55. Dominik Sprenger)