Auswärtsserie in Dringenberg jäh beendet
SV Dringenberg – SVK 5:1
(svk) Die Auswärtsserie des SVK mit vier Unentschieden in vier Spielen ist in Dringenberg gerissen. Und das mit einem lauten Knall, denn der SVK kam mit 1:5 Toren derbe unter die Räder und verlor auch in dieser Höhe verdient. Torschütze des Kollerbecker Ehrentreffers war der wieder ins Team gerückte Carsten Rheker.
Nach dem Spiel versammelte Elmar Happe entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten die Spieler noch einmal um sich: „Leute, lasst jetzt bloß die Köpfe nicht hängen. Es kommen auch wieder bessere Zeiten“, so sein Appell an frustrierten Spieler. Und dieser ist auch dringend geboten, denn nach und nach droht sich die Resignation breit zu machen in der Kollerbecker Mannschaft.
Vorausgegangen waren neunzig Minuten, in denen der Gastgeber den Kollerbeckern in so ziemlich allen Belangen überlegen war. Ob nun Schnelligkeit, Zweikampstärke, Kopfballstärke und geistige Beweglichkeit: Die Dringenberger waren ihren Gegenspielern immer einen Schritt voraus. Und so durfte sich die Mannschaft bereits in der ersten Minute bei ihrem Keeper Sascha Niemeier bedanken, dass es noch 0:0 stand. Und so ging es dann auch weiter. Chance folgte auf Chance für den Gastgeber. Zu allem Überfluss hatte Elmar Happe dann noch sehr früh wechseln müssen. Alexander Rheker war gefoult worden und musste mit Nasenbeinbruch ins Driburger Krankenhaus abtransportiert werden (8.). Für ihn kam Mikael Grunwaldt und damit jede Menge Veränderungen ins Spiel. Marc Neumann rückte auf die vakante Manndeckerposition und Niklas Rheker für ihn ins defensive Mittelfeld. Pascal Ewers wechselte von rechts nach links und machte Platz für den neu eingewechselten Vördener.
Und so dauerte es verständlicherweise eine ganze Weile, bis sich der SVK in Ansätzen aus der Umklammerung des Gegners befreien konnte. Von Chancen für den SVK allerdings auch in dieser Phase keine Spur. Allein Pascal Ewers und Michael Meyer probierten es jeweils mit Schüssen aus der Distanz, allerdings ohne Erfolg.Folglich hätte man mit einem Unentschieden zur Pause auf Seiten der Kollerbecker mehr als gut leben können. Doch da stand es urplötzlich schon 0:2. Vorausgegangen waren jeweils eigene Angriffsbemühungen, die bereits im Ansatz vom Gastgeber zunichte gemacht und in Konterchancen umgewandelt werden konnten. Die Abwehr war weit aufgerückt und hatte gegen die pfeilschnellen Dringenberger Stürmer keine Chance gehabt (38. und 43.).
In der Kabine warnte Happe seine Leute davor, in der zweiten Halbzeit „Harakiri“ zu spielen: „Dann kriegen wir hier die Bude voll!“
Obwohl seine Spieler diesen Rat befolgten, kam es mit fünf Gegentreffern am Ende doch zur befürchteten „Klatsche“. Allein nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:3 durch Carsten Rheker in der 64. Spielminute kam kurzzeitig noch einmal so etwas wie Spannung auf. Denn auf einmal machten die Gastgeber gar nicht mehr den souveränen Eindruck wie zuvor. Vereinzelt wurden Dringenberger Zuschauer sogar unzufrieden. So hätte es in der 74. Spielminute durchaus 2:3 stehen können. Elmar Happe und Torben Rheker behinderten sich jedoch gegenseitig bei einer Erfolg versprechenden Möglichkeit.
Spätestens mit dem 4:1 in der 78. Spielminute war dann der Drops jedoch endgültig gelutscht und die letzte Hoffnung der etwa 50 mitgereisten Kollerbecker Zuschauer auf eine Fortsetzung der Auswärtsserie dahin.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker (8. Mikael Grunwaldt), Matthias Brisgies, Elmar Happe, Marc Neumann, Michael Meyer, Niklas Rheker, Torben Rheker, Carsten Rheker, Pascal Ewers (46. Dominik Sprenger)