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18.10.2007

Brisgies glaubt an seinen SV

Kollerbecks Vorsitzender gibt sich vor dem Kellerduell kämpferisch

(svk) VON UWE MÜLLER. Kollerbeck. Elf Spiele, kein einziger Sieg, die wenigsten Tore erzielt, die meisten kassiert und zu Hause immer noch Ladehemmung – nach gut einem Drittel der Saison stellt sich die Frage, ob der SV Kollerbeck ganz einfach zu schwach für die Bezirksliga ist. „Absolut nicht“, betont der erste Vorsitzende Bernward Brisgies.

„Es waren viele Spiele, in denen wir gut mitgespielt haben, wo uns aber das nötige Glück fehlte“, sagt Brisgies, der auf die große Wende am kommenden Sonntag setzt. Im Heimspiel gegen den VfB Beverungen, der nur vier Punkte besser ist, soll der Knoten endlich platzen. „Das kann ruhig ein Gurkenspiel werden, aber ein Sieg muss her, egal wie“, hofft Brisgies. Doch für einen Sieg müsste der Heimfluch abgelegt werden. 0:13-Tore nach fünf Heimspielen lassen keinen Kollerbecker Spieler mit breiter Brust ins wichtige Abstiegsduell gehen. „Sicher ist es immer die alte Leier. Ich kann das auch nicht mehr hören. Aber es ist so. Wir spielen ganz gut, machen aber die Tore nicht. In Höxter schießt der Vadim Thomas in den Winkel, und bei uns geht der Ball knapp drüber oder rutscht über den Schlappen – das ist der Unterschied.“ Warum Meyer, Schölzel oder einer der vielen Rhekers nicht mehr treffen, ist dem Vorsitzenden ein Rätsel. In der A-Liga sei die Unberechenbarkeit in der Offensive ein Pfund gewesen. „Das fehlt jetzt. Aber ich setze auf die Rückrunde, dann haben wir uns endgültig an die Liga gewöhnt. Man muss auch sehen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat – und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.“


Führungsspieler wie Trainer Elmar Happe oder Jens von Heesen sollen dabei helfen. Doch sowohl Happe als auch von Heesen waren nicht immer fit oder da. Am vergangenen Sonntag gegen Höxter spielten die beiden Mittelfeldstrategen das erste Mal in dieser Saison zusammen. Und davon verspricht sich Brisgies eine Menge. „Zusammen können die beiden viel mehr Druck ausüben“, erhofft sich Kollerbecks Vorstands-Chef, dass daraus auch mehr Torchancen und natürlich Tore entstehen. Mit ein, zwei weiteren Spielern auf dem Niveau Happes könnte der amtierende A-Ligameister etwas optimistischer an den Klassenerhalt denken. Doch beim Thema Neuverpflichtungen in der Winterpause winkt Bernward Brisgies ab. „Wir versuchen weiter, mit eigenen Leuten in der Liga zu bleiben. Sowieso gibt der Markt momentan nichts her.“ Und auch der Trainer hat trotz der Erfolgslosigkeit volle Rückendeckung vom Vorstand. „Wir arbeiten in Ruhe weiter. Ich bin absolut optimistisch, dass wir es schaffen können und auch im Umfeld gibt es keinen, der anders denkt“, gibt sich Brisgies kämpferisch – genauso wie er es am Sonntag von den Spielern erwartet.

(Quelle: Neue Westfälische vom 18.10.07)